Roadtrip Georgien: im 4×4 Lada Niva von Kutaissi durch Swanetien

Roadtrip Georgien: im 4x4 Lada Niva von Kutaissi durch Swanetien

Georgien. Swanetien ist geprägt von vergletscherten Bergen, bunten Wildblumenwiesen, romantischen Bergdörfern und holprigen Schotterpisten. Ein Paradies für 4×4-Fahrzeuge und ihre Fahrer. Wir sind mit einem Lada Niva und Dachzelt auf dem Svaneti Loop durch die wilde Bergregion im Norden von Georgien gefahren. Lest weiter und erfahrt, was euch auf diesem Roadtrip durch Swanetien erwartet. Außerdem bekommt ihr viele weitere Tipps zu lohnenswerten Wanderungen und Stellplätzen für die Nacht.

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In diesem Artikel findet ihr viele praktische Infos für einen Roadtrip durch Swanetien in Georgien:

Der Klassiker – Lada Niva mit Dachzelt als Mietwagen
Die Route “Svaneti Loop” – von Kutaissi durch Swanetien
Sehenswertes auf unserem Roadtrip in Swanetien
Tipps für Stellplätze für die Nacht
Einkaufen, Essen, Geld und Tanken
Beschaffenheit der Straßen am Svaneti Loop
Fazit – lohnt sich der Svaneti Loop?

Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien in den Bergen von Swanetien
Kurz hinter dem Zagari Pass ist die Landschaft besonders schön.

Der Klassiker – Lada Niva mit Dachzelt als Mietwagen

Am besten lässt sich Swanetien auf einem Roadtrip mit dem eigenen 4×4-Fahrzeug erkunden. Denn dann könnt ihr eure Route sowie eure Reisegeschwindigkeit selbst bestimmen. Wenn ihr noch dazu mit einen Camper oder Dachzelt unterwegs seid, könnt ihr übernachten, wo es am schönsten ist. Was könnte für so eine Tour besser geeignet sein als ein Lada Niva mit Dachzelt? Der kleine, handliche Lada Niva ist ein Klassiker aus Russland. Er wird seit dem Jahr 1976 in der russischen Stadt Togliatti produziert und ist mit seiner einfachen Technik nahezu unkaputtbar. Auch in Georgien ist er ein äußerst beliebtes Fahrzeug, man sieht ihn an allen Ecken.

Ein weiterer Klassiker aus Russland ist der UAZ Buchanka. Manche nennen ihn auch “Toastbrot”. Nicht zu Unrecht. Man braucht nicht viel Fantasie, um die Ähnlichkeit zu erkennen. Doch den UAZ sieht man in Georgien nicht ganz so häufig wie den Lada Niva.

Wo gibt es denn so was?

Ihr fragt euch, wo ihr so einen reisefertigen Lada mieten könnt? Schaut mal bei Overlando. Hier könnt ihr zwischen Lada Niva, UAZ Buchanka oder Toyota Land Cruiser wählen. Als Abholorte werden Tiflis und Kutaissi angeboten.

Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien
Schöne Schlafplätze mit Aussicht sind in Georgien nicht schwierig zu finden.

Die Route “Svaneti Loop” – von Kutaissi durch Swanetien

Swanetien liegt im Norden Georgiens, nahe der russischen Grenze. Die wilde Gebirgslandschaft im Großen Kaukasus zieht jedes Jahr viele Natur- und Wanderfreunde an. Daneben ist Swanetien für seine bezaubernden Bergdörfer mit ihrer besonderen Architektur und den Wehrtürmen bekannt. Insbesondere der als UNESCO-Weltkulturerbe gelistete Ort Ushguli ist auf Bildern sowie in Reiseprospekten häufig abgebildet. 

Doch die romantischen Orte und bunten Bergwiesen im Sommer sehen im Winter anders aus: bis zu sechs Monate im Jahr ist Ushguli vom Rest der Welt abgeschnitten. Starke Schneefälle, Lawinen, Starkregen und Hangrutschungen sind hier keine seltenen Ereignisse. Seit den 1980 Jahren sind viele Einwohner aus den Dörfern abgewandert. Heute leben in Swanetien rund 23.600 Menschen.

Der Svaneti Loop ist eine landschaftlich besonders schöne, aber auch anspruchsvolle Strecke. Er führt durch die Gebirgsregion von Mestia über Ushguli nach Sasaschi. Wenn man die An- und Abfahrt von und nach Kutaissi mit einrechnet, dann umfasst die Strecke etwa 445 Kilometer.

