Mit der Lhasabahn nach Tibet – Tipps für eure Reise

Mit der Lhasabahn aufs Dach der Welt
Mit der Lhasabahn aufs Dach der Welt

China – Tibet. Mit dem Zug nach Lhasa zu fahren ist ein Abenteuer und ein riesen Spass zugleich. Wenn ihr die chinesische und tibetische Kultur intensiv erleben wollt, für einige Zeit auf Privatssphäte und eine Dusche verzichten könnt, kann ich euch eine Zugfahrt mit der Lhasabahn aufs Dach der Welt wärmstens empfehlen. Die Strecke ist einfach atemberaubend. Und das nicht nur wegen der Höhe von durchschnittlich 4.000 m. Die Weite der Landschaft bringt die Gedanken zur Ruhe, während schneebedeckte Bergspitzen, Flüsse und Seen regelmäßig zu Gedränge an den Fenstern sorgen. In meinem folgernden Artikel erfahrt ihr alle meine Tipps für eure Reise mit der Lhasabahn nach Tibet.


Inhaltsübersicht und Schnellnavigation

Zur Einstimmung auf die Zugreise nach Tibet
Slow Travel – eine tolle Art zu Reisen
Die Strecke der Lhasabahn aufs Dach der Welt
Von Xining nach Lhasa – Ein paar Bilder
Ticketklassen und Preise der Lhasabahn
Tipps für euren Ticketkauf für die Lhasabahn
Abholen der Tickets am Bahnhof
Tipps für die Organisation des Gepäcks in der Lhasabahn
Orientierung am Bahnhof Xining
Wie ihr euren Wagen und euer Bett findet
Wohin mit dem Gepäck?
Ausstattung in der Hard Sleeper Klasse
Höhenkrankheit
Das leibliche Wohl
Tipps für die Packliste für die Lhasabahn
Ankunft in Lhasa

Zur Einstimmung auf die Zugreise nach Tibet

Durch meine Ohropax dringt ein gepämpftes Rumpeln. Ich spüre das Vibrieren der Räder und die Unebenheiten der Gleise. Vom Gang her scheint Licht in unsere dunkle Kabine. Ich rolle mich auf meine andere Seite, vorsichtig, um nicht aus dem schmalen obersten Bett zu fallen. Ein Blick auf den Höhenmesser lässt mich aufatmen. Nach vier Stunden Fahrzeit, es ist 23:30 sind wir wieder unter 3.000 m. Endlich schlafe ich ein.

Als ich morgens aufwache sind wir auf 4.200 m. Ich blicke in eine hügelige Landschaft, die mit Puderzucker überzogen ist. Am Horizont erheben sich höhere Berge mit schneebedeckten Spitzen. Ab und zu kann ich Wildesel, tibetische Antilopen oder Yaks ausmachen, manchmal auch eine Nomadenhütte. Immer wieder gibt es kleine Häuschen von Streckenposten entlang der parallel verlaufenden Strasse und ab und zu passieren wir eine Siedlung. Ich freue mich auf den Tag im Zug, der vor mir liegt.

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Slow Travel – eine tolle Art zu Reisen

Reisen mit dem Zug erzeugen weniger Kohlendioxid als Reisen mit dem Flugzeug. Allein das ist schon Grund genug, öfters mit dem Zug zu reisen. Doch es gibt noch mehr Vorteile gegenüber dem schnellen Reisen im Flugzeug. Denn man nähert sich einem neuen Land oder einer neuen Kultur langsamer an und hat mehr Zeit, um die Veränderungen bewußter wahrzunehmen.

Ich fühle mich beim Slow Travel weniger fremd und stattdessen mehr verbunden mit meinem Reiseziel und den Menschen, die dort leben. Also irgendwie mehr wie ein Reisender als wie jemand, der nur konsumiert. Zudem schult eine Zugreise wie diese die eigenen Reisefähigkeiten, das Selbstvertrauen sowie die eigene Offenheit. Und eine Langstreckenzugfahrt hat immer das Potential für tolle Reisegeschichten.

