Amazonas von Ecuador: Reisebericht und Tipps rund um den Rio Napo

Amazonas von Ecuador: Reisebericht und Tipps rund um den Rio Napo
Amazonas von Ecuador: Reisebericht und Tipps rund um den Rio Napo

Ecuador. Im Osten von Ecuador, jenseits der Anden, beginnen die Regenwälder des Amazonas-Beckens. Hier leben Affen, exotische Vögel, Kaimane, Flussdelphine und Abermillionen von Insekten. Die Wälder sind fast undurchdringlich zugewachsen und Hauptverkehrsmittel sind Boote in allen erdenklichen Formen. Eine Dschungeltour im Amazonas – zu Fuß oder im Boot –  ist ein Highlight jeder Reise nach Ecuador. Gemeinsam mit unserem Guide sind wir mit Kanu und Speedboot von El Coca über den Rio Napo bis nach Peru gereist. Was wir dabei erlebt haben und was ihr bei eurer Dschungeltour keinesfalls verpassen solltet, erfahrt ihr im folgenden Artikel. Außerdem bekommt ihr viele praktische Tipps für euren Aufenthalt im Amazonas von Ecuador.

Unbeauftragte, unbezahlte Werbung. Der Artikel enthält Affiliate-Links*.

mit dem Kanu im Amazonas Gebiet von  Ecuador
Abendstimmung im Amazonas-Gebiet von Ecuador.

Auf einen Blick

Die grobe Route unserer 8-tägigen Dschungeltour im Amazonas von Ecuador:

  • El Coca über den Rio Napo bis zur Pilchi Kommune
  • Von der Pilchi Kommune mit dem Speedboot nach Nueva Rocafuerte und weiter nach Yasuni Warmi, zu den Rosa Flussdelfinen
  • Zurück von Yasuni Warmi nach Nueva Rocafuerte und weiter mit dem Speedboot nach El Coca

Highlights: Rosa Flussdelphine, Papageien Salzleckstellen, Nachtwanderungen und nächtliche Kanutour, schmale “Schwarzwasser” Flüsse und Lagunen und last but not least die üppige Vegetation des Regenwaldes.

Dschungel im Amazonas von Ecuador
Hier wächst alles übereinander. Gut, dass es ein paar Pfade durch das Dickicht gab, denen wir folgen konnten.

Was euch in diesem Artikel erwartet

Auf dem Rio Napo im ecuadorianischen Amazonien
Zu Gast in der Amazonas-Lodge Pilche
Dschungelspaziergang im Amazonas von Ecuador
Ölförderung im Nationalpark?!?!
Pañacocha-Lagune – Schwimmen mit Piranhas
Napo Wildlife Center in der Añangu Community
Nachts im Regenwald
Mit dem Speedboot flussabwärts nach Nuevo Rocafuerte
Rosa Flussdelfine von Yasu Warmi
Nachtfahrt mit dem Kanu auf dem Fluss Aguarico
Auf einen Drink nach Peru: Cabo Pantoja
Yasuni River und Jatuncocha-Lagune
Speedboot von Nueva Rocafuerte nach El Coca
Tipps für eure Packliste

Wie kommt man nach El Coca?


Und jetzt: Ab in den Dschungel!

Auf dem Rio Napo im ecuadorianischen Amazonien

Noch einen Tag zuvor habe ich lange Unterhosen und dicke Handschuhe auf dem Illinizas Norte getragen. Jetzt gehe ich vor Hitze fast ein. Bei unserer Ankunft in El Coca sind es um die 34° Celsius. Nachdem wir die Formalitäten im Büro unseres Touranbieters geregelt und unsere Gummistiefel in Empfang genommen haben, geht’s weiter zum Bootsanleger. Hier wartet unser motorisiertes Kanu, das uns über den Rio Napo bis zu unserer ersten Unterkunft in der Pilchi Gemeinde bringt.

Unser Ausgangspunkt ist der Hafen von El Coca.

Das Wasser des Rio Napo erinnert mich an lauwarmen Cappuccino. Der Fluss trägt so viel Sediment und Schwebstoffe in sich, dass die Sichtweite im Wasser gleich null ist. Neben den vielen kleinen Schwebstoffen treiben jede Menge Äste und sogar ganze Bäume im Wasser. Diese stapeln sich zuweilen an den Sandbänken zu wilden Formationen auf oder haben sich zu Inselchen verkeilt. Unser Bootsfahrer weicht allen Hindernissen geschickt aus und versucht dabei, der Hauptströmung des Flusses zu folgen. Kleinere Holzstücke schlagen immer wieder gegen die Stahlwand unseres Kanus. Um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, hat das Kanu einen flachen Rumpf mit nur sehr wenig Tiefgang.

Kanus am Ufer des Rio Napo im Amazonas Gebiet von  Ecuador
Der Rio Napo ist ein 950 Kilometer langer Nebenfluss vom Amazonas.