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Die einzelnen Abschnitte von unserem Lada Niva Roadtrip in Swanetien:

  • Kutaissi – Mestia: je nach gewählter Route 221 bis 251 Kilometer (ca. 5-6 Stunden)
  • Mestia – Ushguli: 46,5 Kilometer (ca. 2-3 Stunden)
  • Ushguli – Zagari Pass –  Sasaschi: 46 Kilometer (ca. 3 Stunden)
  • Sasaschi – Lentechi: 28 Kilometer (ca. 45 Minuten)
  • Lentechi – Kutaissi: 90 Kilometer (ca. 2 Stunden)
Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien in den Bergen von Swanetien
Lada Niva in Startposition.

Sehenswertes auf unserem Roadtrip in Swanetien

Die ersten drei Ziele auf unserem Roadtrip liegen nicht in Swanetien. Aber sie sind lohnenswerte Zwischenstopps auf dem Weg von Kutaissi nach Mestia. Es wäre zu schade, sie zu verpassen.

Zqaltubo – Thermalkurort mit Lost Places

Zqaltubo (Tskaltubo) ist ein Thermalkurort etwa 15 Kilometer nordwestlich von Kutaissi. Einst war Zqaltubo einer der bedeutendsten Kurorte der Sowjetunion. Zahlreiche Sanatorien boten mit dem leicht radioaktiven Wasser Heilung gegen Rheuma und andere Gelenkerkrankungen an. Zur Aufrechterhaltung der sozialistischen Arbeitskraft förderte die sowjetische Kurortpolitik den Ausbau des Kurortes. So entstanden zahlreiche Kurhotels im Stil des Neo-Klassizismus und später im Stil der klassischen sowjetischen Moderne. Die Sanatorien waren jedoch nicht nur für die körperliche Erholung da. Auch der kulturellen Bildung und ideologischen Schulung kam eine große Bedeutung zu.

Doch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und Kriegsbeginn kamen immer weniger Gäste. Die Kurhotels blieben leer und verfielen. Einige der Sanatorien wurden stattdessen zum neuen Zuhause für Binnenflüchtlinge (IDPs).

Heute ist Zqaltubo ein Ort, der in vielen Blogs als großer Lost Place beschrieben wird. Und ja, es stimmt, dass es viele Lost Places gibt. Doch die Stadt bemüht sich, wieder zu einem attraktiven Kurort zu werden. So wurden beispielsweise für die Sanatorin Iveria und Meshakhtiori bereits Investoren gefunden. Die beiden Sanatorien sind eingezäunt und nur noch über den Zaun zu sehen. Das Badehaus 8 im Kurpark konnten wir uns hingegen etwas genauer ansehen. Die anderen Sanatorien aus der Sowjetzeit haben wir nur von außen besucht. Ihre Architektur ist wunderschön und ich wäre gerne hineingegangen. Doch ich wollte nicht zu sehr in die Privatsphäre der Menschen eindringen, die sich hier in den verlassenen Hotels eingerichtet haben.

Das Tsqaltubo SPA Resort ist heute das einzige Kurhotel aus der Sowjetzeit, das noch als solches betrieben wird. Auch das Badehaus 6 im zentralen Kurpark bietet noch medizinische Anwendungen an.


Prometheus-Höhle

Die Prometheus Cave liegt nur etwa 10 Autominuten nördlich von Zqaltubo. Wenn ihr in der Nähe seid, solltet ihr einen Besuch der beeindruckenden Tropfsteinhöhle nicht verpassen. Ihr könnt die 1,8 km lange Höhle während einer etwa einstündigen Führung besuchen. Für einen kleinen Extrapreis könnt ihr die Höhle am Ende der Tour sogar in einem Boot auf dem unterirdischen Fluss Kumi verlassen.

Prometheus-Höhle Georgien
Je weiter wir in die Höhle vordringen, umso spektakulärer werden die Kalksteinformationen.

Martvili Canyon

Auch der Martvili Canyon ist einen lohnenswertes Ziel auf dem Roadtrip nach Swanetien. Auf einem 700 Meter langen Rundwanderweg könnt ihr den Canyon entdecken und von zwei Brücken und mehreren Aussichtsplattformen auf das Wasser hinab schauen. Das Highlight im Martvili Canyon ist jedoch die Bootsfahrt. Ausgerüstet mit Schwimmweste und Stechpaddel geht es etwa 300 Meter auf dem Fluss Abasha entlang. Hier wirkten die Canyonwände gleich noch ein bisschen steiler und der Fluss mit seinen zugewachsenen Ufern noch ein bisschen verwunschener.

Martvili Canyon Georgien
Die steilen Wände des Martvili Canyons sind dicht bewachsen.

Mestia Dorfspaziergang

Mestia ist der Hauptort in der Region Swanetien und zählt rund 9300 Einwohner. Der Ort liegt auf einer Höhe von etwa 1500 m. Er ist Ausgangspunkt verschiedener Tageswanderungen oder der beliebten mehrtägigen Trekkingtour nach Ushguli. Mestia ist das touristische Zentrum Swanetiens und einfach erreichbar. Zwischen 2009 und 2012 wurde der Ort aufwändig modernisiert. Dabei wurden viele alte Häuser, die noch im ursprünglichen swanetischen Stil errichtet waren, abgerissen. An ihrer Stelle stehen jetzt Chalets und erinnern an die Schweizer Berge.

