Was tun auf der Galapagos-Insel San Cristóbal?

Iguana Galapagos San Cristóbal
7 Things to do auf der Galapagos-Insel San Cristóbal

Galapagos, Ecuador. San Cristóbal ist die fünftgrößte Insel des Galapagos Archipels. Im Süden der Insel gibt es mehrere einfach erreichbare, sehenswerte Orte, die ihr zum Teil auf eigene Faust besuchen könnt. Besonders erwähnenswert sind hier die Schildkrötenaufzuchtstation, die Lagune von El Junco sowie Strände, die vor Seelöwen nur so wimmeln. Lest weiter und erfahrt, was ihr auf San Cristóbal alles entdecken könnt. Außerdem erhaltet ihr viele praktische Tipps für Tierbeobachtungen.

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Hier ein erster Überblick, was ihr auf der Galapagos-Insel San Cristóbal auf eigene Faust unternehmen könnt:

#1 Puerto Baquerizo Moreno – Spaziergang am Malecón
#2 Schnorcheln mit Seelöwen am Strand Playa Mann
#3 Interpretationszentrum und Tijeras Hill (Frigatebird Hill)
#4 Strand La Loberia – Kinderstube der Seelöwen
#5 Lagune von El Junco
#6 Galapaguera de Cerro Colorado
#7 Strand Puerto Chino

Anscheinend bin ich nicht die einzige, die von den orangefarbenen Krabben so fasziniert ist.

#1 Puerto Baquerizo Moreno – Spaziergang am Malecón

Die Hafenstadt Puerto Baquerizo Moreno ist die Hauptstadt und der Regierungssitz der Provinz Galapagos. Mit etwa 5.400 Einwohnern ist sie nach Puerto Ayora auf Santa Cruz die zweitgrößte Stadt des Archipels. Hier befindet sich auch der Flughafen der Stadt, der täglich vom Festland angeflogen wird.

Die Stadt wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom Kolonisten General Villamil gegründet. Namensgeber der Insel ist Alfredo Baquerizo Moreno. Er war im Jahr 1916 der erste ecuadorianische Präsident, der die Galapagos-Inseln besuchte.

Der Name der Insel stammt von dem Schutzpatron der Seefahrer, „St. Christoph.“

Vom Flughafen sind es mit dem Taxi nur ein paar Minuten bis ins Zentrum der Stadt (Kosten: 5 Dollar). Herzstück der Stadt ist der Malecón Charles Darwin. Der Malecón ist eine der zwei Hauptstraßen der Stadt und verläuft entlang der Uferpromenade. Hier fahren die Tourboote und die Fähren nach Santa Cruz ab. Außerdem befinden sich hier die meisten Souvenirläden, Restaurants sowie Touranbieter, die Fährtickets sowie Tauch- und Schnorchelausflüge verkaufen. Das Angebot lässt hier keine Wünsche offen.

Hier tummeln sich Seelöwen, Iguanas, Krabben, Pelikane sowie andere Seevögel.

Doch ein Spaziergang am Malecón lohnt sich vor allem wegen der Strände und der Felsen. Denn hier tummeln sich Seelöwen, Iguanas, Krabben, Pelikane sowie andere Seevögel. Es ist faszinierend zu sehen, wie eng hier Tiere und Menschen zusammenleben. So ist es beispielsweise ganz normal, dass es sich die Seelöwen auf einer Bank bequem machen oder zwischen die Badegäste mischen.

Siesta!

Galapagos-Insel San Cristóbal in Zahlen:

Fläche: 557 Quadratkilometer
Maximale Höhe: 730 Meter
Einwohnerzahl: etwa 6000


#2 Schnorcheln mit Seelöwen am Strand Playa Mann

Am Rand von Puerto Baquerizo Moreno, nicht weit vom Interpretationszentrum, befindet sich der Strand Playa Mann. Hier mischen sich Menschen und Seelöwen untereinander. Wobei die Seelöwen den Kampf um die Bänke im Schatten klar für sich entschieden haben. Close Encounters mit Seelöwen sind nichts ungewöhnliches. Manch einer robbt nur ein paar Zentimeter neben am Strand liegenden Badegästen vorbei oder schaut im Wasser auch mal direkt in die Kamera.

Für den kleinen oder großen Hunger gibt es ein Restaurant sowie eine Kaffeebar mit Kuchen. Außerdem gibt es Umkleidekabinen und Toiletten.

Neben dem Strand startet ein kurzer Holzweg zum Leuchtturm.

Tipp: Alle Stadtstrände eignen sich bestens, um den Sonnenuntergang anzusehen, da sie alle nach Westen ausgerichtet sind.

Am Playa Mann mischen sich Seelöwen und Badegäste untereinander.

#3 Interpretationszentrum und Tijeras Hill (Frigatebird Hill)

Das Interpretationszentrum des Galapagos-Nationalparks liegt am nördlichen Ende der Stadt. Seit 1998 präsentiert es interessierten Besuchern die Geschichte der Galapagos-Inseln und beschreibt die verschiedenen Ökosysteme.

Eingang zum Informationszentrum

Von dem Zentrum aus startet auch ein lohnenswerter Trail mit gleich mehreren Highlights:

  • Carola Beach mit Seelöwen
  • Darwin Statue am Aussichtspunkt
  • Schnorchelstelle
  • Aussichtspunkt Tijeras Hill (Frigatebird Hill)

Von dem Frigatebird Hill habt ihr eine wunderschöne Aussicht auf die türkisfarbene Tijeras Bay mit dem Einstieg zum Schnorchelspot. Außerdem könnt ihr von hier fliegende Fregattvögel besonders gut beobachten. Daher kommt übrigens auch der Name. Denn das spanische Wort Tijeras bedeutet übersetzt “Schere”. Und die Fregattvögel haben oft ihre Schwanzfedern so gespreizt, dass sie aussehen wie eine halb geöffnete Schere.