Zu Gast in der Amazonas-Lodge Pilche

Die Amazonas-Lodge Pilche in Indillama ist ein Projekt der Kichwa-Gemeinschaft im Yasuní-Nationalpark. Die Angehörigen der Community betreiben die Lodge, fahren die Kanus, arbeiten als Guide oder erläutern ihre Kultur während einer Führung und anderen Veranstaltungen. Hier sind wir die nächsten drei Tage zu Gast. Kaum angekommen, bekommen wir gleich eine Kostprobe davon, was es heißt, im Regenwald zu sein. Ein sintflutartiger Sturzregen bricht plötzlich aus den Wolken und wir schauen mit großen Augen aus den Fenstern unserer Hütte. Doch nach zehn Minuten ist alles schon wieder vorbei und wir machen uns bereit für unseren ersten Dschungelspaziergang.

Der Aufenthalts- und Speisesaal der Pilche-Lodge.
Mittagessen ist fertig! Zum Glück gab es noch etwas anderes.

Dschungelspaziergang im Amazonas von Ecuador

Unsere erste Dschungeltour! Eingeschmiert mit Insektenschutzmittel und ausgerüstet mit Gummistiefeln und Kamera geht es los in den Dschungel. Nach den ersten paar Metern sehen wir schon Blattschneideameisen sowie Kakaobohnen, die als Parasiten auf anderen Bäumen wachsen. Auf Holzbohlen geht es weiter durch den Sumpf in den Wald hinein. Von allen Seiten dringen verschiedenste Geräusche an unsere Ohren: Affen, die wie Löwen klingen oder Vögel, die an eine Autohupe erinnern. Wir staunen über gigantische Spinnennetze (ohne die erwarteten Monsterspinnen) und riesige Schmetterlinge, deren Flügel innen blau sind und außen ein großes Auge tragen.

Ein Steg führt uns durch den sumpfigen Wald.
Die fleißigen Blattschneideameisen kennen keinen Feierabend und kein Wochenende.
Unser Guide erklärt uns traditionelle Medizin, hier am Beispiel von “Drachenblut”.

Es ist schon erstaunlich, was man hier auf ein paar Metern alles sieht. Man muss nur wissen, wo und wonach man suchen muss. Unser Guide hat Übung darin und zeigt uns die verschiedensten Insekten. Plötzlich kracht es über uns in den Baumwipfeln: eine Affenhorde. Eines der Affenweibchen trug sogar ihr Baby auf dem Rücken. Was für ein toller Anfang! Bald darauf treten wir unseren Rückweg an. Just in time, um den Sonnenuntergang über dem Rio Napo zu sehen. Die Himmelsfärbung ist einfach unfassbar schön.

Ein toller erster Abend im Dschungel!

Ölförderung im Nationalpark?!?!

Beim Abendessen erzählt uns unser Guide mehr über die Konflikte zwischen den Communities und der Ölindustrie: Allein im Yasuni Nationalpark befinden sich 16 Blocks der Ölindustrie mit je 400 bis 600 Arbeitern.

Vor etwa 16 Jahren kam es zu einer Katastrophe: eine Pipeline ist geplatzt. Das Wasser war verseucht wodurch lange Zeit keine Fischerei möglich war. Tankwagen mussten Trinkwasser in die Kommunen bringen und außerdem mussten Lebensmittel herbei geschafft werden. Eine angemessene Entschädigung durch die Ölfirma blieb jedoch aus. Die Natur hat sich von den schlimmsten Folgen dieser Katastrophe einigermaßen erholt. Dennoch ist die dauerhafte Belastung des Ökosystems deutlich: der Dschungel ist in den letzten Jahren immer leerer geworden. Wen wundert’s? Allein die Gasflammen bei den Ölförderanlagen verbrennen jede Nacht unzählige Insekten und Vögel, die von dem Licht der Flammen angezogen werden.

Ihr wollt mehr über Artenschutz, Dschungel und indigene Völker wissen? Hier sind ein paar Bücher* zum stöbern.


Pañacocha-Lagune – Schwimmen mit Piranhas

Es ist noch dunkel als wir aufstehen. Doch die ersten Vögel und Insekten bereiten sich schon auf den Sonnenaufgang vor und machen bereits jetzt ordentlich Lärm. Wir steigen in unser Kanu und legen ab. Unser Ziel ist die Pañacocha-Lagune. Sie ist ein Kleinod unter den Gewässern im ecuadorianischen Dschungel und außerdem beliebt bei Flussdelphinen. Vielleicht haben wir ja Glück und sehen eines dieser besonderen Tiere.

Rio Napo im Amazonas Gebiet von  Ecuador
Morgenstimmung auf dem Rio Napo

Doch noch sind wir auf dem Rio Napo. Der Fluss ist von Nebel verhangen, das andere Ufer lässt sich nur erahnen. Der Fahrtwind ist kalt und ich ziehe mir erst mein Longsleeve und dann bald darauf noch meine Regenjacke über. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass mir hier im Dschungel einmal kalt wird.

Nach kurzer Zeit überrascht uns unser Guide mit einem Zwischenstopp an einem Steilufer. Es ist eine Papageienlecke. Hunderte Grüne Amazonen hängen an dem steilen Uferabbruch oder fliegen umher. Was für ein wirres und lautstarkes Durcheinander.

Papageienlecke im Amazonas von Ecuador
Vom Boot aus beobachten wir die Papageien an dem Steilufer.

Weiter gehts, immer flussabwärts. Wir sehen nun immer öfter Hütten, kleine Anlegestellen sowie kleine Bananenplantagen am linken Ufer. Dann biegen wir ab in den Rio Pañayacu.