Viele kritisieren, dass Mestia durch die Sanierungsmaßnahmen und Neubauten seinen swanetischen Charakter verloren hätte. In manchen Teilen, insbesondere im Stadtkern, mag das stimmen. Doch nach wie vor gibt es in Mestia Seitenstraßen in denen alles beim alten ist. Besonders viel Atmosphäre zeigt der Ort, wenn abends die zahlreichen Wehrtürme hübsch beleuchtet werden.

Was gibt es in der Stadt zu sehen? Nahe am Ortseingang befindet sich das Ethnografische Museum. Im Zentrum der Stadt könnt ihr den Kergiani-Wehrturm besteigen udn durch die verwinkelten Gassen von Lagami.

Tipp: Mestia ist der letzte Ort, wo ihr auf dem Svaneti Loop Bargeld sowie Benzin für euer Auto bekommt. Kauft am besten noch etwas Proviant ein, denn in Ushguli gibt es nur das Nötigste.

Mestia Georgien
Von der Kirche gegenüber des Ethnografischen Museums habt ihr einen tollen Blick über Mestia.

Wanderung zum Chalaati-Gletscher bei Mestia

Auf dieser Wanderung könnt ihr den Eismassen des Chalaati-Gletschers ganz nahe kommen. Die Zunge des mächtigen Gletschers reicht an dieser Stelle bis auf 1890 Meter hinab und kann während eines Halbtagesausflugs einfach erwandert werden. Ausgangspunkt ist die Hängebrücke 9 Kilometer nördlich von Mestia. Der Weg führt zunächst durch einen zauberhaften Nadelwald. Dann geht es vorbei an dem reißenden Fluss, wo das Schmelzwasser des Chalaati abfließt. Später windet sich der Pfad dann durch lichten Birkenwald und über ein Geröllfeld. Am Ende ist Trittsicherheit gefragt. Kurz vor der Eiszunge befinden sich viele größere Findlinge, auf denen man bequem sitzen und picknicken kann.

Länge: 4,3 Kilometer
Dauer: ca. 2 Stunden zzgl. Pausen und Fotostopps
Höhendifferenz: 240 Höhenmeter

Brücke zum Chalaati Gletscher bei Mestia
Die wacklige Brücke ist der Ausgangspunkt der Wanderung zum Chalaati-Gletscher.
Chalaati Gletscher bei Mestia
Die letzten 15 Minuten geht es über ein Geröllfeld bis zur Eiszunge.

Tower of Love – Kaukasische Wehrtürme und die Blutrache

Meistens sind es die tragischen Geschichten, die hängenbleiben. So auch hier: Der Liebesturm war Schauplatz einer tragischen Romeo und Julia Geschichte. Den beiden Liebenden wurde die Heirat nicht erlaubt, woraufhin er sich das Leben nahm. Die Verbliebene zog sich in den Turm zurück und trauerte um ihren Liebsten. Dort soll sie den Rest ihres Lebens geblieben sein.

Ihr könnt den Turm besichtigen und auch hineinklettern. Die Leitern sind steil und schmal, aber es ist eine tolle Gelegenheit, so einen klassischen kaukasischen Wehrturm mal von innen zu sehen.

Die mittelalterlichen kaukasischen Wehrtürme sind in Swanetien sehr verbreitet, insbesondere in Mestia und Ushguli und den umgebenden Bergdörfern. Bisweilen besitzt jeder Familienverband oder sogar jede Familie einen eigenen Wehrturm, der als Verteidigungsbauwerk bei Konflikten, Fehden oder drohender Blutrache aufgesucht wurde. Die Blutrache funktioniert nach dem Prinzip: „wie Du mir so ich Dir“. Also Mord für Mord oder auch Mord für Verletzung der Ehre. Oft war die einzige Rettung der Wehrturm, wo sich der Gefährdete einsperrte und von seiner Familie versorgen ließ.  

Tower of Love Wehrturm Swanetien
Was für eine Location für eine Lovestory!
Aber längere Zeit hier leben…? Ich weiß nicht.

Church of Kala “Lagurka” – Steil hinauf zum Pilgerort

Die Kala-Kirche der Heiligen Cyricus und Julitta ist das wichtigste christliche Heiligtum in der Region Swanetien. Die mittelalterliche Kirche ist auch unter dem Namen Lagurka bekannt, der – wen wunderts – mich an Saure Gurken aus dem Spreewald erinnert.

Doch wer das bedeutende Heiligtum in der Nähe des Dorfes Khe besuchen will, der muss erstmal dafür arbeiten: rund 110 Meter geht es mitunter steil hinauf bis auf 1875 Meter. Nach etwa 30 Minuten erreicht ihr die kleine Kirche und seit dem Himmel ein Stück nähergekommen. Und von hier oben habt ihr außerdem einen himmlischen Blick auf die umliegenden Berge.

