Kajaktour bei den Orcas der San Juan Islands

Kajaktour bei den Orcas der San Juan Islands
Kajaktour bei den Orcas der San Juan Islands

San Juan Islands, Washington State, USA. Mit Orcas paddeln! Was für eine traumhafte Vorstellung! In der Salish Sea, an der Nordwestküste der USA könnte dieser Traum wahr werden. Wir haben unser Glück auf die Probe gestellt und haben eine dreitägige Paddeltour im Reich der Orcas gemacht. Im folgenden Artikel berichte ich euch von unseren Erlebnissen und teile meine schönsten Eindrücke mit euch. Außerdem bekommt ihr viele praktische Tipps für eure Kajaktour bei den Orcas der San Juan Islands.

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Startklar für die Kajaktour bei den San Juan Islands
Jetzt kann’s losgehen!

Was euch in diesem Artikel erwartet

Die San Juan Islands in der Salish Sea
Details unserer Kajaktour bei den Orcas der San Juan Islands
Highlights unserer Kajaktour
Tag für Tag – die Route unserer Kajaktour bei den Orcas vor San Juan Island
Anreise zu den San Juan Islands
Packliste für eure Kajaktour

Seehunde bei den San Juan Islands
Seehunde können häufig auf den Felsen beobachtet werden.

Die San Juan Islands in der Salish Sea

San Juan Islands sind eine Gruppe von mehreren hundert Inseln in der Salish Sea vor der Küste von Washington State. Die meisten sind unbewohnt, manche darunter sind winzig klein. San Juan ist zugleich der Name einer der größten Inseln der Inselgruppe. Der Hauptort von San Juan ist Friday Harbor. Hier kommt die Fähre von Anacortes an, hier starten die meisten Whale Watching Trips und hier ist auch der Treffpunkt für unsere dreitägige Kajaktour mit San Juan Kayak Expeditions.

Die San Juan Islands werden im Nordwesten von der lang gestreckten Vancouver Island vor den Wellen und Stürmen des offenen Pazifiks abgeschirmt. Von der Landseite werden sie hingegen von den hohen Bergen der Olympic Mountains, der Cascade Range sowie der British Columbia Coast Range eingerahmt.

Durch die Lage der Inseln im Regenschatten der Olympic Mountains ist trockenes, sonniges Wetter hier vorherrschend. Das ist auch der Grund, weshalb die San Juan Islands oft als Bananengürtel bezeichnet werden. Auch wenn hier gar keine Bananen wachsen. Aber durch die geschützte Lage und die reiche Tierwelt eignen sich die San Juan Islands bestens für eine mehrtägige Kajaktour.

spiegelglattes Wasser bei der Kajaktour bei den San Juan Islands
Perfektes Wetter und spiegelglatte See im Banangürtel San Juan Islands.
Camp bei der Kajaktour bei den San Juan Islands
Unser erstes Camp auf Jones Island.
Rast während der Kajaktour bei den San Juan Islands
Mittagspause auf Posey Island.

Details unserer Kajaktour bei den Orcas der San Juan Islands

Dauer: Unsere Tour dauerte drei Tage. Es werden auch ein, zwei, vier oder fünf-tägige Touren angeboten.
Reisezeitraum: Mai bis September.
Orcas: Die besten Chancen während einer Kajaktour bei den San Juan Islands Orcas zu sehen, sind im Juli und August, weil sich dann die Southern Resident Orcas häufig in der Salish Sea aufhalten. Transient Orcas sind hingegen das ganze Jahr über zu sehen.
Entfernungen: Insgesamt 25 Meilen (10 Meilen, 9 Meilen, 6 Meilen).
Schwierigkeit: Paddelerfahrung sollte vorhanden sein und ihr solltet über längere Zeit paddeln können. An zwei Stellen sind längere Überfahrten erforderlich.
Kosten: dreitägige Tour für $679,00 pro Person (2021)

Unser Guide Jury zeigt uns, wo es langgeht.

Highlights unserer Kajaktour

Orcas

Das Highlight einer jeden Kajaktour in der Salish Sea ist ohne Zweifel die Sichtung von Orcas oder anderen Walen. Doch solche Begegnungen sind nicht vorhersehbar und man braucht schon eine Menge Glück. Leider haben wir während unserer Paddeltour keine Orcas gesehen. Als ich jedoch später mit einem Whale Watching Boot draußen war, habe ich genau an den Ufern, wo wir lang gepaddelt sind, Orcas beobachten können.