Der schmale Fluss windet sich in unzähligen Kurven, hinter jeder Ecke ist es schöner als zuvor und meine Augen werden immer größer. Die Palmen spiegeln sich im Wasser, ab und zu hängen Lianen wie ein Vorhang über dem Fluss und an den Ufern wächst alles aufeinander und übereinander. Nach einer Weile öffnet sich schließlich die Lagune. Sie ist so schön und wir sind zudem ganz alleine. Die beiden Lodges, die es hier gibt, sind wegen Covid und dem resultierenden Mangel an Besuchern im Amazonas von Ecuador geschlossen.

Die Ufer des schmalen Flusses sind undurchdringlich dicht bewachsen.

Noch ein Dschungelspaziergang

Ausgerüstet für unseren Dschungelspaziergang gehen wir durch die verlassene Anlage und sehen auch schon eine erste Schlange. Ihr Kopf ist giftgrün aber dennoch soll sie gar nicht giftig sein. Am Eingang zum Trail zeigt uns unser Guide die Waben von einem leeren Ameisennest. Jetzt wohnt hier eine Tarantel, die sich jedoch von uns völlig unbeeindruckt zeigt. Während unserer Wanderung sehen wir noch weitere Spinnen, zahlreiche Schmetterlinge, einen winzigen Frosch und eine Eidechse. Nach etwa einer Stunde bin ich wie durchgeweicht. Da hilft nur eins: ab ins Wasser!

Tarantel auf einem alten Ameistennest
Vögel sieht man meist nur, wenn man nach oben in die Baumwipfel schaut.

Abkühlung in der Pañacocha-Lagune. Werde ich jetzt gefressen?

Wer im Amazonasgebiet ins Wasser geht, der wird von Piranhas gefressen. Und wer nicht gefressen wird, der wird stattdessen von Parasiten, die in den Körper eindringen, heimgesucht. Stimmt das? Ich lasse mir von unserem Guide mindestens dreimal versichern, dass ich ein Bad in der Pañacocha-Lagune überleben werde. Schließlich gleite ich als letzte unserer kleinen Vierergruppe in das cappuccinobraune Wasser. Es ist warm, aber dennoch eine erfrischende Wohltat. Außerdem ist es so trüb, dass ich unter Wasser grade mal meine Hände sehen kann. Um das Einsteigen zu erleichtern, haben wir seitlich von unserem großen motorisierten Kanu ein kleines Holzkanu festgebunden. Leichteres Einsteigen? Naja, wir kriegen es hin und versenken das kleine Kanu fast. Nachdem ich kräftig gelacht habe ist Wasser schaufeln angesagt.

Anleger an der Pañacocha-Lagune

Nach einer Lunch Pause geht es weiter zur Laguna Piguali. Hier sieht alles nochmal etwas wilder aus. Wir sehen noch mehr Vögel als zuvor, darunter Hoazins, einen Roten Ara, Kormorane, einen Fischadler und mehrere Reiher. Sogar eine Affenhorde lässt sich blicken. Und auf dem Rückweg, kurz vor dem Rio Napo, taucht sogar noch ein Flussdelphin vor unserem Boot auf. Leider sehe ich ihn nur im Augenwinkel, dann war schon alles vorbei.

mit dem Kanu im Amazonas Gebiet von  Ecuador
Cappuccinobraunes Wasser, blauer Himmel und die Farbe Grün in allen Nuancen.

Nach einem kurzen Besuch bei der Familie, die an der Mündung des Rio Pañayacu wohnt, machen wir uns schließlich auf den Rückweg. Die Sonne steht schon tief und der Himmel vor uns verfärbt sich langsam. Es ist der 31. Dezember, wir haben zur Feier des Tages Bier und Kekse dabei. Zurück in unserer Lodge der Pilchi Kommune feiern wir den Sylvester Abend mit einem leckeren Dinner. Doch nach einem Glas Wein waren wir schon so platt, dass wir uns verabschieden.


Napo Wildlife Center in der Añangu Community

Über den Bäumen

Was für eine Aussicht! Wir beginnen das neue Jahr mit einem Ausflug zum Napo Wildlife Center. Um genau zu sein: zu dem 42 Meter hohen Beobachtungsturm. Der Weg hinauf bis zu der Aussichtsplattform scheint zunächst kein Ende zu nehmen. Immer weiter schraubt sich die Treppe hinauf und irgendwann erreichen wir die ersten Baumkronen. Schließlich sind wir auf Augenhöhe mit einem Nest des Montezumastirnvogels. Es hängt baumelnd wie eine überreife Frucht an einem großen Baum, der direkt neben dem Turm steht. Ich warte eine Weile. Doch leider scheint es grade nicht in Nutzung zu sein. Es geht noch weiter hinauf. Langsam wird mir etwas mulmig und ich halte mich am Geländer fest. Prompt werde ich von einer Ameise gebissen. Zum Glück war es keine dieser “Bullet Ants”, denn deren Biss soll so sehr schmerzen wie ein Schuss aus einer Pistole.

