Sehenswertes London – 13 Highlights für euren Kurztrip

Sehenswertes London - 10 Highlights & Fototipps für deinen Kurztrip
Sehenswertes London - 10 Highlights & Fototipps für deinen Kurztrip

London eignet sich perfekt für ein verlängertes Wochenende oder als Baustein einer längeren England-Reise. Da es jedoch viel zu sehen gibt, ist eine gute Planung wichtig. In meinem Artikel habe ich für euch 13 Highlights zusammengestellt, die ihr auf keinen Fall bei eurem Besuch in London verpassen solltet. Außerdem verrate ich euch zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten noch ein paar Fototipps.


Was euch in meinem Artikel erwartet:

Sehenswürdigkeiten und Highlights in London
#1 London Eye – das größte Riesenrad Europas
#2 Big Ben – Wahrzeichen von London
#3 Westminster Abbey – das schönste Highlight von London
#4 Buckingham Palast & Wachwechsel
#5 Naturhistorisches Museum – ein Highlight von A wie Architektur bis Z wie Zahnwal
#6 Spaziergang am Südufer der Themse & Millennium Bridge
#7 Tate Modern – Moderne Kunst im alten Kraftwerk
#8 St. Paul’s Cathedral – Architektur und Athmosphäre
#9 Tower Bridge – noch ein Wahrzeichen Londons
#10 Tower of London – alte Mauern und Kronjuwelen
#11 Bootsfahrt auf der Themse – der Reiz der alten Speicherhäuser
#12 British Museum – ein tagesfüllendes Programm
#13 Highgate Cemetery – romantisch und auch ein bisschen spuky
Willkommen in London – ein paar hilfreiche Tipps am Ende

U-Bahn und Bus
Touristentickets
Reiseführer für London und England

Die Skyline der London Docklands

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Sehenswürdigkeiten und Highlights in London

#1 London Eye – das größte Riesenrad Europas

Mit 135 Metern Höhe ist das London Eye zwar nicht der höchste Punkt von London (das ist „The Shard“ mit 310 Metern) aber sicherlich derjenige, der am meisten Spaß macht. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten und bietet euch eine spektakuläre Sicht auf die Themse, das Palace of Westminster sowie auf die Hochhäuser von Downtown. Die Sicht soll an klaren Tagen sogar bis zu dem 40 Kilometer entfernten Windsor reichen. Was kann es besseres geben, um einen ersten Überblick über London zu bekommen?

Jede Gondel bietet Platz für bis zu 28 Personen.

Das 1998 errichtete Riesenrad ist zu einem Wahrzeichen und Top-Highlight von London geworden. Vielleicht auch, wegen seiner super Lage. Denn schräg gegenüber vom Big Ben, am Südufer der Themse, liegt es mitten im touristischen Zentrum – der South Bank. Mit insgesamt 32 geschlossenen Gondeln dreht es sich mit langsamen 0,26 m/s hoch zu der schönsten Aussicht von London.

Fototipps für das London Eye in London

  • Die Panoramaaussicht von oben über die Themse und den Palace of Westminster.
  • Details einer Gondel von außen gegen den Himmel.
  • Panorama des Riesenrades vom nördlichen Ufer der Themse aus fotografiert.
  • Das London Eye bei abendlicher Beleuchtung. Dabei können mit einer Langzeitbelichtung tolle Effekte erzielt werden, denn das sich drehende Rad verschwimmt dann zu einem Kreis.
Der Blick vom London Eye ist schon genial!

London Eye – Kurz und Knapp

Wo? Am Südufer der Themse, Westminster Bridge Road, London SE1 7PB. Ihr erreicht das London Eye nach etwa 10 Minuten von der U-Bahn Station Westminster oder Waterloo.
Wann? Täglich von 11 bis 18 Uhr
Wieviel? Erwachsene Standard-Ticket 27 Pfund, Fast-Track-Ticket 37 Pfund. Das Ticket Office ist in der gegenüberliegenden County Hall. Auf Online-Tickets gibt es 10% Rabatt.

Die abendliche Beluchtung des Riesenrads wirkt besonders schön gegen den dunklen Himmel.