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Die Strecke der Lhasabahn aufs Dach der Welt

Es gibt mehrere Bahnlinien, die nach Lhasa fahren. Die meisten Reisenden entscheiden sich jedoch für den Zug von Xining in der Provinz Qinghai nach Lhasa. Denn dies ist die kürzeste Zugreise nach Tibet mit nur einer Nacht im Zug. Die Strecke hat zudem die schönsten Landschaften zu bieten. Der Zug fährt sogar fünfmal täglich und benötigt für die Strecke von 1.956 km etwa 21 Stunden. Wenn ihr hingegen länger mit dem Zug unterwegs sein wollt, könnt ihr die längere Strecke von Beijing nach Lhasa wählen. Hier fährt der Zug jedoch nur einmal täglich und es ist entsprechend schwieriger ein Ticket zu ergattern.

Wir haben uns für Xining als Startbahnhof entschieden, da wir so flexibler bei der Wahl der Abfahrtszeit waren. Denn wenn ihr abends in Xining losfahrt, dann fahrt ihr durch die schönste Landschaft bei Tageslicht. Wenn ihr aus Beijing losfahrt, habt ihr in dieser Hinsicht keine Wahlmöglichkeit und die schönste Landschaft werdet ihr nur im Dunkeln erleben.

Außerdem hat Xining einiges zu bieten. Und wenn ihr ein paar Tage in Xining auf 2.200 m Höhe verbringt und vielleicht auch noch einen Tagesausflug zu dem Qinghai See auf 3.200 m macht, habt ihr schon eine ganz gute Höhenanpassung.

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Von Xining nach Lhasa – Ein paar Eindrücke von der Strecke

Die Fahrt führt uns am Nachmittag am Cona Lake vorbei. Dieser ist ein heiliger See für die Tibeter und zudem eines der am höchsten gelegenen Frischwasserreservoire. Am Ufer des Sees fliegen Schwarzhalskraniche auf, Gänse und Enten suchen Futter im Wasser, Möven fliegen knapp über dem Wasser oder putzten am Ufer ihr Gefieder.

Entlang der Strecke gibt es unzählige kleine Polizeistationen. Jede von ihnen trägt eine Chinaflagge. Sobald wir vorbeifahren treten die Polizeiposten in ihren gelben Warnwesten hervor und salutieren.

Wir fahren an kleinen Siedlungen vorbei. Kleine eingeschossige Steinhäuser, weiss, das Dach mit bunten Gebetsfahnen geschmückt. Um die Häuser herum ist ein ummauerter Hof, neben diesem grenzt direkt ein zweiter Hof mit Unterständen für das Vieh an. Die Wege sind unbefestigt, an den Wegrändern stehen Mopeds und ältere Autos. Gegen Mittag sehen wir immer mehr Yaks und Schafe auf den Weidegründen neben der Bahnstrecke. Es ist Lunchtime, fast jeder rührt seine Instantnudeln in den bunten Plastikverpackungen an. Im Wagen breitet sich aus allen Richtungen genüssliches Schmatzen und Rülpsen aus.

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Ticketklassen und Preise der Lhasabahn

Es gibt in der Lhasabahn drei verschiedene Klassen. Die im Folgenden genannten Preise gelten für ein einfaches Ticket von Xining nach Lhasa in der Sommersaison.

  • Die Soft Sleeper Klasse (1. Klasse) mit 4 Betten je Kabine. Hier ist es gemütlicher als in der Hard Sleeper Klasse, es gibt Türen für mehr Privatsphäre und Ruhe. Tickets gibt es für etwa 105 Euro.
  • Die Hard Sleeper Klasse (2. Klasse) ist mit 67 Euro deutlich günstiger. Jede Kabine hat 6 Betten. Da viele Einheimische in den Hard Sleeper Kabinen reisen, seid ihr weniger touristisch unterwegs.
  • Die Hard Seats sind mit einem Preis von 29 Euro die günstigste Reisemöglichkeit nach Lhasa, aber dafür mit null Komfort.

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Tipps für euren Ticketkauf für die Lhasabahn

Schon der Erwerb eines Tickets für die Lhasabahn war ein kleines Abenteuer für sich. Denn der Ticketkauf forderte von uns Flexibilität, schnelles Umdenken und Handeln. Und ehe wir uns versahen, hatten wir unsere erste Änderung im Reiseplan noch bevor die Reise losging.