Hinter dem Aussichtspunkt Tijeras Hill beginnt ein schmaler, etwa 2 Kilometer langer Pfad zum Playa Baquerizo. Wenn ihr diesen Pfad gehen wollt, dann solltet ihr pro Richtung etwa 45 Minuten einplanen. Wir hatten leider keine Zeit mehr für die Wanderung, daher kann ich nicht sagen, ob es sich lohnt.

Öffnungszeiten: täglich von 7.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 17.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Einstieg der Schnorchelstelle an der Tijeras Bay.

#4 Strand La Loberia – Kinderstube der Seelöwen

Der Korallensandstrand La Loberia liegt etwas abseits der Stadt und ist am besten mit einem Taxi zu erreichen. Durch seine Abgelegenheit und seine Weitläufigkeit ist er weniger besucht. Seelöwen, Iguanas und Krabben sind hier in großer Anzahl vorhanden. Zudem scheint es für die Seehunde eine besonders beliebte Kinderstube zu sein (wie der Name des Strandes ja schon vermuten lässt). Denn am östlichen Rand des Strandes lungerten mehrere Seelöwenbabys zwischen den Steinen. Zum Schnorcheln ist der Strand ebenfalls sehr gut geeignet.

Kinderstube der Seelöwen.
Sandpeeling schützt gegen lästige Fliegen.
Ich könnte den ganzen Tag lang die jungen Seelöwen beobachten.

Denkt dran: Abstand halten und die Seelöwen nicht anfassen! Insbesondere die Babys. Denn sobald eines nach Mensch riecht, kann es vorkommen, dass seine Mutter es verstößt.

Nicht anfassen!

Die folgenden drei Orte könnt ihr am besten mit einem Taxi erreichen. Wir haben uns für 60 Dollar für vier Stunden ein Taxi gemietet und sind damit zur Süßwasserlagune El Junco, zur Galapaguera sowie zum Playa Chino gefahren.

#5 Lagune von El Junco

Die aus Regenwasser gespeiste Lagune El Junco ist eine Caldera eines erloschenen Vulkans. Sie befindet sich im Hochland von San Cristóbal auf einer Höhe von 700 m. Das Klima und die Vegetation sind hier oben komplett anders als an der Küste: es ist kühler, feucht und neblig. Die Pflanzen sind grün und üppig und von einer brauen Flechte stark überwuchert. Auf dem steil bergauf führenden Weg zum Kraterrand begegneten uns mehrere Finken. Große Scheu hatten sie nicht, oft ließen sie sich von uns überhaupt nicht stören.

Vom Krater aus soll man einen tollen Blick über den größten Teil der Insel haben. Leider war es total neblig, als wir dort waren. Den Rundweg, der auf einmal um den rund 300 Meter breiten See führt, sind wir daher gar nicht gelaufen.

Der kleine See (leider im Nebel verhangen) ist die einzige dauerhafte Süßwasserquelle auf den Galapagos-Inseln.

Ihr sucht noch eine Unterkunft in Puerto Baquerizo Moreno? Da kann ich euch das Royal Galapagos Inn wärmstens empfehlen. Es ist einfach, zentral gelegen, ruhig und hat ein super leckeres Frühstück. Der Gastgeber ist sehr freundlich und hilfsbereit.


#6 Galapaguera de Cerro Colorado

Die Schildkröten Aufzuchtstation auf San Cristóbal ist mein absoluter Favorit, wenn es ums Beobachten von Riesenschildkröten geht. Ein gepflasterter Rundweg führt durch ein naturnah gestaltetes, 12 Hektar großes Gehege. Hier leben die Schildkröten Eltern. Die jungen Schildkröten sind ihrem Alter nach getrennt in kleineren Gehegen untergebracht. Hier wachsen sie sicher vor Fressfeinden heran, bis sie dann im Alter von fünf bis sechs Jahren im Norden der Insel bei “Los Galápagos” ausgewildert werden. Eine kleine Ausstellung informiert zudem über die Schildkröten Population auf San Cristóbal und das Auswilderungsprojekt.

Der Eintritt ist frei.

Lest mehr über die Schildkröten der Galapagos-Inseln und wo ihr sie am besten sehen könnt in meinem separaten Artikel auf meiner anderen Webseite.

Jede der Riesenschildkröten war eine Persönlichkeit für sich.

#7 Strand Puerto Chino

Habt ihr schonmal einen grünen Strand gesehen? Nein? Ich auch nicht. Bis ich Puerto Chino besucht habe. Der Strand ist etwa 24,5 Kilometer von Puerto Baquerizo Moreno entfernt und lädt zum Verweilen ein. Der Sand ist ganz fein und die sandige Bucht perfekt zum Baden. Zum Schnorcheln ist der Sandboden allerdings weniger interessant. Doch die allgegenwärtigen Seelöwen können auf Galapagos jede Schnorcheltour zu einem einmaligen Erlebnis machen.

Ein geselliger Tag am Strand.

Am Ende der Bucht gibt es noch einen kleinen Aussichtspunkt, den ihr emporsteigen könnt. Es lohnt sich. Ihr habt einen tollen Blick über den Strand und seht von hier oben auch so einige Tiere. Ich habe von dem Felsen eine schwimmende Meeresschildkröte sehen können, die ich vom Strand aus sicherlich nicht entdeckt hätte.

Grüner Sand am Strand
Trockene Vegetation entlang des Weges.
Die Lavaeidechsen sonnen sich gerne auf den Steinen.

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