Lofoten und Vesterålen – Highlights im Winter

Lofoten und Vesterålen - Highlights im Winter
Lofoten und Vesterålen - Highlights im Winter

Lofoten und Vesterålen, Norwegen. Warum die Lofoten nicht mal im Winter bereisen? Die schroffe Landschaft der Inseln sieht mit Schnee einfach fantastisch aus. Die bunten Holzhäuser wirken noch bunter und die Fischgestelle fangen an, sich zu füllen. Wenn ihr etwas Glück habt, könnt ihr sogar Wale und Polarlichter sehen. Die langen Dämmerungs-Phasen geben zudem ein tolles Licht zum Fotografieren. Hier möchte ich euch einige Highlights für einen Besuch der Lofoten und Vesterålen im Winter vorstellen. Außerdem findet ihr noch Tipps für tolle Fotolocations.


Inhaltsübersicht und Schnellnavigation

Die Lofoten und Vesterålen – was erwartet euch da im Winter?
Roadtrip im Winter
Die Unterkunft – Tradition und Gemütlichkeit im Rorbu
Stockfischkultur – Fische über Fische
Ziele im Winter – Highlights und Tipps zu Fotolocations
1. Vesterålen – Wale und Seeadler in Andenes
2. Fischereigestelle bei Svolvær
3. Geschichte der Lofotfischerei im Lofotmuseet Kabelvåg
4. Fischerdorf Henningsvær
5. Nusfjord – einer der schönsten Orte der Lofoten
6. Die Kirche von Flakstad
7. Kvalvik – Wanderung zur Bucht mit Surfer-Hütte
8. Sildpollnes Kapelle am Austnesfjord
9. Fischerdorf Å i Lofoten – Fischereimuseum
10. Rorbuer von Hamnøy und Reine
11. Polarlichter – Highlight im Winter
Buchempfehlungen


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Die Lofoten und Vesterålen – was erwartet euch da im Winter?

Wie eine dünne Schicht Puderzucker bedeckt der Schnee die Berge. Vom Gipfel des Tjeldbergtinden können wir die zerklüftete Landschaft der Ostküste weit überblicken. Wir sind ganz alleine hier oben, keine anderen Wanderer weit und breit. Was bei unseren Wanderungen im Winter normal war, wird man im Sommer auf den Lofoten hingegen eher seltener erleben: das Gefühl alleine in einer unberührten Natur zu sein. Denn in der Hauptsaison von Juni bis August überollt eine Welle von Wohnmobilen die Lofoten. Die Inseln sind dann nahe an Ihrer Kapazitätsgrenze.

Atemberaubende Berglandschaften, tief eingeschnittene Fjorde und dazu weiße Sandstrände – das sind die Lofoten. Beschauliche Fischerdörfer, bunte Holzhäuser und Fischgestelle prägen dabei das Bild der Landschaft. Die Inseln sind ein Paradies für Naturliebhaber, Wanderer und alle Outdoor-Begeisterten. Für Fotografen bietet die dramatische Landschaft außerdem eine perfekte Kulisse.

Die Lofoten – zu deutsch „der Luchsfuß“ – liegen in Norwegen zwischen dem 67. und 68. Breitengrad. Das entspricht etwa 100 bis 300 km nördlich des Polarkreises. Die Inselgruppe besteht aus etwa 80 einzelnen Inseln. Die Hauptinseln sind dabei über Brücken oder Tunnel miteinander verbunden. Im Norden von den Lofoten schließt sich die Inselgruppe der Vesterålen an. Hier ist die Landschaft etwas flacher und es gibt zudem gute Möglichkeiten für Walbeobachtungen.

Begünstigt durch den Golfstrom haben die Lofoten auch im Winter ein sehr mildes Klima. Der kälteste Monat ist der Februar mit einer Durchschnittstemperatur von −2 °C. Im wärmsten Monat Juli liegen die Temperaturen jedoch nur bei 12–14 °C.

Da Wind und Wellen meist von Westen kommen, sind die Ostseiten der Inseln stärker besiedelt. Die meisten Ortschaften findet ihr also an der Ostküste. Die Landschaft wird von Norden nach Süden hin bergiger und hat mit bis zu 1.200 Metern Höhe einen alpinen Charakter.