Es läuft etwas anders ab als in Deutschland. Ihr könnt eure gewünschten Tickets 60 Tage vor dem geplanten Abfahrttermin unter trip.com reservieren. Kaufen könnt ihr sie allerdings noch nicht. Etwa vier Wochen vor der Reise werdet ihr dann von trip.com benachrichtigt, ob eure Reservierung Erfolg hatte und euch die Tickets ausgestellt werden. Wenn ihr Glück habt, bekommt ihr also die Tickets. Wenn nicht, dann habt ihr jetzt die Gelegenheit, einen anderen Zug oder eine andere Klasse auszusuchen. Und jetzt müsst ihr schnell sein, denn die Züge sind in kürzester Zeit ausgebucht. Man kann im wahrsten Sinne des Wortes dabei zusehen.

Das Buchungssystem vergibt die Betten nach einem Zufallsprinzip. Es versucht zwar, benachbarte Betten zu belegen, aber ihr könnt da leider nichts beeinflussen. Ebenso habt ihr keinen Einfluss darauf, ob ihr ein unteres, mittleres oder oberes Bett bekommt. Wenn ihr mehrere Personen seid, kann es bei der Buchung auch passieren, dass eure Betten in verschiedenen Waggons liegen. Wenn ihr mit den zugeteilten Betten nicht zufrieden seid, versucht euer Glück mit einer weiteren Buchung und storniert dann die erste.

Wir hatten kein Glück mit unserer Reservierung und haben unsere Wunsch-Tickets in der Soft Sleeper Klasse nicht bekommen. Erst die dritte Buchung machte uns dann zu stolzen Besitzern von zwei Tickets für benachbarte Betten in der Hard Sleeper Klasse, allerdings im Zug zwei Tage später. Wir waren ziemlich froh, dass unser Reiseplan so viel Luft für Umplanungen hatte.

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Abholen der Tickets am Bahnhof

Doch mit dem Online Kauf ist es noch nicht getan. Ihr müsst euer Ticket am Bahnhof gegen Vorlage eures Reisepasses, der Abholnummer auf eurer Bestellung bei Trip.com und des Tibet Travel Permits abholen. Das Tibet Travel Permit ist also sozusagen eure Eintrittskarte. Ohne das geht gar nichts. Es kann jedoch nur von einer lokalen Reiseagentur für euch beantragt werden. Wir haben es erst zwei Tage vor Abfahrt des Zuges per E-Mail erhalten, normal sind etwa sieben bis zehn Tage vorher. Im Sommer 2019 sollten wir insgesamt sechs Kopien des Travel Permits mitnehmen. Abgeben mussten wir allerdings keine davon, dafür aber unzählige Male vorzeigen.

In Xining befindet sich die Abholstelle der Tickets auf der oberen Plattform des Bahnhofs, links von dem Haupteingang. Der Eintritt in den eigentlichen Bahnhof zu den Zügen ist nur nach Vorlage eines gültigen Tickets möglich. Im Untergeschoss, unterhalb des Bahnhofsvorplatzes gibt es noch mehrere Shops wo ihr noch Proviant für die Fahrt besorgen könnt.

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Tipps für die Organisation des Gepäcks in der Lhasabahn

Packt euer Gepäck am besten in mehrere Taschen: Wertsachen in einen extra Beutel, den ihr immer bei euch tragt, dann einen Beutel mit den Sachen, die ihr auf der Zugfahrt benötigt und häufiger öffnen müsst, sowie Proviant. So lauft ihr auch weniger Gefahr, dass euer großes Gepäck zu groß erscheint und aufgegeben werden muss. Bei uns wurde das Gepäck nicht gewogen oder nachgemessen. Erlaubt sind pro Person 20 kg und die Gesamtabmessungen maximal 160 cm. Wenn ihr mehr Gepäck habt, dann müsst ihr es einchecken. Dafür solltet ihr etwa zwei Stunden vor Abfahrt am Bahnhof sein. Euer Gepäck wird dann in demselben Zug im Gepäckwagen transportiert.

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Orientierung am Bahnhof Xining

Wenn ihr durch die Sicherheitskontrolle am Haupteingang durch seid, gilt es als nächstes das richtige Gleis zu finden. Ein großes Display zeigt alle Abfahrten. Die Ziele sind jedoch nur in chinesischer Schrift angegeben. Doch anhand der Abfahrtzeiten könnt ihr dann das richtige Gleis zuordnen.

Es gibt eine riesige Wartehalle mit ausreichend Sitzgelegenheiten, Imbissen, Shops und einem Supermarkt mit einer grossen Auswahl an Proviant und sogar Abfüllstationen für abgekochtes Wasser für eure Thermoskanne.