Wollt ihr mehr über die Orcas bei den Sun Juan Islands erfahren? Dann schaut euch mal meinen Artikel über die Southern Resident Orcas auf meiner Foto-Webseite an.

Orca bei den San Juan Islands
Transient Orcas jagen häufig nah am Ufer nach Seelöwen.

Wildlife

Die Salish Sea ist berühmt für ihre Orcas. Doch es gibt natürlich noch viele andere Tiere, welche die Region zu einem Eldorado für Wildlife Beobachtungen machen. Wir haben während unserer Paddeltour viele Seehunde und Weißkopfseeadler beobachten können. Neben verschiedenen Möwen haben wir außerdem Eisvögel, Kormorane, Kanada Gänse, Kolkraben und einen Wanderfalken gesehen. Besonders interessant waren auch die importierten Dickhornschafe, Sitkahirsche und Stachelhornantilopen auf Spiden Island. Dazu später mehr.

Außerdem gibt es Chancen, folgende Tierarten zu sehen: Dalls und Schweinswale, Buckelwale, Zwergwale, Grauwale, Seeelefanten, Stellersche und kalifornische Seelöwen, Flussotter, Nerze, Waschbären, Füchse sowie Fischadler und viele weitere Vogelarten.

Seehunde bei unserer Kajaktour bei den San Juan Islands
Lazy afternoon.
Weißkopfseeadler bei unserer Kajaktour bei den San Juan Islands
Auf Spieden Island sind besonders viele Weißkopfseeadler zu sehen.

Landschaft

Neben Tierbeobachtungen gibt es aber noch viele weitere eindrucksvolle Erlebnisse, an die ich mich lange erinnern werde. Da ist zunächst die landschaftliche Schönheit der Inseln mit ihren zerklüfteten Küsten und einsamen Buchten zu nennen. Die Campingplätze sind idyllisch und die Sonnenuntergänge über den benachbarten Inseln sind ein Traum.

Ich liebe es einfach, wenn ich im Kajak so dicht am Wasser bin. Dann fühle ich mich mit der Natur besonders stark verbunden. Wenn ich dann auch noch unter mir den Kelpwald und purpurfarbene Seesterne ausmachen kann, ist erstmal Zeit für eine kleine Paddelpause. An manchen Stellen lohnt es sich jedoch auch, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Wenn das Wetter klar ist, kann man nämlich vom Kajak aus den eisbedeckten Gipfel des Mt. Baker (3286 m) sehen.

Kelp bei unserer Kajaktour bei den San Juan Islands
Bull Kelp zwischen den San Juan Islands

Nachtpaddeln mit Biolumineszenz

Das Highlight des Tages liegt in der dunklen Finsternis: Nachtpaddeln bei Biolumineszenz. Nein, eigentlich sind es gleich zwei Highlights: Einmal das Paddeln in der Nacht (wann macht man das schon mal?) und dann die Biolumineszenz. Das war wirklich etwas ganz besonderes. Später schreibe ich noch mehr darüber und ihr erfahrt auch, welche kleinen Viecher dafür verantwortlich sind.


Tag für Tag – die Route unserer Kajaktour bei den Orcas vor San Juan Island

Der erste Paddeltag

Auch wenn ich mich aufs Nötigste beschränkt habe, kommt mir mein Gepäck wie immer viel zu viel vor. Mit wasserdichten Beuteln, baumelnden Nalgene Flaschen und einem Bündel Regensachen im Arm begrüße ich die anderen Mitpaddler. Nachdem wir alles Gepäck in den Van geladen haben, geht’s in die Griffin Bay. Hier warten unsere Kayaks auf uns: vier Tandem Kayaks und ein Einer für unseren Guide Jury.

Zunächst lauschen wir den ausführlichen Einweisungen von Jury. Unter anderem lernen wir, wie wir nach einer Kenterung auf dem offenen Wasser wieder ins Boot klettern. Ich schaue misstrauisch auf das Wasser hinaus und überlege, wie schnell das wohl passieren mag. Zum Glück ist das Wasser relativ ruhig, die Sonne scheint und es ist warm. Herrliches Paddelwetter, wer denkt da ans Kentern? Was ich noch nicht weiß: das Wasser wird sich noch ändern und auf den längeren Überfahrten doch etwas kabbelig werden.

Start unserer Kajaktour bei den San Juan Islands
Unsere Kajaks warten in der Griffin Bay auf uns.