Die kleine Hallenkirche wurde Ende des 10. oder Anfang des 12. Jahrhunderts errichtet und ist ein bedeutendes Beispiel für die mittelalterliche georgische Monumentalkunst. Im Inneren ist sie mit Fresken von Tevdore aus den Jahren 1111 und 1112 geschmückt. Außerdem befinden sich hier viele weitere Kirchengegenstände aus verschiedenen Epochen, wie beispielsweise gehören Manuskripte, Kreuze und Ikonen.

Church of Kala "Lagurka"
Himmlische Aussicht vom Pilgerort “Lagurka”.

Ushguli Dorfspaziergang mit Wehrtürmen und Museen

Ushguli ist das wohl bekannteste Bergdorf in Swanetien. Der Ort ist geprägt von Wehrtürmen, traditioneller swanetischer Architektur, engen holprigen Gassen und der weißen Spitze des Schchara-Gletschers (5201 m). Man fühlt sich, als wäre man in eine längst vergangene Zeit eingetaucht. Und weil das so ist, ist der Ort seit 1996 auch als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet.

Fakten zu Ushguli:
Höhenlage: ungefähr 2150 m
Entfernung von Mestia: 44 Kilometer
Einwohner: ca. 200  

Das beschauliche Bergdorf wird nur von etwa 70 bis 80 Familien ganzjährig bewohnt. Jeder, der Ushguli im Herbst nicht verlässt, ist dort über den Winter eingeschneit. Die Straße nach Mestia öffnet erst wieder im kommenden Frühjahr. Im Sommer verdoppelt sich dann die Einwohnerzahl. Dazu kommen zahlreiche Touristen, denn Ushguli ist für Natur- und Wanderfreunde ein beliebtes Ziel. Es gibt zahlreiche Gasthäuser, in denen man übernachten, essen sowie Bergführer und Ausritte organisieren kann.

Panorama view of Ushguli in Svaneti, Georgia
Blick über Ushguli. Im Hintergrund versteckt sich der Schchara-Gletscher in den Wolken.

Wie kommt man nach Ushguli?

Wir sind als Selbstfahrer mit unserem gemieteten Lada Niva von Mestia nach Ushguli gefahren. Viele Besucher engagieren aber auch einen Fahrer in Mestia und lassen sich bringen und wieder abholen. Das ist eine praktische Lösung für alle, die kein Allrad-Fahrzeug zur Verfügung haben oder denen die Bergstraße zu schmal ist.

Eine weitere Möglichkeit ist es, von Mestia aus nach Ushguli zu wandern. Die fünftägige Tour ist die beliebteste mehrtägige Wanderung in Georgien. Zurück geht es dann von Ushguli mit einem Fahrer, den ihr einfach in einem Gasthaus vor Ort organisieren könnt.

Was gibt es neben atemberaubender Natur und Bergpanoramen noch in Ushguli zu sehen?

Die vielen Wehrtürme und die hübsche swanetische Architektur lässt sich am besten bei einem kleinen Dorfspaziergang erkunden. Lasst euch treiben und ihr werdet viele spannende Details entdecken. Nicht verpassen solltet ihr das Ethnografische Museum sowie das auf dem Weg liegende Museum von Maria. Von hier aus empfehle ich euch einen Besuch der Lamaria-Kirche am Ortsrand (Kopftuch nicht vergessen). Sie stammt aus dem 10. Jahrhundert und ist innen mit mittelalterlichen Fresken geschmückt. Wieder zurück an der Hauptstraße überragt der Turm von Tamar alle umgebenden Gebäude. Er steht auf einer kleinen Anhöhe. Über eine Leiter könnt ihr ein Stück hinauf klettern und einen Blick ins Innere werfen.

House in Ushguli in Svaneti, Georgia
Könnt ihr Hammer und Sichel in der Holzschnitzerei entdecken?
House in Ushguli in Svaneti, Georgia
Typisch swanetisch: Wehrtürme und die großen Fensterfronten.
Ushguli in Svaneti, Georgia
Insbesondere im Dorfteil Chazashi scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.
Blick durchs Fenster auf den Turm von Tamar.

Mit Traildogs zum Schchara Gletscher

Eine richtig schöne Wanderung mit Start in Ushguli ist die Tour zum Schchara Gletscher. Mit 5.201 Metern ist der Schchara der höchste Berg in Georgien und der dritthöchste im ganzen Kaukasus. Ihr könnt den Gletscher bereits aus dem Ort Ushguli in der Ferne sehen. Er ist der perfekte Hintergrund für ein Foto des historischen Dorfes mit seinen Wehrtürmen (Das Licht ist am besten am späten Nachmittag.)