Aussichtsturm am Rio Napo Wildlife Center
Ganze 42 Meter hoch ist der Aussichtsturm am Rio Napo Wildlife Center

Mit jeder Etage, die wir höher kommen, wird die Aussicht besser. Von ganz oben haben wir schließlich einen fantastischen Panoramablick über den Amazonas von Ecuador: der Rio Napo auf der einen Seite und auf der anderen Seite ein Meer aus Blättern in verschiedensten Grüntönen. Nur die Vögel wollen sich nicht so richtig zeigen. Einzig ein Roter Ara fliegt als kleiner bunter Punkt über das Blättermeer und verschwindet ebenso schnell, wie er gekommen ist.

Rio Napo im Amazonas Gebiet von  Ecuador
Aussicht über den Regenwald und den Rio Napo

Papageien Salzleckstelle

Vom Beobachtungsturm fahren wir anschließend den Rio Napo wieder ein Stück stromaufwärts. Unser Kapitän navigiert dabei gekonnt zwischen Holzstämmen und Sandbänken und bringt uns zu einer sandigen Bucht. Von hier sind es etwa 800 Meter bis zum Clay Lick, einer weiteren Salzleckstelle.

Kanus auf dem Rio Napo im Amazonas Gebiet von  Ecuador
Vor dem Rio Napo Wildlife Center legen wir mit dem Boot an einer Sandbank an.

Die Salzleckstelle des Napo Wildlife Centers in der Añangu Community soll die am besten zugängliche im Amazonas von Ecuador sein.

Mehrere Dutzend Mülleramazonen (das sind kleine grüne Papageien) hocken am Boden, lecken Salz, trinken, streiten fliegen auf und landen wieder. Doch mit einem Mal fliegen alle auf. Die vor einer Minute noch dicht belagerte Leckstelle ist nun komplett verlassen. Schließlich treffen zwei Rote Aras ein und lassen mein Fotografenherz höher schlagen. Nach gut einer halben Stunde zeigen sich auch wieder die ersten Mülleramazonen. Zuerst hocken sie unschlüssig auf den Baumästen und zwischen den riesigen Blättern einer Pflanze, deren Namen ich leider nicht kenne. Doch schon bald herrscht wieder buntes Treiben an der Clay Lick Stelle. Diesmal mischen sich sogar ein paar der hübschen Goldwangenpapageie unter die Mülleramazonen.

Papageien am Rio Napo Wildlife Center im Amazonas von Ecuador
Grüne Mülleramazonen streiten um die besten Plätze an der Salzleckstelle.

Der Clay Lick kann von einer kleinen Beobachtungshütte aus gut eingesehen werden. Dort sitzt man etwas versteckt, stört die Papageien nicht zu sehr und ist zudem noch geschützt vor etwaigem Regen. Eine Informationstafel an der Wand listet alle hier vorkommenden Papageienarten auf: es sind sage und schreibe zehn verschiedene Papageienarten. Wir haben während unseres Aufenthaltes drei verschiedene Arten gesehen.

Papagei Roter Ara Rio Napo Wildlife Center im Amazonas von Ecuador
Es gibt mehrere hundert Salzleckstellen im westlichen Amazonasgebiet. Die Papageien, wie dieser Rote Ara, suchen diese täglich auf, manchmal kommen sie von weit her.

Was hat sich bei mir beim Fotografieren im Dschungel besonders bewährt?


Nachts im Regenwald

Suche nach Kaimanen

Mit Gummistiefeln, Moskitospray sowie Stirnlampen machen wir uns nach dem Dinner auf zu unserer ersten Nachtwanderung. Unser Ziel sind die Tümpel hinter dem Pilchi Gemeindezentrum. Dort leben Kaimane, eine Art kleine Krokodile. Nachts sieht man Kaimane am besten, denn ihre Augen reflektieren im Schein der Taschenlampe orangerot. Es dauert auch gar nicht lange, bis wir unseren ersten Kaiman gefunden haben. Ein Baby. Im Nachbartümpel hängt noch ein Kleinkind Kaiman herum. Sein Kopf schaut heraus und sein Körper hängt senkrecht hinunter ins Wasser. Was für ein ulkiger Anblick.

Wir sehen noch Frösche, eine Tarantel und andere Spinnen sowie zahlreiche andere Insekten, die wir auf unseren Dschungelspaziergängen am Tage nicht gesehen haben. Besonders eindrucksvoll war der Bohlensteg durch den Sumpf bei Nacht und der Riesenfrosch mit dem Buckel auf dem Rücken direkt unter unserer Holzhütte. Er war bestimmt so groß wie ein Katzenbaby und hat laut gequakt.

Übrigens: Insekten werden ja bekanntlich vom Licht angezogen. So war es keine gute Idee, die Stirnlampe auf den Kopf zu setzen. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde hatten sich sämtliche flugfähige Insekten des Dschungels um meinen Kopf versammelt…

Nachts haben wir im Dschungel nochmal ganz andere Insektenarten gesehen als tagsüber.

Tag und Nacht – zwei verschiedene Welten im Dschungel

Tagsüber wirkt der Dschungel manchmal leer. Zumindest dort, wo man normalerweise zu Fuß unterwegs ist. Denn das Leben spielt sich überwiegend in den höheren Etagen ab. Affen hangeln sich durch die Baumkronen, Vögel rufen ihre Artgenossen oder warnen vor uns Eindringlingen. In der unteren Etage sieht man dagegen hauptsächlich Insekten: Spinnen, Käfer, Grashüpfer, Ameisen und Schmetterlinge. Letztere sind besonders farbenfroh und verglichen mit unseren heimischen Schmetterlingen außerdem riesig.