#2 Big Ben – Wahrzeichen von London

Der Big Ben ist eines der Wahrzeichen von London und sollte daher bei keiner Sightseeing-Tour fehlen. Zudem ist der im gotischen Stil gebaute Uhrenturm auch eines der am meisten fotografierten Motive der Stadt. Fertig gestellt wurde das Bauwerk im Jahr 1858. Im Inneren verbarg sich damals ein Gefängnis, das für Mitglieder des Parlaments bestimmt war. Ganze 96 Meter bzw. 16 Stockwerke ragt der Turm empor. Und ganz oben hängen 5 Glocken. Die schwerste von ihnen wiegt 13,5 Tonnen und heißt Big Ben – großer Benjamin. Denn mit dem Namen Big Ben ist eigentlich die Glocke gemeint und nicht der gesamte Turm. Seit 2012 trägt der Turm offiziell den Namen Queen Elizabeth Tower.

Der Big Ben vom südlichen Ufer der Themse aus gesehen.

Fototipps für den Big Ben in London

Leider ist der Turm wegen Restaurierungsarbeiten bis voraussichtlich 2021/22 eingerüstet.

  • Die Turmspitze gegen den blauen Himmel.
  • Der Uhrenturms vom südlichen Ufer der Themse aus fotografiert.
  • Am Abend, wenn die Ziffernblätter der vier Uhren beleuchtet sind.
Die hell beleuchteten Ziffernblätter der Uhr sind ein schöner Kontrast.

Big Ben – Kurz und Knapp

Wo? Am Nordufer der Themse, Westminster, London SW1A 0AA; etwa 10 Minuten von der U-Bahn Station Westminster.
Wann? Von außen rund um die Uhr. Der Turm kann jedoch aufgrund von Restaurierungsarbeiten derzeit nicht von Innen besichtigt werden.
Wieviel? Von außen kostenlos; von innen allerdings momentan nicht möglich. Weitere Informationen gibt es hier.


#3 Westminster Abbey – das schönste Highlight von London

Das Westminster Abbey gehört zu den schönsten Bauwerken, die ihr in London besuchen könnt. Die berühmteste Kirche von England wurde im Jahr 1269 nach 24 Jahren Bauzeit fertig gestellt. Die Türme wurden allerdings erst später im 18. Jahrhundert erbaut. Doch es ist nicht nur die beeindruckende Architektur, die das Westminster Abbey zu einem Highlight machen. Hier werden traditionell die Könige gekrönt und sie finden hier außerdem ihre letzte Ruhestätte. In dem Abbey könnt ihr daher viele kunstvolle Grabmale von Königen und anderen bedeutenden Persönlichkeiten sehen.

Leider ist das Fotografieren im Inneren nicht erlaubt.

Fototipps für das Westminster Abbey in London

  • Das Fotografieren ist im Inneren des Westminster Abbeys leider nicht erlaubt.
  • An der schönen gotischen Fassade lassen sich jedoch viele schöne Details entdecken.

Westminster Abbey – kurz und knapp

Wo? 20 Deans Yd, Westminster, London SW1P 3PA; U-Bahn-Station Westminster oder St. James Park
Wann? täglich von 9.30 bis 15.30 Uhr, mittwochs bis 18:00 Uhr; samstags von September bis April von 9 bis 13 Uhr und von Mai bis August von 9 bis 15 Uhr. Sonntags nur für Gottesdienste.
Wieviel? Erwachsene 23 Pfund, Online-Ticket mit Schnelleinlass 21 Pfund (inkl. Audioguide).


#4 Buckingham Palace & Wachwechsel

Wenn ihr die Highlights in London besuchen wollt, dann kommt ihr an der königlichen Familie nicht vorbei. Wahrscheinlich werdet ihr sie allerdings nicht in Persona sehen. Aber es gibt mehrere Orte, wo ihr das königliche Leben, Traditionen und die Schätze der Königlichen Sammlung besichtigen könnt. Zuallererst wäre da der Buckingham Palace selbst. Königin Elisabeth II. und Prinz Philip nutzen den Palast als Wohnung sowie für Staatsempfänge, Audienzen und Feierlichkeiten. Wenn die Queen nicht vor Ort ist, dann könnt ihr den Westflügel des Palastes besichtigen. Ein Audioguide führt euch dabei durch die sehenswerten Räume.

Der Besucherandrang zum Wachwechsel ist groß – da hilft nur früh da sein.

Ein weiteres Must See ist außerdem die zeremonielle Wachablösung vor dem Buckingham Palace. Diese bekannte Tradition reicht etwa 700 Jahre zurück und ist ein Highlight für jeden London Besuch. Begleitet von der Gardekapelle wechseln dabei die Soldaten der „Old Guard“ gegen die „New Guard“. Alle sind in prächtige Paradeuniformen mit roten Jacketts und Bärenfellmützen gekleidet.