Nachdem alles verpackt ist und Schwimmwesten und Spritzdecken angelegt sind, geht’s los. Zum Warmwerden paddeln wir eine kurze Strecke nach Turn Island und machen erstmal Mittagspause. Geschnittenes Gemüse, Hummus, Riegel und gesalzene Nüsse. Jury zeigt uns außerdem unsere Route für heute auf der Landkarte. Etwa 10 Meilen werden wir bis zu unserem Camp auf Jones Island paddeln. Ein Großteil der Strecke führt uns entlang der Küste der Shaw Island. Unser nächster Zwischenstopp ist Yellow Island. Ein Pfad verläuft einmal rund um die kleine Insel und wir sind froh, dass wir unsere Beine etwas bewegen können.

Rast bei unserer Kajaktour bei den San Juan Islands
Wie in den meisten Buchten auf den Inseln hat sich auf auf Yellow Island viel Treibholz angesammelt.

Bis zu unserem Camp auf Jones Island ist es nun nicht mehr weit. Nach Aufstellen und Einrichten der Zelte und einem leckeren Abendessen machen wir noch eine kurze Wanderung auf die gegenüber liegende Seite der Insel. Hier lassen wir den Abend beim Sonnenuntergang und einem Schluck Wein ausklingen.

Wir waren nicht die einzigen Paddler auf dem Wasser. Aber ich muss schon sagen: wir hatten die schönsten Boote. Gelb, Orange, Grün, Blau, und Neongelb. Jedes Tandemkajak hatte eine andere Farbe, war geräumig und sehr gutmütig beim Paddeln. Außerdem bekamen wir leichte Paddel von Werner (ich habe selbst so eines für mein Kajak zu Hause), Schwimmwesten, Spritzschutz, Sitzkissen, Lenzpumpe, wasserdichte Beutel sowie ein Zelt. Unterwegs sorgten große Wasserkanister stets für ausreichend Trinkwasser und abends hat Jury uns mit leckerem warmem Essen verwöhnt. Außer ein paar Müsliriegeln oder Snacks für unterwegs brauchten wir uns ums Essen keine Gedanken zu machen. Und selbst für mich als Veganerin war gesorgt. Einfach fantastisch und sooo lecker.


Tipp: Kleine Schätze*, die das Paddlerleben leichter machen:


Kajaks bei unserer Kajaktour bei den San Juan Islands
Die Boote von San Juan Kayak Expeditions haben alle unterschiedliche Farben.

Der zweite Paddeltag

Am nächsten Morgen warten wir auf die richtige Startzeit. Diese hängt von den Gezeiten ab. Denn wir wollen ja schließlich nicht gegen die Strömung anpaddeln müssen. So kommt es, dass wir einen sehr entspannten Start in den Tag und erstmal ein ausgiebiges Frühstück haben. Nach dem Packen haben wir sogar noch Zeit, um die Westseite der von Jones Island auf einem schmalen Trampelpfad zu umrunden.

Ein schmaler Pfad an der Westseite von Jones Island.
Ist das ein Fuß von einem Riesen?
Skurrile Wuchsformen
Die tiefstehende Sonne bietet ein tolles Licht und Schatten Spiel.

Doch nach dem entspannten Start kommt auch schon bald die Herausforderung des Tages: die Überfahrt zu Spieden Island. Etwa fünf Kilometer geht es über offenes Wasser. Doch am zweiten Tag der Paddeltour sind wir ja fast schon Profis und meistern diese Herausforderung mit Bravour.

Spieden Island wurde 1997 von James Jannard, dem Gründer und Hauptaktionär von Oakley gekauft. Sie liegt etwa eine Meile nördlich von San Juan Island und ist von dieser durch den Spieden-Kanal getrennt. Die Nordseite der Insel ist dicht bewaldet, die Südseite ist hingegen eine karge offene Landschaft. Wir paddeln die Nordseite entlang. In den hohen Bäumen entdecken wir mehrere Weißkopfseeadler. Sie scheinen die Insel zu lieben. Auf der anderen Seite der Insel, die wir erst am nächsten Tag sehen werden, leben Dickhornschafe, Sitkahirsche und Stachelhornantilopen. Wie kommen diese exotischen Tiere auf die Insel? Sie wurden in den 1970er und 1980er Jahren für die Jagd importiert. Es gab ein Jagdschloss, eine Landebahn und einen Hangar. Doch aufgrund von Umweltbedenken sowie dem Risiko, dass fehlgeleitete Schüsse andere Wassersportler verletzen könnten, wurde der Jagdbetrieb eingestellt. Die importierten Tiere blieben auf der Insel, überlebten und vermehren sich.

Kajaktour San Juan Islands
So nah an der Küste gibt es immer etwas zu entdecken.

Wir paddeln entlang der unberührten Nordseite der Insel Spieden und setzen dann über zu Cactus Island und Johns Island. Unser Camp schlagen wir schließlich in dem Kristiansen Campground auf Stuart Island auf. Nachdem wir uns eingerichtet und mit einem leckeren Gemüsecurry gestärkt haben, setzten wir unsere Kajaks erneut ins Wasser. Unser Ziel ist das Turn Point Lighthouse. Denn von hier kann man besonders gut den Sonnenuntergang ansehen.

Unser Camp am zweiten Tag auf Stuart Island.
Hier müssen wir die Kajaks weit hoch ziehen, da das Wasser bei Flut stark steigt.
Sonnenuntergang bei den San Juan Islands
Was für ein schöner Ausklang des Tages.

Doch das eigentliche Highlight des Abends wartet im Dunkel der Nacht: Nachtpaddeln mit Biolumineszenz. Je dunkler es ist , umso besser ist das blaue Leuchten des Planktons zu sehen. Wir schalten unsere Stirnlampen aus. Bei jedem Paddelschlag leuchtet es neben mir. Auch die Bugwelle unseres Kajaks ist von einem blauen Leuchten umgeben. Es ist so schön anzusehen, dass ich am liebsten noch bis tief in die Nacht hinein weiter gepaddelt wäre. Doch so weit ist die Strecke bis zu unserem Camp leider gar nicht. Schon hören wir, wie die Wellen in der Bucht an das Ufer rollen und der Boden unseres Kayaks den Kies berührt.

Was ist Biolumineszenz?

Dieses geheimnisvolle blaugrüne Licht stammt von Milliarden mikroskopisch kleiner Algen, die hier in besonders hoher Konzentration vorkommen. Werden sie durch Wellen, durch ein Paddel oder beim Schwimmen mechanisch gereizt, dann leuchten sie kurz auf. Die Algen, die dafür verantwortlich sind, heißen Dinoflagellaten. Weltweit werden 2400 Arten unterschieden. Aber nur einige von ihnen sind zur Biolumineszenz fähig, wie beispielsweise “Noctiluca miliaris” was auf deutsch “Nachtlaternchen” bedeutet. Wie bei fast allen Arten der Biolumineszenz ist das Leuchten auf eine chemische Reaktion von Luciferin mit dem Enzym Luciferase zurückzuführen.

In Experimenten konnte gezeigt werden, dass zur Biolumineszenz fähige Arten weniger oft zur Beute werden. Vermutlich werden Fressfeinde durch das Aufleuchten abgeschreckt. Andere Theorien besagen, dass durch das Leuchten andere Organismen angeleuchtet werden, die sich der Fressfeind dann stattdesssen greift.

Nachtpaddeln bei unserer Kajaktour bei den San Juan Islands
Die Biolumineszenz konnte ich leider nicht fotografieren, dafür aber die Spitze unseres Kajaks in der dunklen Nacht.

Der dritte Paddeltag

Heute geht es von unserem Camp auf Stuart Island erstmal zurück zur Spieden Island, das wir an der Westseite umrunden. Damit gelangen wir in eine gute Position, um die hier lebenden exotischen Dickhornschafe, Sitkahirsche und Stachelhornantilopen zu beobachten. Denn auf der offenen Südseite der Insel sind diese Tiere natürlich besonders gut zu sehen. Wir paddeln am Ufer entlang bis etwa auf die Höhe von Sentinel Island. Hier bereiten wir uns gedanklich schon mal auf die Querung des Spieden-Kanals vor. Diesmal sogar mit etwas Wind und Welle. Wir bleiben als Gruppe dicht beisammen und paddeln zügig über den Kanal. Während ich mich auf die Wellen und die Paddelbewegung konzentriere, suchen meine Augen nicht weniger konzentriert die Wasseroberfläche nach Orcas ab. Doch die Wale wollen sich noch immer nicht zeigen. Stattdessen taucht ein Seehund schräg vor uns auf und schaut uns mit seinen großen Augen an.

Tiere auf Spieden Island
Die Tiere auf Spieden Island wurden in den 1970er und 1980er Jahren für die Jagd importiert.