Nachts vervielfacht sich die Dichte der Insekten nochmals: wir sehen mehr Spinnen, mehr Käfer und mehr Grashüpfer. Dazu kommen weitere Arten wie beispielsweise Skorpione oder Gottesanbeterinnen. Eine Nachtwanderung im Dschungel ist einfach aufregend, alles wirkt mystisch und geheimnisvoll und die Tiere wirken im Schein der Taschenlampe nochmals skurriler.

Ein Skorpion im Schein der Taschenlampe.

Tipp: schaltet mal eure Taschenlampen aus und erlebt die totale Finsternis mitten im Dschungel.

Tagsüber sahen wir manchmal über längere Zeit außer Ameisen gar keine Tiere. Es war still im Dschungel. Dann waren weder Vogelrufe, noch tobende Affen zu hören. Unser Guide meint, der Dschungel verändert sich, es gibt immer weniger Tiere. Schuld seien die zunehmende Verschmutzung des Ökosystems durch die Ölbohrungen lernen wir.


Mit dem Speedboot flussabwärts nach Nuevo Rocafuerte

Auf dem Rio Napo verkehren Kanus in allen Größen, die meisten sind motorisiert. Den wahrscheinlich stärksten Motor hat aber das öffentliche Speedboot, das zwischen El Coca und Nuevo Rocafuerte verkehrt. Das fast voll besetzte und mit Gepäck vollgestopfte Boot sammelt uns am Anleger der Pilchi Kommune ein. Irgendwie schaffen wir es, uns mitsamt unserem Gepäck noch auf die Bänke zu quetschen. Zwei Stunden und dreizig Minuten dauert der wilde Ritt auf dem Rio Napo. Der Wind und der Motor dröhnen in meinen Ohren um die Wette und der Fahrtwind bläst mir erfrischend ins Gesicht. Neben mir spritzt das Wasser an den Bordwänden hoch. Besonders hoch wird es, wenn das Boot einen Haken schlägt, um Holz oder Sandbänken auszuweichen. Ich ziehe den Verschluss von meiner Schwimmwesten vorsichtshalber doch nochmal ein Stück enger.

Auf den Speedbooten wird kein Platz verschenkt.

Je weiter wir den Rio Napo herunter fahren, umso besiedelter ist das Flussufer. Die kleinen Siedlungen haben ihre Existenz meist dem Öl zu verdanken. Wir sehen zwei große Öltanks von PetrolAmazon und immer wieder Tanklaster, die mit Booten transportiert werden.

Ab und zu sieht man am Ufer Häuser, Anleger oder sogar kleien Plantagen.

Nuevo Rocafuerte

Der Ort Nuevo Rocafuerte zählt nicht einmal 500 Einwohner. Neben einer Kaserne befindet sich hier das einzige Krankenhaus der weiteren Umgebung. Die nächstliegenden Straßen sind etwa 250 km entfernt.

Auf der staubigen Hauptstraße laufen Straßenhunde auf und ab, Geier kreisen über dem Ufer und Mopeds knattern an uns vorbei. Helme trägt hier niemand und es sitzen auch gerne mal drei oder vier Leute auf den Kisten. Wir bekommen Lunch in einem der Hostels. Anschließend mischen wir uns unter die Leute vor der Dorfkneipe. Jeder kennt hier jeden, wir werden von den Einheimischen neugierig beäugt und wünschen uns gegenseitig ein “Feliz Año Nuevo”. Am meisten hat mich eine Lady mit hellblauen Highheels beeindruckt. Sie kam mit einem Quad angebraust und zog eine lange Staubfahne hinter sich her. Auch sie begrüßte uns mit einem herzlichen “Feliz Año Nuevo!”

Wir reißen uns los und wollen vor unserer nächsten Etappe noch Kekse kaufen. Minutenlang suche ich die Ladenregale nach Oreo Keksen ab. Vergeblich. Oreo Kekse haben es noch nicht bis hier hin geschafft. Für mich immer ein sichereres Zeichen, dass ich jetzt am Ende der Welt angekommen bin. Die Verkäuferin zeigt uns ähnliche Kekse, mit denen ich dann glücklich in das nächste Kanu steige. Dieses gehört der Yasuni Warmi Kommune, bei der wir unsere nächsten drei Nächte verbringen. Es ist ein kleines, offenes Kanu, ohne Schatten und mit steinharten Hockern zum sitzen. Nach anderthalb Stunden weiß ich genau, wo meine Sitzbeinhöcker sind.

Fußabdrücke Tapir
Im Regenwald leben auch Tapire. Leider haben wir nur ihre Fußabdrücke gesehen.

Rosa Flussdelfine von Yasu Warmi

Yasuni Warmi heißt übersetzt “women of the water”. Damit sind die Flussdelfine gemeint. So ganz klar wurde mir der Zusammenhang leider nicht, ich glaube, dazu müsste ich noch tiefer in die Mythologie einsteigen.

