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	Kommentare zu: Eisenhüttenstadt &#8211;  Zeitreise in eine sozialistische Planstadt	</title>
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	<description>Unterwegs mit Rucksack und Kamera</description>
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		<title>
		Von: Mareike Schadach		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-3210</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mareike Schadach]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2024 16:34:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-3209&quot;&gt;Karsten&lt;/a&gt;.

Hallo Karsten. Schön, dass du dir die Stadt angeschaut hast und es freut mich, dass dir mein Blogartikel beim Erkunden geholfen hat. Genau so soll es sein :-) Danke für dein Feedback!
Liebe Grüße, Mareike]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-3209">Karsten</a>.</p>
<p>Hallo Karsten. Schön, dass du dir die Stadt angeschaut hast und es freut mich, dass dir mein Blogartikel beim Erkunden geholfen hat. Genau so soll es sein 🙂 Danke für dein Feedback!<br />
Liebe Grüße, Mareike</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Karsten		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-3209</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karsten]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Oct 2024 11:05:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Mareike, eigentlich brauchte ich auf dem Weg nach Osten nur ein günstiges Zimmer für eine Nacht und bin eher zufällig in Eisenhüttenstadt gelandet. Während der Fahrt habe ich dann einmal aus Neugierde ein wenig zu der Stadt gegoogelt, über die ich so gut wie nichts wusste, und bin hier gelandet. Der tolle Blogbeitrag, aber auch der rührende Kommentar von Hendrik Hammer waren eine großartige Einstimmung auf einen Ort, von dem ich gar nichts erwartet hatte und den ich nun gut vorbereitet und staunend mehrere Stunden lang erkunden konnte. Vielen Dank!!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Mareike, eigentlich brauchte ich auf dem Weg nach Osten nur ein günstiges Zimmer für eine Nacht und bin eher zufällig in Eisenhüttenstadt gelandet. Während der Fahrt habe ich dann einmal aus Neugierde ein wenig zu der Stadt gegoogelt, über die ich so gut wie nichts wusste, und bin hier gelandet. Der tolle Blogbeitrag, aber auch der rührende Kommentar von Hendrik Hammer waren eine großartige Einstimmung auf einen Ort, von dem ich gar nichts erwartet hatte und den ich nun gut vorbereitet und staunend mehrere Stunden lang erkunden konnte. Vielen Dank!!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Mareike Schadach		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-2987</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mareike Schadach]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2024 08:03:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-2979&quot;&gt;Hendrik Hammer&lt;/a&gt;.

Hallo Hendrik. Vielen Dank für ihren Kommentar und ihren Beitrag zu meinem Blog. Ich freu mich, dass ihnen meine Bilder und mein Artikel über ihre Geburtsstadt gefallen. Mit ihren Ergänzungen und persönlichen Erinnerungen, die sie mit den Gebäuden verbinden, ermöglichen sie mir und allen Lesern nochmal eine ganz neue Blickrichtung auf die Stadt und mach die Bilder lebendig. Ganz herzlichen Dank dafür! Wie das Leben in Eisenhüttenstadt früher war, dass die Straßen belebt waren mit jungen Leuten und spielenden Kindern war uns damals bei der Stadtführung tatsächlich nicht bewusst vor Augen. 
Wenn sie die Publikation bzgl. des etwaigen Nazi-Plans nochmal finden, würde ich mich freuen, wenn sie mir diese senden würden. Das ist ein interessanter Punkt, und die Grundsätze des Städtebaus waren dann gar nicht so verschieden. 
Schöne Grüße, Mareike]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-2979">Hendrik Hammer</a>.</p>
<p>Hallo Hendrik. Vielen Dank für ihren Kommentar und ihren Beitrag zu meinem Blog. Ich freu mich, dass ihnen meine Bilder und mein Artikel über ihre Geburtsstadt gefallen. Mit ihren Ergänzungen und persönlichen Erinnerungen, die sie mit den Gebäuden verbinden, ermöglichen sie mir und allen Lesern nochmal eine ganz neue Blickrichtung auf die Stadt und mach die Bilder lebendig. Ganz herzlichen Dank dafür! Wie das Leben in Eisenhüttenstadt früher war, dass die Straßen belebt waren mit jungen Leuten und spielenden Kindern war uns damals bei der Stadtführung tatsächlich nicht bewusst vor Augen.<br />
Wenn sie die Publikation bzgl. des etwaigen Nazi-Plans nochmal finden, würde ich mich freuen, wenn sie mir diese senden würden. Das ist ein interessanter Punkt, und die Grundsätze des Städtebaus waren dann gar nicht so verschieden.<br />
Schöne Grüße, Mareike</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hendrik Hammer		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-2979</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hendrik Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2024 21:33:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fernwehmotive.de/?p=3493#comment-2979</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Mareike,
vielen Dank für den gut recherchierten und wunderbaren Beitrag über meine Geburtsstadt und die schönen Bilder. Schön, dass Sie die Erinnerung an die damaligen Bauten hochhalten. Wenn Sie erlauben hier ein paar Ergänzungen:

Das im 2. Bild benannte Kulturzentrum war früher in dem einen Flügel das Pionierhaus und in dem anderen Flügel eine Musikschule, die ich selbst 7 Jahre besuchte. Der Weg nebenan hieß früher Pionierweg und ist heute als Ludmilla-Hypius-Weg nach der mir persönlich bekannten Großmutter eines Musiker-Freundes von mir benannt, die sich allergrößte Verdienste um die musikalische Ausbildung ganzer Heerscharen von Jugendlichen erworben hat. Eine ganz großartige und immer überaus freundliche Frau!

Gleich daneben steht die von Ihnen gezeigte Schule 5 - Juri Gagarin, in die ich von der 3. bis zur 10 Klasse besuchte. Ich weiß nicht, ob die noch stehen und ob Sie die sahen; für die 1. bis 4. Klasse gab es auf dem Schulgelände 4 großzügige extra stehende Pavillons mit je 2 Klassenräumen wo auch der Hort für die Kleinen war. Die &quot;Bierbar&quot; war die zugehörige Schulspeisung - man sieht ja, dass beide Gebäude architektonisch verbunden sind. Eine Schande, wie es da heute aussieht. Ebenso das LUNIK.

Ich hab noch vor der Wende als Ofensetzer in den Wohnkomplexen 1 bis 5 gearbeitet und habe daher das Innere vieler Wohngebäude dort gesehen. Auf Bild 10 kann man z. B. die großen Fensterflächen über dem Tordurchgang sehen. Das waren ganz tolle, großzügige und helle Wohnungen. Die Wohnungen im 1. WK waren dagegen wirklich Muckelbuchten mit 2m30 Deckenhöhe und kleinen Räumen, in der Wohnungsnot nach dem Krieg jedoch immer noch Gold..

Sie schrieben, dass Sie die Leninallee (Lindenallee) für etwas überdimensioniert halten und dass sie die Ruhe in den Wohnkomplexen (auch) auf die Art der Bebauung zurückführen. 
Ich muss das mal etwas gerade rücken. Sie haben die Stadt jetzt erst kennengelernt und können nicht wissen, dass &quot;Hütte&quot; zu DDR-Zeiten eine völlig andere Stadt war. Heute ist das Durchschnittsalter in EH gefühlt 65 - 70 Jahre. 

Meine Eltern sind 1962 nach EH gekommen und waren da noch nicht mal 20 Jahre alt. Alle, die nach EH kamen, waren in diesem Alter, so dass die ganze Stadt im Grunde fast ausschließlich aus sehr jungen Leuten bestand, die aus der ganzen DDR kamen und in EH als Arbeiter und Ingenieure arbeiteten. 
Die bekamen alle Kinder (meine Generation), so dass die ganze Stadt voll war mit jungen Leuten und deren Kindern. 

Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll, damit Sie mir das glauben und das nachvollziehen können, aber die Stadt war damals proppevoll mit jungen Leuten und Kindern, laut, voller Kindergeschrei, Geklapper und Geschepper, Moped- und Trabi-Sound. Die Straßen und Höfe - auch die Leninallee - waren zu jedem Wochentag voll von Leuten und Leben - die kamen gar nicht nach, für die vielen Kinder die Schulen zu bauen. Ich hatte viele Freunde und überall kannte man andere Kinder und Jugendliche. Es war immer was los und das blühende Leben dort können Sie sich gar nicht vorstellen... ebenso die - mir von meinen Eltern mitgeteilte - Aufbruchstimmung in den 50ern und 60ern der jungen Leute.

Die Stadt ist heute dagegen völlig ausgestorben und leer. Sie, Mareike, haben die leider auch so kennengelernt. 
Die heutige Stille in den Höfen kommt nicht von der Bauweise. Sie kommt daher, dass die Stadt einer demografischen Katastrophe unterliegt und sich seit 1989 entvölkert. Meine Generation +/- 10 Jahre ist nach der Wende bis auf ein paar Leute im Grunde komplett weg. Geblieben sind nur die Alten, die jetzt wegsterben. Es kommt auch kein bzw. kaum neuer Nachwuchs nach, da dort kaum noch junge Leute leben. Die Stadt ist heute eine Stadt der Alten und ganz Alten und wird irgendwann nur noch ein verlassenes Freilichtmuseum sein.

Für jemanden, der dort aufgewachsen ist, ist diese Entwicklung der allmählichen Auflösung, die Stille und die &quot;Grab&quot;-Ruhe dort einfach nur deprimierend und ich fahre da nicht mehr hin, außer vielleicht nochmal ans Grab der Eltern. 

Eisenhüttenstadt, das als Planstadt seine eheste Entsprechung wohl in Wolfsburg hat, ist aber m. E. ein gutes Beispiel für eine künstlich implanierte Siedlung, die sich nach partiellem Wegfall der Voraussetzungen (in EH gab es nicht nur das EKO, sondern noch andere Großbetriebe, die es heute nicht mehr gibt) wieder zurückentwickelt. Hätten die nach der Wende auch das EKO dichtgemacht, würde es heute wohl nur noch die schon vorher existienten Ortschaften Fürstenberg/O. und Schönfließ geben, zwischen die die Planstadt gesetzt wurde. 

Auch gab es wohl noch andere Gründe für die Errichtung Eisenhüttenstadts an dem Ort. Meines Wissens nach gab es schon vor 1945 deutsche Planungen für ein Eisenhüttenwerk dort, in dem nach zu gewinnendem Krieg Eisenerze aus Schlesien und der Ukraine verhüttet werden sollten. Indiz dafür ist das auf Höhe Vogelsang an der Oder heute noch als Ruine befindliche große Kraftwerk, das zwar noch fertig gestellt aber wohl nicht mehr in Betrieb genommen werden wurde. Auch gab es in Fürstenberg schon vor Kriegsende unterirdische Rüstungsfertigungsanlagen der DEGUSSA. Noch heute stehen die DEGUSSA-Häuser in der Cottbuser Straße - siehe auch hier: https://www.deutschlandfunk.de/ruestungspark-der-nazis-100.html

Es ist also nicht auszuschließen, dass die DDR-Kommunisten einfach einen Nazi-Plan ausgegraben und als den Ihren ausgegeben haben... Ich hatte dazu auch mal eine entsprechende Publikation. Wenn ich die nochmal finde und Sie sich dafür interessieren kann ich Ihnen die zusenden. 

Nochmal vielen Dank und beste Grüße - Hendrik]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Mareike,<br />
vielen Dank für den gut recherchierten und wunderbaren Beitrag über meine Geburtsstadt und die schönen Bilder. Schön, dass Sie die Erinnerung an die damaligen Bauten hochhalten. Wenn Sie erlauben hier ein paar Ergänzungen:</p>
<p>Das im 2. Bild benannte Kulturzentrum war früher in dem einen Flügel das Pionierhaus und in dem anderen Flügel eine Musikschule, die ich selbst 7 Jahre besuchte. Der Weg nebenan hieß früher Pionierweg und ist heute als Ludmilla-Hypius-Weg nach der mir persönlich bekannten Großmutter eines Musiker-Freundes von mir benannt, die sich allergrößte Verdienste um die musikalische Ausbildung ganzer Heerscharen von Jugendlichen erworben hat. Eine ganz großartige und immer überaus freundliche Frau!</p>
<p>Gleich daneben steht die von Ihnen gezeigte Schule 5 &#8211; Juri Gagarin, in die ich von der 3. bis zur 10 Klasse besuchte. Ich weiß nicht, ob die noch stehen und ob Sie die sahen; für die 1. bis 4. Klasse gab es auf dem Schulgelände 4 großzügige extra stehende Pavillons mit je 2 Klassenräumen wo auch der Hort für die Kleinen war. Die &#8220;Bierbar&#8221; war die zugehörige Schulspeisung &#8211; man sieht ja, dass beide Gebäude architektonisch verbunden sind. Eine Schande, wie es da heute aussieht. Ebenso das LUNIK.</p>
<p>Ich hab noch vor der Wende als Ofensetzer in den Wohnkomplexen 1 bis 5 gearbeitet und habe daher das Innere vieler Wohngebäude dort gesehen. Auf Bild 10 kann man z. B. die großen Fensterflächen über dem Tordurchgang sehen. Das waren ganz tolle, großzügige und helle Wohnungen. Die Wohnungen im 1. WK waren dagegen wirklich Muckelbuchten mit 2m30 Deckenhöhe und kleinen Räumen, in der Wohnungsnot nach dem Krieg jedoch immer noch Gold..</p>
<p>Sie schrieben, dass Sie die Leninallee (Lindenallee) für etwas überdimensioniert halten und dass sie die Ruhe in den Wohnkomplexen (auch) auf die Art der Bebauung zurückführen.<br />
Ich muss das mal etwas gerade rücken. Sie haben die Stadt jetzt erst kennengelernt und können nicht wissen, dass &#8220;Hütte&#8221; zu DDR-Zeiten eine völlig andere Stadt war. Heute ist das Durchschnittsalter in EH gefühlt 65 &#8211; 70 Jahre. </p>
<p>Meine Eltern sind 1962 nach EH gekommen und waren da noch nicht mal 20 Jahre alt. Alle, die nach EH kamen, waren in diesem Alter, so dass die ganze Stadt im Grunde fast ausschließlich aus sehr jungen Leuten bestand, die aus der ganzen DDR kamen und in EH als Arbeiter und Ingenieure arbeiteten.<br />
Die bekamen alle Kinder (meine Generation), so dass die ganze Stadt voll war mit jungen Leuten und deren Kindern. </p>
<p>Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll, damit Sie mir das glauben und das nachvollziehen können, aber die Stadt war damals proppevoll mit jungen Leuten und Kindern, laut, voller Kindergeschrei, Geklapper und Geschepper, Moped- und Trabi-Sound. Die Straßen und Höfe &#8211; auch die Leninallee &#8211; waren zu jedem Wochentag voll von Leuten und Leben &#8211; die kamen gar nicht nach, für die vielen Kinder die Schulen zu bauen. Ich hatte viele Freunde und überall kannte man andere Kinder und Jugendliche. Es war immer was los und das blühende Leben dort können Sie sich gar nicht vorstellen&#8230; ebenso die &#8211; mir von meinen Eltern mitgeteilte &#8211; Aufbruchstimmung in den 50ern und 60ern der jungen Leute.</p>
<p>Die Stadt ist heute dagegen völlig ausgestorben und leer. Sie, Mareike, haben die leider auch so kennengelernt.<br />
Die heutige Stille in den Höfen kommt nicht von der Bauweise. Sie kommt daher, dass die Stadt einer demografischen Katastrophe unterliegt und sich seit 1989 entvölkert. Meine Generation +/- 10 Jahre ist nach der Wende bis auf ein paar Leute im Grunde komplett weg. Geblieben sind nur die Alten, die jetzt wegsterben. Es kommt auch kein bzw. kaum neuer Nachwuchs nach, da dort kaum noch junge Leute leben. Die Stadt ist heute eine Stadt der Alten und ganz Alten und wird irgendwann nur noch ein verlassenes Freilichtmuseum sein.</p>
<p>Für jemanden, der dort aufgewachsen ist, ist diese Entwicklung der allmählichen Auflösung, die Stille und die &#8220;Grab&#8221;-Ruhe dort einfach nur deprimierend und ich fahre da nicht mehr hin, außer vielleicht nochmal ans Grab der Eltern. </p>
<p>Eisenhüttenstadt, das als Planstadt seine eheste Entsprechung wohl in Wolfsburg hat, ist aber m. E. ein gutes Beispiel für eine künstlich implanierte Siedlung, die sich nach partiellem Wegfall der Voraussetzungen (in EH gab es nicht nur das EKO, sondern noch andere Großbetriebe, die es heute nicht mehr gibt) wieder zurückentwickelt. Hätten die nach der Wende auch das EKO dichtgemacht, würde es heute wohl nur noch die schon vorher existienten Ortschaften Fürstenberg/O. und Schönfließ geben, zwischen die die Planstadt gesetzt wurde. </p>
<p>Auch gab es wohl noch andere Gründe für die Errichtung Eisenhüttenstadts an dem Ort. Meines Wissens nach gab es schon vor 1945 deutsche Planungen für ein Eisenhüttenwerk dort, in dem nach zu gewinnendem Krieg Eisenerze aus Schlesien und der Ukraine verhüttet werden sollten. Indiz dafür ist das auf Höhe Vogelsang an der Oder heute noch als Ruine befindliche große Kraftwerk, das zwar noch fertig gestellt aber wohl nicht mehr in Betrieb genommen werden wurde. Auch gab es in Fürstenberg schon vor Kriegsende unterirdische Rüstungsfertigungsanlagen der DEGUSSA. Noch heute stehen die DEGUSSA-Häuser in der Cottbuser Straße &#8211; siehe auch hier: <a href="https://www.deutschlandfunk.de/ruestungspark-der-nazis-100.html" rel="nofollow ugc">https://www.deutschlandfunk.de/ruestungspark-der-nazis-100.html</a></p>
<p>Es ist also nicht auszuschließen, dass die DDR-Kommunisten einfach einen Nazi-Plan ausgegraben und als den Ihren ausgegeben haben&#8230; Ich hatte dazu auch mal eine entsprechende Publikation. Wenn ich die nochmal finde und Sie sich dafür interessieren kann ich Ihnen die zusenden. </p>
<p>Nochmal vielen Dank und beste Grüße &#8211; Hendrik</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Mareike Schadach		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-860</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mareike Schadach]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Oct 2021 15:55:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-857&quot;&gt;Annette Wiechert&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für den Hinweis! Da werd ich bei Gelegenheit doch mal vorbei schauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-857">Annette Wiechert</a>.</p>
<p>Vielen Dank für den Hinweis! Da werd ich bei Gelegenheit doch mal vorbei schauen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Annette Wiechert		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-857</link>

		<dc:creator><![CDATA[Annette Wiechert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Sep 2021 18:48:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fernwehmotive.de/?p=3493#comment-857</guid>

					<description><![CDATA[Das Kosmos gibt&#039;s noch. Im Fröbelring 25. Ist auch auf Facebook.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kosmos gibt&#8217;s noch. Im Fröbelring 25. Ist auch auf Facebook.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Mareike Schadach		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-450</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mareike Schadach]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2021 13:36:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fernwehmotive.de/?p=3493#comment-450</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-449&quot;&gt;Monika&lt;/a&gt;.

Hallo Monika, da kann ich Dir leider nicht helfen. Vielleicht wissen die Angestellten aus dem lokalen Museum in Eisenhüttenstadt mehr. Viele Grüße, Mareike]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-449">Monika</a>.</p>
<p>Hallo Monika, da kann ich Dir leider nicht helfen. Vielleicht wissen die Angestellten aus dem lokalen Museum in Eisenhüttenstadt mehr. Viele Grüße, Mareike</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Monika		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-449</link>

		<dc:creator><![CDATA[Monika]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2021 11:56:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fernwehmotive.de/?p=3493#comment-449</guid>

					<description><![CDATA[Ich suche das ehemalige Tanzlokal Kosmos in  Eisenhüttenstadt. Wüsste aus privaten Gründen gern ob es das Gebäude noch gibt.
Vielen Dank]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich suche das ehemalige Tanzlokal Kosmos in  Eisenhüttenstadt. Wüsste aus privaten Gründen gern ob es das Gebäude noch gibt.<br />
Vielen Dank</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Mareike Schadach		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-426</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mareike Schadach]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2021 07:53:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fernwehmotive.de/?p=3493#comment-426</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-418&quot;&gt;fatabbot&lt;/a&gt;.

Hallo Fatabbot!
Danke für dein Feedback, ich freu mich, dass dir mein Artikel gefällt. Und auch herzlichen Dank für den Tipp mit Krakau. Ich wollte schon immer mal die Stadt besuchen, den Stadtteil werd ich mir auf jeden Fall auch anschauen.
Liebe Grüße und hab ein tolles Jahr 2021, Mareike]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-418">fatabbot</a>.</p>
<p>Hallo Fatabbot!<br />
Danke für dein Feedback, ich freu mich, dass dir mein Artikel gefällt. Und auch herzlichen Dank für den Tipp mit Krakau. Ich wollte schon immer mal die Stadt besuchen, den Stadtteil werd ich mir auf jeden Fall auch anschauen.<br />
Liebe Grüße und hab ein tolles Jahr 2021, Mareike</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: fatabbot		</title>
		<link>https://fernwehmotive.de/eisenhuettenstadt-sozialistische-planstadt/#comment-418</link>

		<dc:creator><![CDATA[fatabbot]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jan 2021 02:16:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fernwehmotive.de/?p=3493#comment-418</guid>

					<description><![CDATA[Sehr interessanter Artikel.

Architektonisch erinnert mich da nicht nur viel an die Berliner Karl-Marx-Allee, sondern auch an den (ursprünglich als eigene Stadt geplanten) Stadtteil Nowa Huta von Krakow.

Das dortige, nach Tadeusz Sendzimir benannte, Stahlwerk gehört heute interessanterweise zur selben Firma wie das ehemalige EKO in Eisenhüttenstadt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr interessanter Artikel.</p>
<p>Architektonisch erinnert mich da nicht nur viel an die Berliner Karl-Marx-Allee, sondern auch an den (ursprünglich als eigene Stadt geplanten) Stadtteil Nowa Huta von Krakow.</p>
<p>Das dortige, nach Tadeusz Sendzimir benannte, Stahlwerk gehört heute interessanterweise zur selben Firma wie das ehemalige EKO in Eisenhüttenstadt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
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