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Roadtrip im Winter

Für unsere Winterreise auf die Lofoten und Vesterålen sind wir bis Bodø geflogen und haben uns dort einen Mietwagen genommen. Die Reifen von dem kleinen VW Up hatten Spikes, so dass wir uns auf den vereisten kurvigen Straßen stets sicher fühlten. Auf dem Hinweg sind wir zuerst nach Tromsø und anschließend über die Landverbindung „Lofast“ auf die Inseln gefahren. Für den Rückweg haben wir die Fähre von Moskenes bis zurück nach Bodø genommen. Von der Fähre aus habt ihr dann nochmal einen tollen Blick auf die sogenannte Lofotenwand, also das Bergpanorama der Inseln.

Wir sind die Inseln vom Norden der Vesterålen bis an die südlichste Spitze der Lofoten gefahren. Das hatte den Vorteil, dass die Landschaft immer spektakulärer wurde, denn die Lofoten werden zum Süden hin immer bergiger und zerklüfteter.

Die Straßenverhältnisse waren gut, jedoch der Jahreszeit entsprechend. Plant lieber etwas mehr Zeit für die einzelnen Etappen ein, dann habt ihr auch mehr Zeit, um mal rechts ranzufahren und den Blick über die Landschaft zu genießen.

Die Lofoten sind sehr beliebt für Fotoreisen in Norwegen. Daher könnt ihr in der Karte neben unserer gefahrenen Route auch unsere liebsten Fotolocations sehen. Mit einem Klick auf die Symbole könnt ihr die zugehörigen Fotos als kleinen Vorgeschmack sehen.

Und wenn ihr etwas mehr Zeit zur Verfügung habt: Wie wäre es, den Roadtrip in Norwegen noch etwas auszudehnen und Tromsø einen Besuch abzustatten? Hier erfahrt ihr mehr über Tromsø – dem Tor zur Arktis.

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Die Unterkunft – Tradition und Gemütlichkeit im Rorbu

Rorbuer sind kleine Hütten in direkter Nähe zum Wasser, die einst den Fischern während der jährlichen Dorschfischerei von Januar bis April als Quartier dienten. Es gibt Rorbuer im ganzen Norden von Norwegen. Zumeist werden sie aber mit den Lofoten assoziiert. Das Wort setzt sich zusammen aus ro (rudern) und bu (wohnen). Sie sind aus Holz gebaut und meistens mit der damals günstigen roten Tranfarbe als Schutz angestrichen. Manchmal stehen sie auf Stelzen zur Hälfte im Wasser und ermöglichen so den direkten Zugang zu den Booten. Meist stehen gleich mehre Rorbuer beieinander. Sie sind immer ein tolles Fotomotiv und von innen urgemütlich.

Die traditionellen Rorbuer bestanden aus einem Vorraum für die Ausrüstung und einem Hauptraum. In diesem hat oft die gesamte Bootsmannschaft geschlafen, gekocht und gegessen. Meist gehörten sechs Männer zu einer Bootsmannschaft. Wie so ein damaliges Rorbur eingerichtet war, zeigt das Lofotmuseet bei Kabelvåg.

Die ersten Rorbuer ließ König Øystein I. während des frühen 12. Jahrhunderts auf den Lofoten bauen. Meist waren sie Eigentum des Ortes und wurden an die Fischer vermietet. Manche gehörten hingegen den Fischern selbst. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Fischerboote dann größer und wurden damit gleichzeitig zum Quartier für die Besatzung. Die Rorbuer verloren deshalb ihre Bedeutung und verfielen, viele wurden abgerissen. In den 60er Jahren wurde jedoch begonnen, gut erhaltene Rorbuer zu modernen Ferienwohnungen für Touristen umzubauen. Sie bieten ein originelles, urgemütliches Urlaubsquartier, das zudem typisch für Nordnorwegen ist.

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Die Lofotfischerei – Stockfisch und Fischgestelle

Ein Meer aus Fischen öffnet sich vor meinen Augen. Ich schaue genauer hin. Auf dem linken Gestell hängen nur Fischköpfe, jeweils mehrere zu einem Bündel zusammen gebunden. Auf dem Gestell rechts hängen hingegen die Körper, jeweils paarweise zusammengebunden. Es ist Februar und langsam füllen sich die riesigen hölzernen Fischgestelle, die ihr fast überall auf den Lofoten entdecken könnt und ein klassisches Highlight der Inseln sind. Bis etwa Juni bleiben die Fische in der freien Luft hängen und trocknen währenddessen in dem speziellen Seeklima der Lofoten zu einer regionalen Spezialität.