Für das Boarding müsst ihr dann nochmal euer Ticket, Reisepass und Travel Permit vorzeigen.

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Wie ihr euren Wagen und euer Bett findet

Die Nummer des Waggons und der Kabine findet ihr auf eurer Buchungsbestätigung und auf eurem Ticket. Hier steht auch, ob ihr das untere, mittlere oder obere Bett habt.

Die Nummer des Waggons steht auf dem Ticket vor dem chinesischen Schriftzeichen 车, die Nummer der Kabine vor dem Schriftzeichen 号. Welches Bett iht habt, erkennt ihr an den Schriftzeichen “上铺” für das obere Bett, “中铺” für das mittlere Bett, “下铺” für das untere Bett.

Nach dem Boarding werden vom Bordpersonal Formulare zum Ausfüllen verteilt. Alles war auf Chinesisch und da in unserer und den benachbarten Kabinen niemand Englisch sprach, blickten wir nur ratlos auf die Schriftzeichen. Später brachte uns der Waggonbetreuer die Formulare der „Passenger Health declaration“ noch auf Englisch.

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Wohin mit dem Gepäck?

Zum Verstauen des Gepäcks gibt es in der Hard Sleeper Klasse zwei Möglichkeiten: Unter dem unteren Bett oder auf den Gepäckregalen am Fußende der obersten Betten. Wertsachen solltet ihr immer bei euch tragen. Es gibt keine abschließbare Gepäckaufbewahrung. Zum Aufbewahren von kleineren Sachen gibt es zudem an jedem Bett einen Haken und ein kleines Netz.

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Ausstattung in der Hard Sleeper Klasse

Wenn ihr günstig und komfortabel mit dem Zug nach Lhasa reisen wollt, ist die Hard Sleeper Klasse die richtige Wahl. Die Betten sind nicht so hart, wie der Name erwarten lässt. Mit dem Namen ist lediglich gemeint, dass die Matratze dünner ist als bei den Soft Sleepern.

In jeder Kabine gibt es sechs Betten, die zu dritt übereinander angeordnet sind. Die Kabinen sind zum Flur hin offen, es gibt also keine verschließbaren Tür, kein Vorhänge und keine Privatsphäre. Jedes Bett ist mit einer Matratze, Decke und Kopfkissen ausgestattet. Die Betten sind mit 60 cm  x 180 cm etwas kleiner als die Soft Sleeper aber immer noch so groß wie meine Isomatte. Nur bei dem unteren Bett ist der Abstand zur Decke so hoch, dass ihr bequem darauf sitzen könnt und eine Sicht durchs Fenster habt. Ich hatte das obere Bett. Es ist nicht ganz so einfach, sich über die Trittstufen in das Bett hinein zu zirkeln. Sitzen ist nur mit gebeugtem Kopf möglich.

Auf dem Gang gibt es auch noch einen Klappsitz und einen Klapptisch je Abteil. Zwischen den beiden unteren Betten gibt es ein kleines Tischchen.

Um 22 Uhr wird das Licht in den Kabinen ausgeschaltet, dann ist Nachtruhe. Dann scheint nur noch gedämmtes Licht aus dem Flur hinein. 

Steckdosen bzw. USB-Ladestellen findet ihr auf dem Gang, allerding nur eine je Kabine. Denkt dran, einen Adapter mitzunehmen, eventuell auch einen Mehrfachstecker. Am besten ladet ihr alle Akkus nochmal vollständig auf, bevor ihr den Zug betretet. WiFi ist in den Zügen nicht verfügbar.

In der Hard Sleeper Klasse sind zwei Hocktoiletten eingebaut. Meist ist kein Toilettenpapier mehr vorhanden, also nehmt genügend mit. Ebenfalls am Ende der Waggons findet ihr drei offene Waschbecken. Handtücher und Seife müsst ihr selbst mitbringen.

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Höhenkrankheit

Die Lhasabahn fährt auf etwa 90 % der Strecke in einer Höhe von 4.000 m. In Xining startet sie auf 2200 m und überquert auf dem Weg nach Lhasa zwei Pässe über 5.000 m (Fenghuo Pass auf 5.010 m und Tanggula Pass auf 5.220 m). Nach etwa 21 Stunden kommt ihr dann in Lahsa auf 3.650 m an.