Um zu dem Gletscher zu gelangen, folgt ihr dem Fluss Enguri durch das Flusstal bergauf. Auf dem Hinweg (ca. 9 Kilometer) habt ihr den Gletscher die ganze Zeit im Blick. Superschön, vor allem wenn das Tal im Sommer mit bunten Wildblumen übersät ist. Doch was eine gute Wanderung noch besser macht ist eine gute Gesellschaft: Traildogs! Schon bevor ich nach Georgien gereist bin, habe ich von den Hunden gehört, die Wanderer auf den Trails begleiten. Ich hab mir soooo sehr gewünscht, dass uns auch ein paar Hunde finden. Und plötzlich waren die beiden da! Sie haben uns die ganze Wanderung lang begleitet. Damit haben sie sich nicht nur gut die Hälfte von unserem Proviant verdient sondern jeder auch einen Namen. Und da sie uns auch nach der Wanderung noch im Camp Gesellschaft leisteten, gab es für Mr. Spock und Dali auch noch Abendessen und Frühstück.

Traildogs Georgia
Kleine Abkühlung für unsere treuen Begleiter: links in der Pfütze Mr. Spock und rechts die Hündin Dali.

Tipp: Nehmt etwas mehr zum Essen mit (für die Hunde) und packt etwas Bargeld ein (für einen Snack im Alpin Camp, wenn die Hunde euer ganzes Essen verschlungen haben).

Hier die Fakten zur Wanderung:

Start: Brücke über den Fluss Enguri kurz hinter dem Kloster
Länge: etwa 18,4 Kilometer
Höhendifferenz: etwa 500 Meter
Schwierigkeit: Leichte Wanderung über einen Schotterweg. Hinter dem Alpin Camp wird der Weg schmaler und ist stellenweise recht zugewachsen. Nur kurz vor dem Gletscher ist eine Geröllhalde zu queren. Hier ist Trittsicherheit gefragt. Der Pakvlashi Bach kreuzt den Weg und ist entweder zu queren oder kann seitlich umgangen werden. Später kann über zwei kleine improvisierte Brücken wieder auf den Schotterweg zurückgekehrt werden.
Einkehr: Am Ende der Schotterpiste lädt das Alpin Camp zu einer Stärkung ein.

Tipp: Im Ort können Pferde gemietet werden, die euch bis zum Alpin Camp bringen.

Mountains Ushguli Georgia - Hike to Schchara Glacier
Zum Schchara-Gletscher folgt ihr dem Fluss Enguri durch das Flusstal immer bergauf.

Bunte Bergwiesen – Wanderung zum Gvinari Pass südlich von Ushguli

Die meisten, die Ushguli besuchen, wandern zum Schchara-Gletscher. Doch was liegt eigentlich in der entgegengesetzten Richtung, südlich von Ushguli? Wir haben hier die schönste Wildblumenwiese gefunden, die wir in Georgien gesehen haben. So viele verschiedene Pflanzen und Insekten haben uns wirklich ins Staunen versetzt. Der Trail beginnt südlich von dem Ortsteil Murkmeli und führt kontinuierlich bergauf. Es ist außerdem der Weg zu dem Gvinari Pass auf 2972 Metern. Wir haben es nicht ganz zum Pass geschafft, da wir wegen der vielen schönen Pflanzen so viele Fotostopps gemacht haben und ohnehin zu spät gestartet sind.

Die Rundtour von Murkmeli zum Pass und zurück ist etwa 9 Kilometer lang mit einer Höhendifferenz von etwa 920 Metern. Unterwegs könnt ihr noch einen Zwischenstopp bei der Burgruine von Ushguli machen. Da die Wege oft schmal und / oder etwas zugewachsen sind, ist ein GPS sinnvoll.

Mountains Ushguli Georgia
Wer sein Zelt hier hochträgt, der kann auf der ebenen Fläche super zelten. Es gibt sogar frisches Quellwasser.
Mountains Ushguli Georgia
Unten im Tal liegt der Ortsteil Murkmeli.
Wo viele Blumen sind, sind auch viele Insekten.

Fahrt von Ushguli über den Zagari Pass nach Sasaschi

Die Strecke von Mestia nach Ushguli war schon atemberaubend schön. Doch die Piste bis zu dem 2623 Meter hohen Zagaripass stellt nochmal alles in den Schatten. Definitiv der schönste Abschnitt unseres Roadtrips in Swanetien. Der unbefestigte Weg führt immer weiter bergauf und man fühlt sich wie im Kino: Bergpanoramen, Gletscher, saftige Wiesen. Wir mussten unterwegs immer wieder anhalten, um die Aussicht zu genießen.