Fototipps für den Buckingham Palace, Wachablösung & Co

  • Im Buckingham Palace ist das Fotografieren leider nicht erlaubt
  • Wie wäre es mit einer Fotostory vom Wachwechsel?
  • Ein tolles Motiv sind auch die Guards in ihren Uniformen mit ihren Pferden
Prachtvoll: Queen’s Life Guard
An der Horse Guards Parade findet außerdem der Wachwechsel der Queen’s Life Guard statt. Ihr könnt diesen täglich um 11 Uhr, sonntags um 10 Uhr sehen.

Buckingham Palace – kurz und knapp

Wo? Westminster, London SW1A 1AA
Wann? August und September
Wieviel? Standart Ticket Erwachsene 26,50 Pfund. Tickets solltet ihr so früh wie möglich online kaufen.

Wachwechsel vor dem Buckingham Palace

Wo? Buckingham Palace; nächstgelegene U-Bahn Stationen Victoria, St James’s Park und Green Park.
Wann? Die Wachablösung beginnt um 11 Uhr und dauert etwa 30 Minuten. Von April bis Juli könnt ihr die Wachablösung täglich sehen, von August bis März hingegen nur jeden zweiten Tag (Mo, Mi, Fr, So). Um einen guten Platz zu ergattern, solltet ihr allerdings etwa eine Stunde vorher da sein.
Wieviel? kostenlos


#5 Naturhistorisches Museum – ein Highlight von A wie Architektur bis Z wie Zahnwal

Viele Naturkundemuseen haben etwas gemeinsam: Sie befinden sich in wunderschönen historischen Gebäuden mit einer riesigen Eingangshalle. Und in dieser wird man von Dinosaurierskeletten begrüßt. So auch in dem Naturhistorischen Museum in London. Nur eben eine Nummer größer.

Blick in die Eingangshalle vom Obergeschoß

Das Naturhistorische Museum im Südwesten von London ist eines der größten Naturkundemuseen. Es zeigt auf vier Etagen rund 70 Millionen Ausstellungsstücke. Besonders beeindruckend fand ich jedoch die Eingangshalle mit den Dinosaurierskeletten. Das größte ist 26 Meter lang! Alleine hier verbrachte ich bestimmt eine dreiviertel Stunde und bewunderte die Tiere früherer Epochen. Doch nicht nur die ausgestellten Tiere haben mich in ihren Bann gezogen. Denn die Eingangshalle selbst ist ein Highlight und ein tolles Fotomotiv.

Das Gebäude des Museums wurde Mitte des 19. Jahrhunderts fertig gestellt. Es ist im romanischen Stil errichtet und ihr könnt hier viele interessante Details entdecken. An der Außenfassade sowie im Inneren findet ihr beispielsweise Tierfiguren sowie kunstvoll gearbeitete Säulen und Bögen.

Fototipps für das Natural History Museum in London

  • Die Eingangshalle ist aus meiner Sicht das tollste Motiv im ganzen Museum. Weitwinkel nicht vergessen!
  • Detailfotos vom Gebäude: Säulen, Tierfiguren, Fenster
  • Und natürlich die Ausstellungsstücke an sich.

Natural History Museum – kurz und knapp

Wo? Cromwell Road, London SW7 5BD; ihr erreicht das Museum in 5 Min von der U-Bahn-Station South Kensington
Wann? täglich von 10 bis 17:50 Uhr; geschlossen am 24. bis 26. Dezember
Wieviel? Der Eintritt ist kostenlos, aber Spenden (ca. 5 Pfund) sind willkommen. Für Sonderausstellungen wird Eintritt verlangt.


#6 Spaziergang am Südufer der Themse & Millennium Bridge

Ihr wollt euch mal so richtig treiben lassen? Das geht super bei einem Spaziergang am südlichen Ufer der Themse. Denn hier gibt es immer was zu sehen. Zum einen sind das die klassischen Sehenswürdigkeiten und touristischen Attraktionen, zum anderen die Leute und das bunte Treiben an sich. Hier könnte man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen. Neben dem beliebten Vergnügungsareal South Bank mit dem London Eye, dem Aquarium und London Dungeon gibt es mehreren Museen, Aussichtspunkte sowie nette Cafés. Einige der Highlights eines Spaziergangs am Themseufer sind:

Die Millenniums Bridge ist ein echter Hingucker
  • Blick auf den Big Ben und den Palace of Westminster
  • South Bank mit dem London Eye, dem Aqurium und London Dungeon sowie weiteren Attraktionen
  • Mehrere schöne Brücken, darunter die berühmte Fußgängerbrücke Millennium Bridge
  • Tate Modern mit Aussichtsplattform
  • Shakespeare’s Globe
  • Southwark Cathedral
  • HMS Belfast
  • Blick auf die London Bridge und Tower Bridge
  • Eine Pause in einem der zahlreichen Cafés mit Blick auf die Themse
  • Und ein kleines bisschen abseits: Der Wolkenkratzer The Shard

Die Millenniums Bridge kostete 18,2 Millionen Pfund und wurde am 10. Juni 2000 eröffnet. Doch nur zwei Tage später musste sie wegen starkem Schwanken gesperrt werden. Im Februar 2002 wurde sie schließlich wieder frei gegeben.

Ein Spaß-Springbrunnen – eine super Abkühlung im Sommer

Fototipps für den Southwalk in London

  • Der Southwalk ist ein Eldorado für Streetfotografie mit unzähligen Motiven von Menschen und Situationen
  • Die Millenniums Bridge
  • Panoramafotos auf die London Bridge und Tower Bridge
Street Art and Skater an der South Bank in London

#7 Tate Modern – Moderne Kunst im alten Kraftwerk

Die Tate Gallery of Modern Art am Südufer der Themse ist schon allein wegen der Location sehenswert. Denn hier wurde die Bankside Power Station – ein ehemaliges Ölkraftwerk – für die Nutzung als Museum hergerichtet. Die hohen Räume sind eindrucksvoll und bieten mit ihrer besonderen Atmosphäre tolle Fotogelegenheiten.

In der Tate Modern dreht sich alles um zeitgenössische Kunst von Künstlern aus der ganzen Welt. Bedeutende Werke der klassischen Moderne sowie der Gegenwart werden durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt. Die Tate Modern ist eines der bekanntesten und größten Museen für Moderne Kunst weltweit und gehört zu den beliebtesten Highlights in London.

Blick auf die Tate Modern von der Aussichtsplattform der St. Paul’s Cathedral

Fototipps für die Tate Modern in London

  • Die imposante Architektur des ehemaligen Kraftwerks lässt sich gut von der Kuppel der St. Paul’s Cathedral fotografieren.
  • Die Innenarchitektur gibt unendlich viele Möglichkeiten zum Fotografieren. Besonders schön finde ich es jedoch, die riesigen Hallen mit winzig wirkenden Menschen in Kontrast zu setzen.

Tate Modern – kurz und knapp

Wo? Bankside am Südufer der Themse, London SE1 9TG; U-Bahn-Stationen Blackfriars, Monument oder Southwark
Wann? Samstag bis Donnerstag 10 bis 18 Uhr, Freitag und Samstag 10 bis 22 Uhr
Wieviel? Bis auf Sonderausstellungen ist der Eintritt kostenlos. Es werden auch kostenlose geführte Touren zu verschiedenen Themen angeboten. Außerdem gibt es Touren zur Architektur, die sind aber schnell ausgebucht.


#8 St. Paul’s Cathedral – Architektur und Athmosphäre

Neben dem Westminster Abbey ist die St. Paul’s Cathedral das berühmteste Sakralbauwerk in London. Ihre imposante Architektur, die Golden Gallery, das Flüstergewölbe (Whispering Gallery) sowie die unterirdische Krypta machen die Kathedrale zu einem Highlight mit Atmosphäre. Lasst euch bei eurem Besuch etwas Zeit, damit ihr diese Atmosphäre in Ruhe auf euch wirken lassen könnt. Am besten geht das, wenn ihr die Kathedrale gleich früh morgens besucht.

Statue von Königin Anne (1665-1714) vor der St. Paul’s Cathedral

Etwa 500 Treppenstufen führen euch 111 Meter hoch auf die Aussichtsplattform der Kathedrale. Von hier aus habt ihr dann einen fantastischen Blick auf die Themse, die Tate Modern und die Millenniums Bridge.

Die St. Paul’s Cathedral wurde im 17. Jahrhundert im Stil des klassizistischen Barocks errichtet. Sie ersetzte die Bischofskirche, die zuvor an gleicher Stelle stand. In dem großen verheerenden Feuer im Jahr 1699 ist diese jedoch zusammen mit vielen anderen Bauwerken der Londoner Innenstadt abgebrannt.