Eine Höhenpassung ist in so kurzer Zeit nicht möglich. Um der Höhenkrankheit vorzubeugen, wird über die Klimaanlage Sauerstoff in die Waggons eingespeist. Dennoch kann es sein, dass ihr die Höhe spüren werdet. Erste Anzeichen sind Kopfschmerzen und Müdigkeit. Da hilft ausruhen, viel trinken und tief atmen. Ich selbst hatte keine Schwierigkeiten mit der Höhenanpassung, habe aber vorher auch schon drei Nächte in Xining auf 2.200 m verbracht.

Zusätzlich gibt es noch eine individuelle Sauerstoffversorgung über einen Atemschlauch an jedem Bett,  die von dem Waggonbetreuer freigeschaltet werden muss. Ab Golmund befindet sich medizinisches Personal im Zug, das bei Bedarf aufgesucht werden kann.

Ein weiterer Effekt der Höhe ist die Zunahme der UV-Strahlung. Die Fenster der Bahn sind daher alle mit einem UV-Filter ausgestattet. Im Speisewagen gibt es darüber hinaus weiße Gardinen mit einer Abbildung des Lhasazugs auf einer Brücke.

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Das leibliche Wohl

Wenn es euch in den Kabinen zu eng wird, ihr keinen Fensterplatz habt oder Hunger bekommt, dann findet ihr den Speisewagen in der Mitte des Zugs. Hier könnt ihr gemütlich sitzen und essen. Angeboten werden chinesische und tibetische Gerichte, die Speiskarte ist jedoch nur auf chinesisch. Nach einer Weile kam aber eine Bedienung, die uns mit etwas Englisch die Speisekarte erklärte und unsere Bestellung aufnahm.

Ergänzend zu dem Angebot im Speisewagen, könnt ihr Snacks, Obst und Getränke an mobilen Wagen kaufen, die durch die Schlafwagen geschoben werden. Bedenkt aber, dass ihr im Zug für alles einen höheren Preis bezahlt. Am besten ihr bringt euch Verpflegung selber mit. Da im Zug heißes Wasser zur Verfügung steht, könnt ihr euch Kaffee, Tee oder Instant Nudeln im Zug jederzeit selber zubereiten. Wenn ihr Kaffee im Speisewagen bestellt, bekommt ihr auch nur Instantkaffee, meist gleich fertig gemischet mit Milch und Zucker. Die Wasserstationen findet ihr an Ende der Waggons. Hier könnt ihr auch heißes Wasser in eure Thermoskanne abfüllen. Und denkt dran: viel Trinken hilft bei der Höhenanpassung.

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Tipps für die Packliste für die Lhasabahn

Hier ein paar Tipps, was du für die Fahrt mit der Lhasabahn mitnehmen solltest:

  • Thermoskanne
  • Schlafbrille
  • Ohropax aus Wachs (die aus Schaumgummie funktionieren in der Höhe nicht so gut)
  • Toilettenpapier
  • Seife und Handtuch
  • Wärmer Pulli
  • Ladekabel fürs Handy, ggf. Powerbar
  • Adapter für die Steckdose
  • Musik oder Hörbücher
  • Buch
  • Fotoapparat
  • Hilfreiche Apps: Bing Translator (offline), Höhenmesser, Maps.me
  • Wasser, Teebeutel, Instant Kaffee, ggf. Proviant

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Ankunft in Lhasa

Am Ende der Fahrt kam noch eine Durchsage auf Englisch, die mich auch im Nachhinein immer wieder zum Schmunzeln bringt:

„…It’s now time to say good by, we cannot stop the time. We wish to stay with you forever. We wish you a good health and hope to see you next time…“

Nach der Ankunft der Lhasabahn auf dem Dach der Welt müsst ihr nochmals durch eine Sicherheitskontrolle. Inhaber von Reisepässen werden dafür in ein separates Gebäude rechts vom Ausgang geführt. In unserem Zug waren mur 13 Personen mit Reisepässen dabei. Alle anderen Reisenden waren demnach Chinesen.

Willkommen in Lhasa!


Seid ihr selber schon mal mit der Lhasabahn gefahren? Wie hat es euch gefallen? Habt ihr noch Fragen zu meinem Artikel oder noch weitere Tipps für die Fahrt mit der Lhasabahn? Wenn ja, dann schreibt mir doch einen Kommentar!


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