Die Community Yasuni Warmi befindet sich am äußersten Ende von Ecuador, gegenüber der Grenze zu Peru. Hier zweigt der Fluss Aguarico von Rio Napo ab und vom Aguarico zweigt wiederum der Schwarzwasserfluss Rio Cocaya ab. Schwarzwasser bedeutet, dass weniger Sedimente, dafür aber mehr Huminstoffe und Fische im Wasser sind. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die Rosa Flussdelfine bevorzugt in den Schwarzwasserflüssen und Lagunen aufhalten.

Rosa Flussdelfin von Yasu Warmi im Amazonas von Ecuador
Die Farbe der Flussdelfine verändert sich mit dem Alter: Jungtiere sind silbergrau, ältere Amazonasdelfine werden rosa.

Vor etwa zwölf Jahren hat die Commune angefangen, die Flussdelfine mit Metallklängen anzulocken. Die neugierigen Tiere kamen schließlich bis zu dem Steg und bekamen einen Fisch zur Belohnung. Hier in Yasuni Warmi hat man daher beste Chancen, die Flussdelphine zu sehen und ihnen vielleicht sogar einen Fisch zu geben oder mit ihnen ins Wasser zu gehen.

An unserem vorletzten Tag im Amazonas von Ecuador statten wir den Flussdelfinen einen weiteren Besuch ab. Bereits bei unserer Ankunft sehen wir zwei Tiere an der Einmündung des Rio Cocaya in den Aguarico nach Fisch jagen. Marcelo schlägt die beiden Metallstäbe aneinander. Der rhythmische Klang erinnert mich ein bisschen an das Läuten einer Kirchenglocke. Doch heute kommen die Delfine nicht bis zu dem Steg. Anscheinend haben die Tiere heute mehr Lust, selber zu jagen.

Rosa Flussdelfin von Yasu Warmi im Amazonas von Ecuador
Manche indigene Völker glauben, dass ein ertrunkener Mensch zu einem Flussdelfin wird. Er behalte in seinem neuen Leben die Fähigkeit, sich bei gelegentlichen Landgängen zurück in einen Menschen zu verwandeln.

Nachtfahrt mit dem Kanu auf dem Fluss Aguarico

Eine nächtliche Fahrt mit dem Kanu ist was ganz besonders Feines. Es ist angenehm kühl und die Abendstimmung auf dem Fluss bei Sonnenuntergang ist Entspannung pur. Mit der Dunkelheit wird es dann jedoch immer spannender. Wir suchen die Flussufer mit unseren Taschenlampen ab. Wer findet zuerst ein paar rote Augen?

nachts mit dem Kanu im Amazonas von Ecuador
Zur Dämmerung ist eine ganz besondere Stimmung im Regenwald.

Die urzeitlich aussehenden Kaimane lauern meist nah am Ufer zwischen Bewuchs. Meist schauen nur die Augen und Nasenlöcher aus dem Wasser. Definitiv schwer zu erkennen. Doch wenn man im Dunkeln mit der Taschenlampe die Flussufer absucht, kann man die Kaimane ganz leicht entdecken. Dann leuchten die Augen rotorange auf und sind nicht zu übersehen. Meist bleibt es jedoch dabei, dass man nur die Augen aus der Ferne sieht.

Tagsüber haben wir nur einmal einen Kaiman gesehen. Er war in dem trüben Wasser gut getarnt und lauerte in der Nähe von Zweigen, die in das Wasser ragten.

Ein paar Fischer haben eine Anaconda gefunden und sie im Boot mitgenommen, um sie uns zu zeigen.

Auf einen Drink nach Peru: Cabo Pantoja

Wir verabschieden uns von Yasu Warmi und fahren weiter stromabwärts bis an die Grenze zu Peru. Der erste Ort hinter der Grenze ist Cabo Pantoja, ehemals Rocafuerte. Wir schlendern in dem etwa 500 Einwohner zählenden Dorf am Ufer entlang. Viel gibt es hier nicht. Einige Kanus liegen am Ufer, es gibt einen kleinen Shop und außerdem eine Bar, wo wir einen kühlen Drink bekommen.

Das Ufer vor der kleinen Siedlung Cabo Pantoja, Peru.
Wasserspielplatz

Erfrischt geht es weiter in unserem kleinen offenen Boot. Die Sonne scheint unbarmherzig und der Wind wirbelt den Sand der Uferbänke auf. Ich streife mein Langarm-Shirt über und versuche mich so gut es geht vor der brennenden Sonne zu schützen. Schatten gibt es nicht. Wind, Strömung, Sandbänke und Bäume im Wasser machen die Fahrt auch für unseren Kapitän zu einer Herausforderung.

Rio Napo im Amazonas Gebiet von Ecuador
Während der Trockenzeit werden die Sandbänke im Fluss größer.

Bevor wir in den Yasuni River abbiegen, machen wir noch einen kurzen Fotostopp an der Grenze zwischen Peru und Ecuador. Von hier sind es noch acht Kilometer bis zur Kontrollstelle am Eingang zum Yasuni Nationalparks.


Yasuni River und Jatuncocha-Lagune

An der Kontrollstelle am Eingang zum Yasuni Nationalparks müssen wir das erste Mal unsere Impfausweise vorzeigen. Unser Ziel ist die Jatuncocha-Lagune, die größte Lagune am Yasuni River. Ich staune, wie sehr sich die Vegetation des Flusses von der Vegetation der zuvor besuchten Flüsse unterscheidet. Außerdem scheint es den Flussdelphinen hier sehr gut zu gefallen, denn wir sehen gleich mehrere Tiere an zwei verschiedenen Abschnitten des Flusses.