Nach dem Pass geht es dann in mehreren Serpentinen hinab und schnell ist man wieder in bewaldetem Gebiet. Wir folgen dem Flusstal des Zcheniszchali. Nach der Bergidylle und der absoluten Abgeschiedenheit am Pass sind wir nun auf einer langen Baustelle gelandet. Hier wird die Straße ausgebaut und wir mussten uns den engen Weg mit Baggern, Kippern und anderen Baustellenfahrzeugen teilen. Dafür wurden wir aber auch immer wieder mit kürzeren befestigten Straßenabschnitten belohnt. Irgendwann ist die Strecke dann durchgängig befestigt und wir kommen durch mehrere kleine Ortschaften.

Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien in den Bergen von Swanetien

Überraschung im Vorgarten – Stalinstatue auf Privatgrundstück bei Sasaschi

Georgien steckt voller Überraschungen. Während unseres Roadtrips in Georgien haben wir so viele bemerkenswerte Dinge gesehen, so schnell und so oft konnten wir gar nicht anhalten. Darunter waren viele kleine Details, besonders schöne Architektur, Lost Places, alte Ortseingangsschilder, Monumente und Statuen. So auch hier, auf dem Svaneti Loop kurz hinter dem Ort Sasaschi. Wir trauen unseren Augen nicht, als uns plötzlich eine überdimensionale Stalin Statue fokussiert. Sie steht eingezäunt auf einem privaten Grundstück. Das etwas verfallen aussehende Gebäude dahinter wirkt gegenüber der Statue winzig.

Ungläubig schnappe ich meine Kamera und suche vor dem Zaun die beste Perspektive. Ein UAZ kommt vorbei und hupt mich an. Der Fahrer winkt mir zu und streckt seinen Daumen hoch. Daumen hoch für Stalin? Das kommt mir mehr als komisch vor, ist aber in Georgien tatsächlich nicht ungewöhnlich. Stalin ist ja schließlich in Georgien geboren. Und viele Georgier sind stolz darauf, dass einer ihrer Landsleute die Führung der Sowjetunion übernommen hat.

Stalin Statue Swanetien

Tipp: Nicht weit von Tiflis liegt die Stadt Gori, wo Stalin geboren wurde. Ihm zu Ehren wurde hier im Jahre 1957 das Stalin Museum eröffnet. Erwartet hier keine detaillierte Aufarbeitung der Gräueltaten, die der Diktator während seiner Herrschaft ausgeübt hat. Es ist eher ein großer Kultpalast, selbst Souvenirs wie Kaffeetassen, Kühlschrankmagnete, Basecaps oder Backgammonspiele mit Stalinporträt sind hier zu haben.


Lentechi – Einmal Auftanken bitte!

Nach den abgelegenen Bergdörfern in Oberswanetien kam uns Lentechi fast wie eine Großstadt vor. Hier haben wir uns den Luxus eines geräumigen Hotelzimmers mit warmer Dusche im Hotel Svaneti gegönnt. Auch unseren Lada haben wir erstmals nach Mestia wieder auftanken können.

Lentechi liegt in Niederswanetien und zählt etwa 947 Einwohner. Die meisten von ihnen (gefühlt) haben sich am Samstag Abend auf dem zentralen Platz direkt vor unserem Hotelfenster versammelt. Hier wurde gequatscht, gespielt und getanzt. Wir haben uns wegen der recht hohen Covidzahlen in Georgien jedoch nicht unter die Menschen gemischt.  

Was gibt es hier in Lentechi zu sehen? Zunächst ist die Promenade auf dem Mittelstreifen der Hauptstraße was Besonderes. Links und rechts der Straße gibt es viele schöne Metalltore zu bewundern. Eine Statue von einem Schäferjungen, der nach den Sternen greift, schmückt den zentralen Platz. Am Ortsausgang, auf der Mittelinsel des Kreisverkehrs steht eine typische Stehle aus der Sowjetzeit. Außerdem gibt es ein kleines Heimatmuseum eine Burg sowie eine Reihe von georgisch-orthodoxen Kirchengebäuden aus dem 9. bis 11. Jahrhundert.

Lentechi Museum

Auf Wiedersehen, Swanetien

Von Lentechi aus geht unser Roadtrip weiter über eine bequem befahrbare Nationalstraße durch das Tal des Zcheniszqali. Die Großstadt Kutaissi ist etwa 90 Kilometer entfernt. Wir fahren jedoch weiter in Richtung Tiflis. Die Hauptstadt ist etwa 350 Kilometer entfernt. Auf der Strecke liegen mehrere sehenswerte Orte, so dass wir die Fahrt auf mehrere Tage aufteilen. Zuerst besuchen wir die Kazchi Säule mit dem winzigen Kloster auf der Felsspitze, anschließend Tschiatura mit den legendären Seilbahnen und zuletzt das Stalin-Museum in Gori.

Mountains Ushguli Georgia

Tipps für Stellplätze für die Nacht

In Georgien ist das “wild campen” erlaubt. Ihr müsst euch also bei eurem Georgien-Roadtrip auf keinen Campingplatz stellen, sondern dürft euch euren Stellplatz selber suchen.

Dabei gilt zu beachten:

  • Haltet Abstand zu Häusern.
  • Campt nicht auf privaten Flächen oder landwirtschaftlich genutzten Flächen.
  • Respektiert die Natur, Wildtiere und Weidetiere.
  • Fahrt nicht querfeldein, um zu einem Stellplatz zu kommen. Nutzt stattdessen vorhandene Fahrspuren.
  • Hinterlasst keinen Müll oder Essensreste
  • Vergrabt euren biologischen “Müll” nach der Morgentoilette.

Wie wir unsere Stellplätze gefunden haben? Wir haben in der kostenfreien App Maps.Me nach gestrichelten Linien gesucht, die sich im Nichts verlieren. Meistens wurden wir da fündig. Manchmal gab es auch bereits in der Karte Hinweise auf mögliche Campingplätze. Außerdem haben wir die App iOverlando genutzt. Naja, viel Platz braucht man mit dem kleinen Lada Niva ohnehin nicht fürs Camping.

Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien in den Bergen von Swanetien, Ushguli

Mögliche Stellplätze am Martvili Canyon:

Vor der Furt am halb ausgetrockneten Flussbett des Abasha (sofern es der Wasserstand des Flusses erlaubt und keine großen Regenereignisse in den höher gelegenen Bergen erwartet werden). GPS: 42°28’41.6″N 42°22’46.4″E

Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien

Mögliche Stellplätze am Svaneti Loop in Mestia:

  • Bei der alten Sowjetlodge mit Blick auf den Ort. GPS: 43°03’10.8″N 42°45’32.3″E
  • Am Fluss Mestiachala in Richtung Chalaadi Gletscher. Hier habt ihr sogar eine Frischwasserquelle in der Nähe.
Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien in den Bergen von Swanetien, Mestia

Mögliche Stellplätze am Svaneti Loop in Ushguli:

  • Campingplatz hinter dem Kloster. GPS: 42°55’18.2″N 43°01’26.6″E
  • Am Ufer des Flusses Enguri hinter dem Campingplatz
  • Am Flussufer des Enguri in Richtung Schchara Gletscher
Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien in den Bergen von Swanetien, Ushguli

Einkaufen, Essen, Geld und Tanken

Ich kaufe immer gerne in den Orten ein, die ich auch besuche. So haben auch die Locals etwas von meinem Aufenthalt. Allerdings ist das Angebot in Mestia und Ushguli äußerst begrenzt. Wenn ihr auf bestimmte Produkte nicht verzichten wollt, dann kauft das am besten vorher in einem größeren Supermarkt in Kutaissi ein.

Obst und Gemüse sowie Brot bekommt ihr in Mestia gegenüber dem zentralen Platz Seti Square in der Hauptstraße Zugdidi Jvari Mestia Lasdili.

Wenn ihr die Hauptstraße ein bisschen weiter in den Ort hinein geht, kommt ihr zu einigen Restaurants mit Blick auf den Mestiachala River. Hier lässt es sich schön sitzen.

In Ushguli haben manche Gasthäuser kleine Shops, wo ihr unter anderem Nudeln, Chips, Kekse und Brot kaufen könnt. Das Angebot ist sehr begrenzt. Allerdings könnt ihr in den meisten Gasthäusern auch Essen bestellen. Wir haben gerne im Café Koshki gegessen und Kuchenteilchen für unterwegs gekauft.

In Mestia solltet ihr genügend Bargeld abheben und euer Auto für den Svaneti Loop nochmal volltanken. Insbesondere wenn euer Auto einen so kleinen Tank hat wie der Lada Niva (42 Liter). In Ushguli gibt es weder ATM, noch eine Tankstelle. Die nächste Tankstelle ist erst wieder in Lentechi (Stand 07/2021).


Beschaffenheit der Straßen am Svaneti Loop

Die Straße zwischen Mestia und Ushguli ist bis zu sechs Monate im Jahr verschneit und nicht passierbar. Wenn ihr den Svaneti Loop zu Beginn der Saison fahren wollt, erkundigt euch vorher bei Einheimischen, ob die Strecke bereits wieder geöffnet ist. Doch auch wenn ihr zur Mitte oder zum Ende der Saison fahrt, solltet ihr vorher nachfragen, ob die Strecke passierbar ist. Aufgrund der Lage ist der Svaneti Loop besonders gefährdet für Hangrutsche oder Hangabrisse insbesondere während der niederschlagsreichen Monate von Oktober bis Mai.

Nicht verpassen! Ich habe von unserem Roadtrip in Georgien ein kleines Video zusammengestellt. Es zeigt unter anderem die Straßen im Kura Valley und in Swanetien. Es macht soooo Spaß es anzusehen. Schaut gleich mal rein.

Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien in den Bergen von Swanetien
Der erste Abschnitt zwischen Mestia und Ushguli ist asphaltiert.

Roads Svaneti Georgia
Unterspülungen der Straße, wie hier auf dem Weg nach Mestia, sind keine Seltenheit.

Kutaissi – Mestia:

Route über Zqaltubo und Martvili Canyon (221 km): Landschaftlich sehr schöne, meist befestigte Straße. Oft führt die Straße durch Dörfer und ist schwierig einsehbar. Nach etwa 115 Kilometern gelangt man auf die größere Straße, die zwar kurvig ist und stetig bergauf führt, aber zügig befahrbar ist. Tipp: plant einen Tag mehr ein und besucht unterwegs den früheren Kurort Zqaltubo, die Prometheus-Höhle und den Martvili Canyon.

Route über Sugdidi (251 km): Ihr fahrt auf den gut ausgebauten Straßen E60 und E97. Die Strecke ist zwar länger, aber einfacher befahrbar.

Mestia – Ushguli (46,5 km): Die Fahrt nach Ushguli dauert etwa zwei Stunden. Zunächst geht es auf einer asphaltierten Straße recht zügig voran. Die letzten Kilometer sind unbefestigt. Die Strecke läuft parallel zu dem Fluß Enguri. Links ragen meist die Berge steil empor und rechts geht es meist ebenso steil hinab. Manche Abschnitte sind so schmal, dass keine zwei Fahrzeige aneinander vorbeikommen. Wir hatten jedoch immer einen Ausweichplatz in der Nähe und mussten nicht zurücksetzen. Die Strecke kann bei Regen und Nebel jedoch schnell zur Herausforderung werden. Plant daher am besten einen Reservetag ein, so dass ihr in Mestia auf besseres Wetter warten könnt.

Ushguli – Zagari Pass – Lentechi (46 km): unbefestigte Piste über den Zagari Pass mit Abfahrt in Serpentinen. Im Flusstal des Zseskho wurden im Sommer 2021 über eine lange Strecke Straßenbauarbeiten durchgeführt und einzelne Abschnitte waren bereits befestigt.

Sasaschi – Lentechi – Kutaissi (118 km): Hier fahrt ihr auf einer befestigten Straße. Je näher ihr nach Kutaissi kommt, umso besser wird sie. Tipp: wenn ihr auf dem Hinweg noch keinen Zwischenstopp in Zqaltubo gemacht habt, dann habt ihr jetzt nochmal die Gelegenheit dazu.

Roads Svaneti Loop Georgia
Hier wird gebaut.
Lada Niva mit Dachzelt beim Roadtrip Georgien in den Bergen von Swanetien
Kurz hinter dem Zagari Pass reicht ein Gletscher bis an die Straße.

Fazit – lohnt sich der Svaneti Loop?

Ein klares JA! Uns hat es in Swanetien so gut gefallen, dass wir sogar unsere restlichen Reisepläne etwas über den Haufen geworfen und unseren Roadtrip in Swanetien verlängert haben. Außerdem war das Wetter dort viel besser als in der Kazbek Region, wo wir eigentlich hin wollten. Letzere haben wir dann auf unsere nächste Georgien Reise verschoben. Denn dass wir nochmal zurück kommen und einen weiteren Roadtrip in Georgien machen, war uns schnell klar. Und ganz sicher wieder mit einem der coolen Lada Niva von Overlando.

Jeder der Natur, Wandern, Abgeschiedenheit und holprige Straßen mag, wird den Svaneti Loop lieben. Ein Allradfahrzeug ist hier jedoch ein must have. Aber das macht ja auch den Reiz der Strecke aus. Der Lada Niva hat alle Strecken problemlos gemeistert. Wichtig ist natürlich, ein Zeitfenster mit gutem Wetter zu erwischen. Optimal wäre es daher, wenn euer Zeitplan etwas flexibel ist. Denn bei Regen macht das Fahren auf den Pisten keinen Spaß und kann je nach Intensität auch ein bisschen riskant sein.

Und wie war der Lada Niva mit Dachzelt?

Der kleine Lada Niva hat alle Strecken super gemeistert. Mit unserem vielen Gepäck war alles am Anfang etwas eng. Aber wir haben uns schnell eingewöhnt und unsere Sachen optimal im Auto verteilt. Das Dachzelt war geräumig und einfach auf- und abzubauen. Perfekt waren die Fenster im Dachzelt. Von denen konnten wir gleich nach dem Aufwachen die Berge sehen oder die Hunde, die neben unserem Lada Niva geschlafen haben. Overlando hat die Lada Niva außerdem mit einer Küchenkiste inklusive Gaskocher sowie Campingstühlen und einem kleinen Tisch ausgestattet. Was braucht man mehr?

Bei so einem Ausblick bleibt man auch mal länger im Zelt liegen.

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