Die Fischerei ist neben dem Tourismus die Haupteinnahmequelle der Lofoten und blickt zudem auf eine lange Tradition zurück. Angelockt von den geschützten Buchten der Inselgruppe und dem warmen Wasser des Golfstroms kommen jedes Jahr zwischen Januar und April Dorsche von der Barentsee zu den Lofoten, um hier zu laichen.

Mit den Dorschen kamen auch die Fischer aus allen Teilen des Landes in den Norden von Norwegen zu der jährlichen Lofotfischerei und mit Hoffnung auf einen großen Fang. Die Lofotfischerei hat eine lange Tradition und reicht dabei bis etwa 1000 Jahre zurück. Der Fischreichtum hat die Lofotfischerei somit weltberühmt gemacht. Der gefangene Fisch wird anschließend getrocknet und zu Stockfisch weiter verarbeitet. Es ist ein haltbares und beliebtes Nahrungsmittel.

Probieren könnt ihr Stockfisch in den lokalen Restaurants. Hier werden verschiedene Variationen angeboten, die sich aus der jeweiligen Hängezeit des Fisches ergeben. Etwas ganz besonderes und vor allem damals bei den Kindern der Fischer heiß begehrt sind die Dorschzungen.

Gegen Ende des 19. Jh. wurden während der Hauptfangsaison über 30.000 Fischer gezählt. Heute arbeiten noch etwa 5.000 Lofoter hauptberuflich als Fischer. Doch die Lofot-Fischerei ist nicht mehr das, was sie früher einmal war. Nur noch größere Städte wie Svolvær können von der Fischverarbeitung leben. Kleinere Orte finden hingegen ihr Auskommen im Tourismus, oder in der Aquakultur.

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Ziele im Winter – Highlights und Tipps zu Fotolocations

Jetzt gehts ins Detail und es gibt jede Menge Inspiration für eure Reiseplanung. Hier berichte ich euch von den Highlights unserer Reise auf den Lofoten und Vesterålen im Winter. Von unseren schönsten Zielen, unseren Wanderungen, Walsichtungen und unseren liebsten Fotolocations. Ich fange im Norden der Vesterålen an und folge dann der in der Karte eingezeichneten Route bis zu dem südlichsten Dorf der Lofoten, mit dem einprägsamen Namen Å.

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1. Vesterålen – Wale und Seeadler in Andenes

Das Örtchen Andenes auf den Vesterålen war eigentlich der Hauptgrund für unsere gesamte Reise. Nur hier gab es damals die Möglichkeit, mit Orcas zu schnorcheln. Du hast richtig gelesen. Schnorcheln mit Orcas in eiskaltem Wasser, mitten im Winter, 300 km nördlich vom Polarkreis. Warm eingepackt in Thermounterwäsche und Trockenanzug samt Kopfhaube und Handschuhen ging es auf die Suche nach Orcas. Im Winter folgen die Orcas den Heringen in die Buchtenim Norden von Norwegen. Wie jedoch oft in der Natur, sind die Bewegungen der Tiere nicht genau vorhersehbar. Wir hatten leider Pech und haben keine Orcas gesehen. Zugleich hatten wir aber auch Glück, denn wir haben gleich mehrere Pottwale und auch Seeadler während unserer Bootsfahrt beobachten können.

Das Team von Sea Safari Andenes hat diese Touren viele Jahre in Andenes angeboten. Da die Orcas nun aber weniger häufig vor Andenes gesichtet werden, gibt es die Schnorcheltouren jetzt etwas weiter nördlich in Skjervøy. Allerdings nur noch in den Monaten November und Dezember. Wenn ihr mit Orcas schnorcheln wollt, dann kontaktiert am besten vorher Sea Safari Andenes und fragt nach den Zeiträumen mit der besten Sichtungswahrscheinlichkeit.

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2. Fischereigestelle bei Svolvær

Auf der Insel Kieøya, westlich von Svolvær bieten sich viele tolle Fotogelegenheiten. Am eindrucksvollsten fand ich die Trockengestelle für den Stockfisch, von denen die meisten voll beladen waren. Daneben könnt ihr auch noch Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg entdecken oder die Mole bis zur vordersten Spitze laufen, wo die Statue einer Fischersfrau steht.

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3. Geschichte der Lofotfischerei im
Lofotmuseet Kabelvåg

In diesem teils Freilicht-, teils Indoor-Museum könnt ihr in die Zeit der Lofotfischerei eintauchen. Es gibt mehrere Nordlandboote zu sehen sowie traditionell eingerichtete Rorbuer und Bootshäuser. Am Hang, oberhalb der Rorbuer tront das Hauptgebäude aus dem Jahr 1815. Das Lofotmuseet Kabelvåg zeigt eine Ausstellung über die Fischerei auf den Lofoten, Häfen und Küstenleuchttürme und traditionelles Kunsthandwerk.

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4. Fischerdorf Henningsvær

Das kleine Fischerdorf Henningsvær zählt grade mal 510 Einwohner. Es liegt auf zwei vorgelagerten Inseln an der Südspitze der Insel Austvågøya. Es ist über Brücken erreichbar und schon alleine die Anfahrt nach Henningsvær ist beeindruckend. Am Dorfeingang kann das Auto auf einem großen Parkplatz abgestellt werden, dann gehts zu Fuß weiter, an Fischerhütten entlang bis zum Hafen. Hier habt ihr einen tollen Blick auf die bunten Fischerboote. Folgt ihr der Straße weiter, kommt ihr zunächst zum Fußballplatz mit Kunstrasen und dann zu den dahinter gelegenen Fischgestellen. Hier öffnet sich dann eine wilde Szenerie mit tollen Fotomöglichkeiten aus Felsen, Kliffen und halb umgestürzten Fischgestellen. Auch bei Tauchern und Schnorchlern ist Henningsvær beliebt.

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5. Nusfjord – einer der schönsten Orte der Lofoten

Das kleine Örtchen Nusfjord soll eines der schönsten auf den Lofoten sein. Denn gelb und rot gestrichene Rorbuer aus dem 18./19. Jahrhundert reihen sich fotogen am Ufer des Fjords auf. In den Jahren 1823 und 1843 kaufte die Familie Dahl das Dorf und baute es schließlich bis 1989 zum führenden Fischerdorf von Lofoten aus. Heute ist das Dorf ein Freilichtmuseum, dessen Gebäude im Sommer gegen Eintritt besichtigt werden können. Viele der Rorbur sind inzwischen als Ferienwohnungen hergerichtet. Über Holzstege geht ein Weg hinauf zu einem kleinen Aussichtspunkt auf den Felsen.

Das Dorf Nusfjord und der Ort Nesland sind über einen historischen Fischerweg miteinander verbunden. Heute ist dieser Weg eine gekennzeichnete Wanderstrecke, die wir von Nesland aus etwa bis zur Hälfte gewandert sind. Aufgeweichte Wege und Schneesturm zwangen uns dann jedoch zum umkehren.

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6. Die Kirche von Flakstad

Die rote Holzkirche wurde 1780 im Kreuzstil erbaut und bietet Platz für etwa 300 Personen. Leider war sie jedoch verschlossen und wir konnten sie daher nicht von innen sehen. Aber auch von aussen ist sie mit ihren roten Holzpaneelen, weißen Fensterrahmen und dem kleinen Zwiebelturm ein stimmungsvolles Fotomotiv.

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7. Kvalvik – Wanderung zur Bucht mit Surfer-Hütte

Der Film „North of the sun“

Wer von euch 2014 bei der E.O.F.T. (European Outdoor Film Tour) war, der kennt sie bereits. Die Bucht Kvalvika (dt. Walbucht) auf der Ostseite der Insel Moskenesøya. Aber vor allem kennt ihr den Film „North of the sun“ von den beiden Surfern Inge Wegge und Jørn Nyseth Ranum. Die beiden Norweger lebten einen Winter in einer aus Treibgut selbstgebauten Hütte am Strand. Sie ernährten sich währenddessen von abgelaufenen Lebensmitteln, die sie umsonst aus den Läden mitnehmen durften. Ohne Komfort oder Unterstützung lebten sie schließlich neun Monate in einer kargen abgeschiedenen Bucht nördlich des Polarkreises. Sie surften dort, wo es grade im Winter die tollsten Wellen gibt. Und sie sammelten außerdem angeschwemmten Müll. Insgesamt drei Tonnen wurden am Ende ihres Aufenthaltes von einem Hubschrauber abtransportiert.

Wir waren beeindruckt von ihrer Geschichte und machten uns auf die Suche nach der kleinen Hütte. Sie steht noch immer am selben Fleck und ist frei zugänglich. Dabei ist sie komplett ausgestattet mit einem kleinen Ofen, Isomatten und Decken. An den Wänden hängen außerdem Fotos. Daneben hängt ein Zettel, auf dem Inge und Jørn ihre Geschichte erzählen. Besucher werden zum Verweilen oder zum Übernachten eingeladen. Ein anderer Zettel motiviert, das Projekt weiterleben zu lassen, seinen Teil beizutragen und dafür selber einen Müllbeutel mit angeschwemmtem Abfall zu füllen. Ein tolles Projekt, finde ich, das einem wieder einmal zeigt, mit wie wenig man doch glücklich sein kann. Und wie einfach man der Natur zudem etwas Gutes tun kann. Wenn ihr den Film noch nicht kennt, dann schaut mal unter www.northofthesun.no.     

Wanderung zur Bucht und Hütte

Die Wanderung in die Bucht Kvalvika zählt zu den Highlights auf den Lofoten und ist auch im Winter gut machbar. Die Bucht ist dabei nur zu Fuß oder per Boot erreichbar und bietet tolle Campingmöglichkeiten. Startpunkt ist ein kleiner Parkplatz ca. 3 km hinter dem Örtchen Fredvang. Der Weg beginnt auf der gegenüberliegenden Straßenseite und ist nicht zu übersehen. Er führt zunächst über Steinplatten und durch ein kleines Birkenwäldchen. Schon bald wird die Gegend sumpfig und es sind Holzbohlen ausgelegt. Es folgt ein etwas steilerer Anstieg und nach etwa 45 Minuten ist der höchste Punkt erreicht. Bald öffnet sich der Blick auf die Bucht. Der Pfad hoch und runter ist felsig und nicht genau definiert. Aber die Richtung ist eindeutig erkennbar. Nach etwa zwei Kilometern und 160 Höhenmetern habt ihr den Strand erreicht. Ihr findet die Hütte wenn ihr euch links haltet, etwa auf halbem Wege zwischen Bergen und Strand.

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8. Sildpollnes Kapelle am Austnesfjord

Von Norden kommend liegt auf der linken Seite der Strasse ein Rastplatz mit Aussichtspunkt auf den Austnesfjord. Von hier bietet sich ein toller Blick auf die Sildpollnes Kapelle. Besonders schön ist der Blick in den Abendstunden, wenn sich der Himmel färbt.

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9. Fischerdorf Å i Lofoten – Fischereimuseum

Das norwegische Fischereimuseum in Å i Lofoten ist eher ein Museumsdorf. Die 23 Museumsgebäude verteilen sich dabei rund um den Hafen. Gezeigt werden Fischerhütten (Rorbuer), Bootshäuser, eine Schmiede, eine Trankocherei und eine Bäckerei. Neben Booten wird auch verschiedenste Fischereiausrüstung präsentiert und es bieten sich tolle Möglichkeiten für Detailfotos von Netzen oder Bojen. Insbesondere bei Regenwetter ist ein Museumsbesuch eine interessante Option. Die Gebäude sind 100 bis 200 Jahre alt und zeigen traditionell mit ihrer Farbgebung die ihnen zugedachte Funktion an. Die Häuser der Dorfbesitzer sind in weiß gestrichen, die der Kaufleute hingegen in blau und die der Fischer in rot.

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10. Rorbuer von Hamnøy und Reine

Die Rorbuer von Hamnøy sind eine der beliebtesten Fotolocations der Lofoten. Sowohl bei Tage, als auch bei Nacht und im besten Falle mit Polarlichtern ist der Blick fantastisch. Die roten Rorbuer werden dabei überragt von dem 700 m hohen Lilandstinden.

Der kleine Fischerort Hamnøy liegt auf der mit einem Damm verbundenen Insel Hamnøya am Beginn des Reinefjorden. Hamnøy zählt zu den traditionsverbundensten Fischerdörfern von Moskenesøy. Die Rorbuer sind heute als Ferienwohnungen hergerichtet.

Der Fahrt bis zum Nachbarort Reine erfolgt über 3 Brücken. Auf dem Weg dorthin könnt ihr die wunderschönen gelb gestrichenen Rorbuer von Sakrisøy sehen (s. Titelbild). Von der letzten Brücke vor Reine habt ihr zudem einen tollen Blick auf die Rorbuer von Reine.

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11. Polarlichter – Highlight im Winter

Sie zählen zu den schönsten Erlebnissen, die man im Winter im Norden haben kann. Ein absolutes Highlight auf den Lofoten und Vesterålen im Winter. Die Polarlichter, oder auch Aurora Borealis genannt. Sie haben mir den Schlaf geraubt, denn wenn sie erschienen, konnte ich mich nicht mehr losreißen. Und wenn sie nicht erschienen, dann musste ich zumindest ständig erneut einen prüfenden Blick aus dem Fenster werfen.

Es gibt mehrere Polarlicht-Vorhersage-Apps, die euch die Suche erleichtern. Denn diese informiert euch wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter an eurem Standort ist. Dazu nutzt die App den sogenannten KP-Index. Darüber hinaus bietet euch die App eine Prognose für die kommenden Stunden und Tage. Wichtig ist darüber hinaus natürlich auch noch die Wettervorhersage. Denn wenn es bewölkt ist, sind die Polarlichter leider hinter den Wolken verborgen. Der Grad der Bewölkung kann je nach Standort unterschiedlich sein. Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Vorhersage in den Nachbarorten.

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Buchempfehlungen

Die Lofotfischer – Der letzte Wiking von Johann Beuer

Der Roman aus dem Jahre 1924 beschreibt sehr bildhaft die Lofotfischerei und das Leben der Fischer zu damaligen Zeiten. Es gibt Einblicke in die Schicksale der Fischer und lässt euch die Lofoten noch intensiver erleben. Ihr werdet Dörfer, die im Roman beschrieben werden, selber besuchen und die Rorbuer-Häuser mit anderen Augen sehen.

Leider ist das Buch vergriffen und kann nur als gebrauchtes Exemplar z.B. bei Amazon bezogen werden.

Handlung des Romans: Kristaver Myran fährt mit seiner Mannschaft zum alljährlichen Lofot-Fischfang. Ersatmals nutz er sein neues Boot „Robbe“ und erstmals ist auch sein ältester Sohn Lars dabei. Es geht um Fischfang und Geld, Kälte und Sturm, Rorbuer und Boote, Heimweh und Überlebenskampf. Doch die Lofotfischer kämpfen nicht nur gegen Sturm und Wellen an. Sie erkämpfen sich auch Zugang zum Trollfjord, dessen Einfahrt im Winter 1890 von Dampfbooten blockiert wurde. Denn diese wollten den Trollfjord mit Senknetzen selber abfischen, die Nordlandboote sollten hingegen nur gegen Bezahlung fischen dürfen. Berühmt wurde dieser Kampf als „Die Schlacht vom Trollfjord“. Es war der erste große Kampf zwischen kapitalkräftigen Unternehmen und einfachen Fischern um die Ressourcen des Meeres.

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Lofoten: Mit 12 Inselrouten, 20 Wanderungen von Michael Möbius und Annette Ster

Das Standardwerk über die Lofoten. Es enthält Beiträge über Land und Leute, Geologie, Klima und Wetter, Flora und Fauna, Kunst, Fischfang und Angeln. Weiter geht es im praktischen Teil mit Auskünften zu Reisevorbereitung, Unterkunft, Essen und Trinken und Aktivitäten. Außerdem beschreibt das Buch 12 Inselrouten inklusive der sogenannten Wal-Route zu den benachbarten Vesterålen. Das Buch schließt ab mit Beschreibungen für 20 Wanderungen in der Bergwelt zwischen Fjorden: verschiedene Schwierigkeitsgrade inkl. aller notwendigen Angaben.

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Rother Wanderführer Lofoten und Vesteralen von Andrea Kostial und Tobias Kostial

Der Rother Wanderführer »Lofoten und Vesterålen« stellt die 60 schönsten Touren nördlich des Polarkreises vor. Die Routen reichen von familientauglichen Küstenspaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Bergbesteigungen. Das Buch liefert alle wichtigen Infos zur Infrastruktur jeder Wanderung, dazu präzise Wegbeschreibungen, Kartenausschnitte mit eingezeichnetem Routenverlauf und aussagekräftige Höhenprofile. GPS-Tracks gibt es zum Download von der Internetseite des Bergverlag Rother.

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Wart ihr selber schon mal auf den Lofoten, vielleicht sogar im Winter? Wie hat es euch gefallen? Habt ihr noch Fragen zu meinem Artikel oder weitere Anregungen? Wenn ja, dann schreibt mir doch einen Kommentar!


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