Süßwasser-Schildkröten im Amazonas Regenwald bei der Jatuncocha-Lagune, Ecuador.
Meist schneller weg als man gucken kann: Süßwasser-Schildkröten im Amazonas Regenwald bei der Jatuncocha-Lagune, Ecuador.

Zunächst wirkt die Jatuncocha-Lagune recht unspektakulär. Doch je weiter wir hineinfahren, umso enger und zugewachsener wird es. Wir schlängeln uns mit dem Kanu immer weiter durch schmale Flüsschen. Auf meiner Maps.Me Karte ist hier schon lange nichts mehr eingetragen. Willkommen in der Wildnis. Wir sehen verschiedenste Vögel, Schildkröten und sogar einen etwa zwei Meter langen Kaiman aus der Nähe.

Kaiman in der Jatuncocha-Lagune im Amazonas von Ecuador
Gut getarnt und doch entdeckt: ein Kaiman in der Jatuncocha-Lagune.
Erzfischer (American Pygmy Kingfisher) Ecuador Amazonas
Der Erzfischer (American Pygmy Kingfisher) gehört zur Familie der Eisvögel. Er bewohnt die Tropen Amerikas von Mexiko bis Bolivien.

Abschied vom Dschungel

Angekommen in Nuevo Rocafuerte erklimmen wir den Chimborazo. Nein, leider nicht den Berg sondern das Hostel. Wärs doch nur der Berg gewesen, da hätten wir bestimmt mehr Luft bekommen als in unserem fensterlosen Raum, einem winzigen Backofen. Für die Klimaanlage müssen wir 10 Euro extra zahlen. Das Dinner besteht wieder aus Reis, Linsen und schleimig aussehender gekochter Banane. Selbst der Hund, der mich um einen Happen anbettelt, verschmäht die Kochbanane.

Er hat alles genau im Blick.

Speedboot von Nueva Rocafuerte nach El Coca

Um 6 Uhr morgens geht das Speedboot zurück nach El Coca. Fünf Stunden soll die Fahrt dauern. Ich klettere auf meinen engen Sitzplatz und richte mich ein. Mit meinem dicken Kamerarucksack zwischen den Beinen werde ich wahrscheinlich die ganze Fahrt über in der einmal eingenommen Position verharren müssen. Ich frage mich, ob ich jemals meine Füße befreien kann, falls wir kentern sollten.

Morgens am Bootsanleger in Nueva Rocafuerte.

Das Boot ist schnell und der Fahrtwind kennt kein Erbarmen. Ich ziehe meine Regenjacke an und schließe meinen Kragen bis dicht unters Kinn. Nach etwa 40 Minuten halten wir, nehmen weitere Gäste auf und das Boot wird betankt. Dafür wird über einen vielleicht sechs Meter langen Schlauch aus einem Kanister oben am Rand der Uferböschung der Sprit nach unten geleitet.

Auf dem Speedboot kann es auch mal lauter werden.

Eine Weile später stoppen wir wieder, diesmal aber mitten auf dem Fluss. Irgendetwas scheint mit dem Motor nicht zu stimmen. Während das Problem gleich vor Ort behoben wird, schöpft der Kapitän vorne Wasser aus dem Cockpit. Hmmm, endet unsere Fahrt nun? Keineswegs. Bald darauf düsen wir weiter und fahren wilde Kurven, um den Ästen und Sandbänken auf dem Rio Napo auszuweichen.

Wir sehen verschiedenste Kanus, andere Speedboote, einfache Holzkanus, Schulboote, Dampfer im Mississippi Style und Transportschiffe, die Autos, Trucks oder gar Tanklaster geladen haben.

LKW-Verkehr auf dem Rio Napo im Amazonas Gebiet von Ecuador
LKW-Verkehr mal anders

Etwa auf halber Strecke legen wir schließlich einen Zwischenstopp für Toiletten und den Kauf von Snacks und Getränken ein.

Weiter geht’s. Bei dem flachem Wasserstand versucht der Kapitän die Hauptströmung des Flusses zu treffen, denn hier ist das Wasser am tiefsten und am sichersten befahrbar. Plötzlich schlägt das Boot einen U-Turn und legt sich schräg in die Kurve. Grad noch rechtzeitig hat unser Kapitän die Untiefe vor uns erkannt und umfährt diese in rasanter Geschwindigkeit

Must Haves für die Fahrt mit dem Speedboot:

  • Snacks
  • Getränke
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • Langärmliges Shirt
  • Windjacke
  • Musik oder Hörbuch
Neugierig? Vom Boot aus haben wir die meisten Affen gesehen.

Tipps für eure Packliste

Das Amazonasgebiet in Ecuador ist heiß, feucht und es gibt zahlreiche Insekten. Dazu kann es mal mehr oder weniger stark regnen und auf den Booten kann es bei schneller Fahrt am frühen Morgen auch recht kalt sein.

Für eure Packliste heißt das: ihr braucht von allem etwas.