Unser nächstes Ziel ist Posey Island, der zweitkleinste State Park Amerikas. Perfekt für einen kleinen Zwischenstopp und leckere Burritos zum Lunch. Das Camp ist idyllisch. Wer hier übernachtet hat eine Insel fast für sich (oder seine Gruppe) allein. Doch wer hier campen will, muss wie bei fast allen State Parks rechtzeitig vorab reservieren.

Kajaktour San Juan Islands - Pause auf Posey Island
Posey Island ist der zweitkleinste State Park Amerikas.
Picknickplatz der Seemöwen.
Camp auf Posey Island

Weiter geht es entlang der Ostseite von Henry Island. Links von uns liegt San Juan Island mit malerischen Buchten und einigen luxuriösen Anwesen. Ich genieße unsere letzte Etappe auf dem Wasser und versuche, so viel wie möglich von dieser schönen Strecke in mich aufzusaugen. Schließlich paddeln wir in die Westcott Bay wo wir unsere Kajaks an Land bringen. Hier wartet bereits der Van mit Trailer von San Juan Kayak Expeditions auf uns.

Wir packen unsere Sachen aus unserem grünen Kajak aus. In diesem Moment bedauere ich, dass ich nicht die fünftägige Tour gebucht habe. Ich wäre so gerne noch weiter gepaddelt.

Gefundenes Strandgut
Noch mehr gefundenes Strandgut im Van von San Juan Kayak Expeditions.

Anreise zu den San Juan Islands

Friday Harbor, der Hauptort von San Juan Island, ist auf dem Luft- oder Seeweg erreichbar.

Tipp: Reist am besten einen Tag vor dem Beginn der Kayaktour an. Das ist deutlich stressfreier. Außerdem habt ihr  vielleicht eine Gelegenheit, für eine erste Whale Watching Tour oder für landbasiertes Orca-Watching im Lime Klin State Park.

Mit der Fähre:

Von Anacortes nach Friday Harbor fahren täglich Fähren von Washington State Ferries. Wenn ihr mit dem Auto anreist, dann solltet ihr vorher eine Reservierung machen. Bezahlt wird beim einchecken. Wenn ihr jedoch ohne Fahrzeug übersetzen wollt, dann braucht ihr keine Reservierung. Ein Auto braucht man in Friday Harbor nicht unbedingt, denn vieles ist zu Fuß erreichbar.

Wir waren vor und nach der Kajaktour noch einige Tage in Friday Harbor. Das einzige, wofür wir ein Auto brauchten, war die Whale Watching Tour von Mayas Legacy. Diese startet in der Mitchell Bay im Nordwesten der Insel. Außerdem sind wir abends immer zum Picknick an die Westküste von San Juan gefahren. Hier gibt es die tollsten Sonnenuntergänge sowie gute Chancen auf Orca Sichtungen von Land.

Während der Kajaktour konnten wir unser Auto auf dem Parkplatz unseres Hotels, dem Orcas Inn, stehen lassen. Wenn ihr euer Auto in Anacortes stehen lassen wollt, dann geht das gegen eine Gebühr auf dem Nachtparkplatz des Anacortes-Terminals.

Mit dem Flugzeug:

Friday Harbour Sea Planes bietet täglich mehrere Flüge mit dem Wasserflugzeug. Flüge mit normalen Flugzeugen werden außerdem von San Juan Airlines, Point to Point Air sowie Kenmore Air angeboten. Die Fähre halte ich jedoch für die bessere Wahl.

Kajaktour San Juan Islands
Am dritten Tag geht es bereits am frühen Morgen los.

Packliste für eure Kajaktour

Neben den Kajaks und Paddeln werden Schwimmwesten, Spritzschutz, Sitzkissen, Lenzpumpe, wasserdichte Beutel sowie ein Zelt vom Veranstalter gestellt.

  • Schlafsack und Isomatte
  • Stirnlampe
  • Kleidung in mehreren Lagen (schnelltrocknendes Material)
  • Regenjacke und -hose    
  • Außerhalb des Hochsommers: Mütze, Halstuch, Handschuhe.
  • Becher, Teller, Schale, Besteck
  • Trinkflasche, z. B. Nalgene (mindestens eine 1-Liter Flasche zum nachfüllen, besser zwei)
  • Snacks für unterwegs
  • Persönliche Hygieneutensilien
  • Wassersandalen, ggf. Socken fürs Boot
  • Turnschuhe fürs Camp
  • Fernglas und Kamera
  • Eventuell eine Powerbank oder Solarpanel
  • Sonnencreme, Sonnenhut und Sonnenbrille

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