Skulptur auf dem Podest der Statue von Königin Anne vor der St. Paul’s Cathedral

Fototipps für die St. Paul’s Cathedral in London

  • Das Fotografieren im Inneren der St. Paul’s Cathedral war während meines Besuches leider nicht erlaubt. Heute ist es allerdings begrenzt möglich. Detaillierte Informationen findet ihr hier.
  • Von der Aussichtsplattform in 111 Metern Höhe könnt ihr tolle Panorama-Bilder machen. Von hier aus habt ihr zudem einen super Blick auf die Tate Modern und die Millenniums Bridge.

St. Paul´s Cathedral – kurz und knapp

Wo? St. Paul’s Churchyard, London EC4M 8AD; U-Bahn-Station St. Paul’s Cathedral
Wann? Montag bis Samstag 8.30 bis 16.30 Uhr
Wieviel? Erwachsene 20 Pfund; Online-Tickets gibt es zum reduzierten Preis von 17 Pfund


#9 Tower Bridge – noch ein Wahrzeichen Londons

Mit ihren zwei hohen Türmen im neugotischen Stil ist die Tower Bridge von London unverkennbar. Ihren Namen hat sie von dem nahegelegenen Tower of London bekommen. Die berühmte Straßenbrücke spannt sich 244 Meter über die Themse und wird täglich von etwa 40.000 Fahrzeugen überquert. Um den Schiffsverkehr nicht zu blockieren, wurde die 1894 fertig gestellte Brücke als Klappbrücke konzipiert. Wann die Brücke ihre Fahrbahn für die Schiffe hochklappt, könnt ihr hier nachsehen.

Zwischen den beiden Türmen befinden sich oberhalb der Fahrspuren zwei zusätzliche Fußgängerbrücken. Hier ist heute ein Museum eingerichtet, in dem ihr euch über die Geschichte der Tower Bridge informieren könnt. Der Fußboden der Brücken ist an einer Stelle aus Glas. Wer mutig ist kann drüber laufen. Doch auch wenn ihr neben dem Glas auf „festem Boden“ steht, bekommt ihr einen tollen Blick von oben auf die Themse. Anschließend könnt ihr noch den Maschinenraum der Tower Bridge im südlichen Turm besichtigen.

Tipp: Es ist Zeit für eine Pause! Südlich von der Tower Bridge findet ihr am Ufer der Themse mehrere gemütliche Cafés und Restaurants mit tollem Blick auf die Brücke.

Fototipps für die Tower Bridge in London

  • Eine schöne Sicht für ein Panoramafoto habt ihr von der benachbarten London Bridge. Auch von der Fußgängerpromenade südwestlich der Brücke habt ihr eine tolle Perspektive für Aufnahmen.
  • Wenn die Brücke geöffnet ist. Die Öffnungszeiten erfahrt ihr hier.
  • Nachts wenn die Brücke und alles ringsrum schön beleuchtet ist – Stativ nicht vergessen!
  • Der Maschinenraum der Tower-Bridge bietet sich für interessante Detailfotos an.

Tower Bridge – kurz und knapp

Wo? Tower Bridge Rd, London SE1 2UP; U-Bahn Station Tower Hill oder London Bridge
Wann? April bis September von 10 bis 17:30 Uhr und von Oktober bis März von 9:30 bis 17 Uhr
Wieviel? Erwachsene 9,80 Pfund; vorab als Online-Ticket 8,80 Pfund


#10 Tower of London – alte Mauern und Kronjuwelen

Der Tower of London ist eine der am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten in London. Aber um ehrlich zu sein: ähnliche Anlagen hat man doch schon tausend Mal gesehen. Doch hier im Tower of London gibt es ein Highlight, das einzigartig ist. Die Britischen Kronjuwelen! Und diese brachten den Tower of London weit nach oben auf meine Bucket-List. Bilder gibt es leider keine, denn bei den Kronjuwelen war das Fotografieren verboten.

Nachdem ich mir die mittelalterliche Festungsanlage im Schnelldurchlauf angesehen habe, reihte ich mich in die Warteschlange vor den Kronjuwelen ein. Nach 20 Minuten ging‘s dann los. Was soll ich sagen? Sie sind wirklich atemberaubend schön, einfach unvorstellbar. Und damit die Besucher nicht wie festgewurzelt vor den Juwelen stehen bleiben und es zum Stau kommt, gibt es vor den Vitrinen sogar Transportbänder. Doch die sind natürlich viel zu schnell. Ihr könnt allerdings einen kleinen Bogen gehen und euch dann einfach nochmal auf das Fließband stellen. Sooft ihr wollt!

Der Tower of London wurde im 11. Jahrhundert errichtet und seitdem mehrmals erweitert bzw. umgestaltet. Die Festung ist als Ringburg mit zwei Festungsringen und einem Turm in der Mitte konstruiert. Sie diente den Königen als Residenz, Waffenkammer, Werkstatt, Lager, Museum, Münzprägestätte, Gefängnis und Hinrichtungsstätte. Zwischen 1235 und 1835 gab es im Tower of London zudem einen Zoo. Heute gibt es hier nur noch sieben Kolkraben. Einer Legende nach steht ihr Befinden eng mit dem Wohlergehen des Britischen Königreiches in Verbindung. Sie befinden sich daher in der liebevollen Obhut des Rabenmeisters.

Artgerechte Tierhaltung sieht anders aus.

Bereits im 16. Jahrhundert wurde der Tower für Besichtigungen geöffnet. Zuerst war der Zoo der Besuchermagnet, seit 1967 sind es jedoch die Kronjuwelen. Außerdem wird eine große Waffen- und Rüstungssammlung gezeigt und es gibt eine Ausstellung zur Geschichte der Festung. Seit 1988 ist der Tower of London als UNESCO Welterbe gelistet.

Tower of London – kurz und knapp

Wo? Nördlich der Tower Bridge, London, EC3N 4AB; etwa 5 Minuten Fußweg von der U-Bahn Station Tower Hill oder dem Tower Millennium Pier
Wann?  Dienstag bis Samstag 9 bis 16:30 Uhr; Sonntag und Montag 10 bis 16:30 Uhr
Wieviel? Erwachsene 26 Pfund als Online-Ticket


#11 Bootsfahrt auf der Themse – der Reiz der alten Speicherhäuser

Zu einem Besuch in London gehört auf jeden Fall auch eine Bootsfahrt auf der Themse. Auf dem Aussichtsdeck könnt ihr eure müden Füße hochlegen und bei einem Drink viele Sehenswürdigkeiten ganz einfach im Vorbeifahren bewundern. Und zwar aus einer ganz anderen Perspektive als gewöhnlich: Ihr seht den Big Ben, das London Eye, den Tower, die Tower Bridge, alte Speicherhäuser und vieles mehr. Außerdem bekommt ihr über einen Audio-Guide viele zusätzliche Informationen zu den Sehenswürdigkeiten.

Auf beiden Seiten des Themse Ufers sind alte Zoll-Lager und Speicherhäuser

Bootsfahrt auf der Themse – kurz und knapp

Wo? Es gibt mehrere Piers, wo ihr ein- und aussteigen könnt. Von West nach Ost sind das: Westminster Pier, London Eye Pier, Tower Pier, Greenwich Pier
Wann? Alle 40 Minuten von morgens bis abend
Wieviel? Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Bei City Cruises kostet ein 24-h Hop-on Hop-off Ticket 19,50 Pfund; Einzelfahrkarte von 10,75 bis 13,25 Pfund; Hin- und Rückfahrt 16 bis 17,50 Pfund

Was für ein Kontrast! Alte Backstein-Lagerhäuser gegen die modernen Hochhäuser

Spartipp: Günstiger ist es mit den Booten der River Bus Services. Das sind die regulären Linienboote, die zum London Transport gehören. Sie fahren etwa alle 20 Minuten von verschiedenen Anlegestellen ab, beispielsweise Westminster Pier, Tower Pier, London Bridge Pier, Bankside Pier, Greenwich Pier. Ein Einzelticket kostet zwischen 4,10 und 9,90 Pfund. Ihr könnt die Tickets direkt am Pier am Schalter oder Automaten kaufen oder mir eurer Oyster Card bezahlen. Die Boote haben Toiletten und es gibt Snacks und Getränke.

Highlights von London aus einer ganz anderen Perspektive
Während einer Bootsfahrt auf der Themse könnt ihr die Highlights von London aus einer ganz anderen Perspektive sehen.

#12 British Museum – ein tagesfüllendes Programm

Es dauert eine Weile, bis man in dem gigantischen British Museum den Überblick gewonnen hat. Denn alleine das riesige Foyer ist überwältigend und ein Highlight für sich. Das im 18. Jahrhundert gegründete British Museum ist eines der größten Museen der Kulturgeschichte weltweit. Unzählige Ausstellungsstücke dokumentieren die Menschheitsgeschichte und bringen jährlich etwa sechs Millionen Besucher zum Staunen. Nicht umsonst gehört es zu den bedeutendsten Attraktionen in London.

Wenn ihr euch alle Ausstellungsräume sorgfältig ansehen möchtet, braucht ihr gut und gerne einen ganzen Tag dafür. Da der Eintritt frei ist, könnt ihr euren Besuch ganz einfach auf mehrere Tage aufteilen. Wenn ihr allerdings nur begrenzte Zeit zur Verfügung habt, dann macht es Sinn, dass ihr euch ein einige der Highlights herauspickt. Dafür gibt es für 2 Pfund eine Karte mit den 10 Top Highlights, die ihr innerhalb von einer Stunde besichtigen könnt. Dazu zählen beispielsweise der Rosetta Stein, die David Vasen aus der Yuan Dynastie in China oder eine atztekische Schlange aus Türkies-Mosaik.

Fototipps für das British Museum in London

  • Den besten Blick auf das Foyer habt ihr von der Galerie im ersten Stock. Weitwinkel nicht vergessen!
  • Das Fotografieren mit Blitz ist wie in den meisten Museen allerdings nicht erlaubt. Die Ausstellungsstücke sind meistens nicht sonderlich hell ausgeleuchtet. Daher solltet ihr ein möglichste lichtstarkes Objektiv mitnehmen und mit kleiner Blendenzahl fotografieren.
Die Lewis-Schachfiguen kommen vermutlich aus Norwegen. Sie gelten als die besterhaltenen mittelalterlichen Spielsteine und sind ein Highlight im British Museum.

British Museum – kurz und knapp

Wo? Great Russell St, Bloomsbury, London WC1B 3DG; U-Bahn-Stationen Tottenham Court Road, Holborn oder Russel Square
Wann? Täglich von 10 bis 17.30 Uhr, freitags bis 20:30 Uhr. Am besten besuchst ihr das Britisch Museum zu weniger frequentierten Zeiten, also vor 12 Uhr oder ab 16 Uhr.
Wieviel? kostenlos, Spenden (ca. 5 Pfund) sind gerne gesehen. Sonderausstellungen kosten jedoch zwischen 15 und 20 Pfund.


#13 Highgate Cemetery – romantisch und auch ein bisschen spuky

Zum Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Platz für Bestattungen in London knapp. Die zugleich hohe Sterblichkeitsrate stellte die Stadt vor ein Problem, denn sie wusste nicht mehr wohin mit ihren Toten. Das Parlament beschloss daraufhin, sieben neue Privatfriedhöfe in der Umgebung der Stadt einzurichten. Einer der Friedhöfe war der 1839 eröffnete Highgate Cemetery. Er entwickelte sich zu einem Friedhof mit der beeindruckendsten Grabarchitektur von London, wie beispielsweise die Kapelle, die Kolonnade, die Ägyptische Allee, den Libanon-Kreis, die Terrassen-Katakomben und das Mausoleum von Julius Beer.

Die verwittersten Statuen auf dem Friedhof sind tolle Fotomotive

Doch der Highgate-Friedhof verfiel in den 1970er Jahren, denn die Menschen sahen sich nach günstigeren Arten der bestattungen um. Gerettet hat den Friedhof schließlich die Wohltätigkeitsorganisation „Friends of Highgate Cemetery Trust“. Heute zählt der Friedhof 53.000 Gräber, in denen über 170.000 Menschen ruhen. Mit seinen verwunschenen Pfaden und den efeubewachsenen Grabsteinen ist er zudem eine romantische Ruheoase, ein friedlicher und wunderschöner Ort.

Der Friedhof ist in zwei Bereiche unterteilt. Den West-Friedhof könnt ihr jedoch nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigen. Den Ost-Friedhof hingegen könnt ihr auf eigene Faust mit einem Lageplan entdecken. Hier liegt unter anderem Karl Marx begraben.

Fototipps für den Highgate Cemetery in London

Das Fotografieren mit einer Handkamera (ohne Stativ) ist nur für den persönlichen Gebrauch erlaubt. Daher gibt es hier auch keine meiner Fotos zu sehen. Dennoch möchte ich euch ein paar Tipps für eure Fotos mitgeben:

  • Ihr könnt hier super Stimmungen einfangen.
  • Die hellen Grabsteine geben gegen das dunkle Laub der vielen Bäume einen tollen Kontrast ab.
  • Mit offener Blende könnt ihr hier super mit der Unschärfe spielen und dabei Akzente setzen.

Highgate Cemetery – kurz und knapp

Wo? Swain’s Lane, London N6 6PJ. Von der U-Bahn Station Archway sind es etwa 15 Minuten zu Fuß, von der Station Highgate etwa 20 Minuten.
Wann? Täglich 10 bis 16 Uhr (November bis Februar); 10 bis 17 Uhr (März bis Oktober)
Wieviel? Erwachsene 12 Pfund. Für die Tage Montag bis Freitag könnt ihr Tickets im voraus online buchen. Für Samstag und Sonntag hingegen, werden die Tickets vor Ort für den jeweiligen Tag verkauft. Die Führungen finden jede halbe Stunde von 10.30 bis 15.00 Uhr statt (von März bis Oktober bis 16.00 Uhr). Der Ost-Friedhof kostet für Erwachsene 4 Pfund.

Achtung: bei schlechtem Wetter (Regen, Schnee, Sturm) wird der Friedhof möglicherweise geschlossen. Also schaut im Zweifel nochmal auf der Webseite des Friedhofs nach.

Willkommen in London – ein paar hilfreiche Tipps am Ende

U-Bahn und Bus

Viele Sehenswürdigkeiten in London liegen nah beieinander und ihr könnt bereits während eines Stadtspaziergangs viele Highlights besuchen. Doch für die längeren Wege kommt ihr um die U-Bahn bzw. Bus nicht herum. Und eine Fahrt mit den roten Doppeldeckern gehört ohnehin zu jedem London Besuch dazu. Um die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen zu können, benötigt ihr jedoch die Oyster-Card. Die mit einem Chip ausgestattete Fahrkarte müsst ihr dann beim Ein- und Aussteigen an die Kartenlesegeräte halten. Ihr bekommt die Oyster-Card gegen ein Pfand von 5 Pfund an den meisten Bahnhöfen und Automaten. An den Automaten könnt ihr sie anschließend bequem wieder aufladen. Für einen Aufenthalt von 3 Tagen sollten 20 Pfund Guthaben reichen. Ihr könnt die Karte später an den Verkaufsstellen wieder zurückgeben. Euer Pfand sowie Restguthaben bekommt ihr dann ausbezahlt. Natürlich könnt ihr auch die Oyster-Card vorab online bestellen. Das ist dann aber etwas teurer.

Eine Fahrt im Doppeldecker gehört auf jeden Fall zu einem Londonbesuch dazu.

Touristentickets

Um Zeit und Geld zu sparen, empfehle ich euch außerdem eines der praktischen Touristentickets. Wenn ihr viele Sehenswürdigkeiten in London besuchen wollt, könnt ihr hiermit viel Geld sparen. Außerdem habt ihr mit dem Ticket oft eine extra Warteschlange, die kürzer und schneller ist. Manche Pässe bieten optional auch gleich die Oyster-Card mit an. Hier ein kleiner Vergleich von drei angebotenen Touristentickets:

Der Piccadilly Circus ist der Knotenpunkt einiger der wichtigsten Straßen Londons und beliebter Treffpunkt.

London Pass: über 80 Attraktionen; wahlweise 1, 2, 3, 6 oder 10 aufeinander folgende Tage; Option für öffentliche Verkehrsmittel. Preise für Erwachsene: Ein Tag 75 Pfund; 3 Tage 109 Pfund.
London Explorer Pass: Aus über 20 angesagten Sehenswürdigkeiten könnt ihr 3, 5 oder 7 Sehenswürdigkeiten auswählen. Ihr spart zwischen 37% und 47 %. Preise für Erwachsene: 3 Sehenswürdigkeiten 64 Pfund; 7 Sehenswürdigkeiten 114 Pfund.
London City Pass: wahlweise 1 bis 7 Tage Dauer; Option auf öffentliche Verkehrsmittel. Preise für Erwachsene: Ein Tag 76,90 Pfund; 3 Tage 119,9 Pfund.


Reiseführer für London und England


Wart ihr selber schon mal in London und was waren für euch die Highlights? Habt ihr noch Fragen zu meinem Artikel oder Anregungen? Wenn ja, dann schreibt mir doch einen Kommentar!


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