  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Basecap oder Sonnenhut
  • Regenschirm für Regen und als Sonnenschutz auf einem offenen Boot
  • Mikrofaserhandtuch* als Sonnenschutz oder fürs Baden
  • Badesachen
  • Insektenschutzmittel
  • Moskitonetze sind in den meisten Unterkünften vorhanden, fragt am besten aber nochmal nach.
  • Malariaprophylaxe bzw. Malariamedikament (informiert euch vorher beim Tropeninstitut)
  • Wasserdesinfektionstabletten, z. B. Micropur Forte*. Die meisten Unterkünfte stellen Trinkwasser zur Verfügung, doch besser ihr habt Reinigungstabletten für den Notfall dabei.
  • Nachfüllbare Trinkflaschen (z.B. zwei 1 Liter Nalgene Bottles*)
  • Durchfalltabletten
  • Regenschutz für Rucksack und Kameratasche bzw. wasserdichte Beutel
  • Regenjacke
  • Shorts und lange Hose (schnelltrocknendes Material), z.B. eine Zip-Off Hose von Fjällräven*
  • Tops und langärmlige Shirts als Sonnen-/Insektenschutz (schnelltrocknendes Material)
  • Sandalen und /oder geschlossene Schuhe
  • Gummistiefel für Dschungelwanderungen (werden meist vom Anbieter gestellt)
  • Taschenlampe für Nachtwanderungen, z.B. die Stirnlampe Petzl Actic*
  • Fernglas, z. B. das handliche und wasserdichte Zeiss Terra ED 8×42*
  • Kameraausrüstung. Ihr wollt wissen, womit ich fotografiere?
  • Ggf. mehrere Kameraakkus, Ladegeräte, Weltreisestecker (ihr habt möglicherweise nicht den ganzen Tag über Strom und könnt nur zu bestimmten Zeiten Aufladen)
Gut gerüstet mit Gummistiefeln und Kamera.

Wie kommt man nach El Coca?

Ihr habt mehrere Möglichkeiten, um von Quito nach El Coca zu kommen:

  • Flugzeug: Dauer ca. 40 Minuten; Kosten etwa 130 – 160 Dollar hin und zurück; Fluglinien Latam und Aeroregional
  • Öffentlicher Bus: mehrmals täglich, Dauer ca. 6,5 bis 8 Stunden; Kosten ca. 15-17 Dollar. Es ist gar nicht so einfach, ein Ticket online zu kaufen. Aber es gibt meist die Möglichkeit, über Whats App Kontakt aufzunehmen. Zum Beispiel Ecua Buses.
  • Privater Transport im Auto: Dauer ca. 5 Stunden; Kosten ca. 154 Dollar bei zwei Passagieren. Wo? Zum Beispiel bei Ecuador Bus. Bei MyDayTrip könnt auf Wunsch sogar einzelne Zwischenstopps dazu buchen. Kostet allerdings auch mehr.

Wir sind hin geflogen und zurück mit einem privaten Autotransport. Der Vorteil des privaten Transportes ist, dass man zeitlich absolut flexibel ist und noch dazu die wunderschöne Berglandschaft der Ostseite der Anden sieht.

Mit dem Kanu durch das Amazonas Gebiet von Ecuador
Das Ufer des Flusses ist dunkelgrün und dicht bewachsen. Einzelne Bäume ragen hoch aus dem Wald heraus.

Büchertipps für den Amazonas von Ecuador

Ihr wollt wissen, wo die Reise hingeht? Dann kann ich euch diese Bücher* empfehlen.

Die Bücher könnt ihr mit einem Klick auf die Bilder bei Amazon bestellen. Wenn ihr über einen Affiliate-Link ein Produkt kauft, dann bekomme ich dafür eine kleine Provision und ihr helft mir, Fernweh-Motive weiterhin mit interessanten Artikeln zu füllen. Das Produkt wird für euch dadurch nicht teurer und ihr tut mir damit einen riesen Gefallen.


Wart ihr selber schon mal im Amazonas-Becken von Ecuador? Wie hat es euch gefallen? Habt ihr noch Fragen zu meinem Artikel? Wenn ja, dann schreibt mir doch einen Kommentar!

Wollt ihr wissen, wenn es neue Artikel auf meinem Blog gibt? Dann folgt mir doch auf Facebook, Pinterest oder Instagram. Ich freue mich auch riesig, wenn ihr meinen Artikel mit euren Freunden teilt.

Follow my blog with Bloglovin


Empfehlungen zum Weiterlesen

Liebt ihr Wildtiere genauso sehr wie ich? Dann interessieren euch vielleicht auch meine Artikel über die Königspinguine von Feuerland oder über das Tauchen mit Seelöwen bei La Paz, Mexiko.

Die Königspinguine von Feuerland

Tauchen mit Seelöwen bei La Paz - ein tierisches Vergnügen!
Tauchen mit Seelöwen bei La Paz – ein tierisches Vergnügen!

6 Kommentare

    • Hallo Rico, ich weiß den Namen der Agentur leider nicht mehr, die waren in Coca und hatten verschiedene Touren im Angebot. Die Tour gab es so im Angebot nicht. Wir haben damals ein Angebot modifiziert, da wir auch länger bei den Delfinen sein wollten. Da wir eh eine individuelle Tour und keine Gruppentour haben wollten, war das kein Problem. Ich denke, solche individuellen Touren bieten viele Touranbieter an. Viele Grüße, Mareike

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein